openSUSE 12.2 Versionshinweise

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Version:

12.2.8 (2012-08-21)

Copyright    2012 Novell, Inc.

Sie k  nnen dieses Dokument unter den Bedingungen der
GNU-Free-Documentation-Lizenz (Version 1.2 oder jede sp  ter durch die
Free-Software-Foundation ver  ffentlichte Version) kopieren, verteilen und/
oder bearbeiten; mit keinen invarianten Abschnitten, Deckblatt- und R  
ckseitentexten. Eine Kopie der Lizenz ist als Datei fdl.txt enthalten.

Wenn Sie von einer   lteren Version auf diese openSUSE-Ver  ffentlichung
aktualisieren, schauen Sie bitte in die hier http://de.opensuse.org/
openSUSE:Release_Notes aufgef  hrten Versionshinweise.

Diese Versionshinweise decken die folgenden Bereiche ab:

  • Abschnitt  1,    Verschiedenes   : Diese Eintr  ge wurden automatisch
    aus openFATE (http://features.opensuse.org) integriert.

    N/A

  • Abschnitt  2,    Installation   : Lesen Sie diesen Abschnitt, wenn Sie
    das System komplett neu installieren m  chten.

  • Abschnitt  3,    Allgemeines   : Informationen die jeder lesen sollte.

  • Abschnitt  4,    System Aktualisierung   : Probleme die auftreten k  
    nnen, wenn von einer vorherigen auf diese openSUSE-Version aktualisiert
    werden soll.

  • Abschnitt  5,    Technisch   : Dieser Abschnitt enth  lt eine Reihe
    technischer   nderungen und Erweiterungen f  r erfahrenere Benutzer.

1. Verschiedenes

N/A

2. Installation

2.1. F  r detaillierte Installationshinweise

F  r detaillierte Informationen, lesen Sie bitte in der    
openSUSE-Dokumentation    nach.

3. Allgemeines

3.1. openSUSE-Dokumentation

  • In 'Start-Up' finden Sie Schritt-f  r-Schritt-Anleitungen, sowie Einf  
    hrungen in die KDE- und Gnome-Desktops und die LibreOffice-Suite.
    Ebenfalls enthalten sind grundlegende Administrations Themen, wie
    Einsatz- und Software-Management und eine Einf  hrung in die bash-Shell

  • Das Referenz-Handbuch behandelt Einsatz, Verwaltung und
    Systemkonfiguration ausf  hrlich und erkl  rt, wie die verschiedenen
    Netzwerkdienste eingerichtet werden.

  • Das Sicherheits-Handbuch stellt grundlegende Konzepte der
    Systemsicherheit vor und behandelt sowohl lokale als auch
    Netzwerk-Sicherheitsaspekte.

  • Der System-Analyse- und Tuning-Guide hilft bei der Problemerkennung,
    -Aufl  sung und Optimierung

  • Virtualisierung mit KVM bietet eine Einf  hrung in die Einrichtung und
    Verwaltung von Virtualisierungstechniken mit KVM, libvirt und
    QEMU-Tools.

4. System Aktualisierung

4.1. Fernaktualisierung mit "zypper dup"

Wenn Sie eine Aktualisierung von openSUSE 12.1 (oder   lter) vornehmen,
werden alle openSSH-Verbindungen unterbrochen, wenn das Paket openssh
aktualisiert wird. Wenn Sie "zypper dup"   ber eine SSH-Verbindung ausf  
hren, stellen Sie sicher, dass Sie dies in einem wiederherstellbaren
Terminal-Multiplexer tun (z.B. "screen" oder "tmux"), so dass Sie die
Terminalsitzung nach einem Verbindungsabbruch wiederherstellen k  nnen oder
sichern Sie das Fortlaufen von zypper auf eine andere Weise (z.B. mit
"nohup").

4.2. sysvinit veraltet

Einige Desktopkomponenten bauen auf Dienste auf, die nur von systemd
bereitgestellt werden. Obwohl openSUSE 12.2 immer noch eine grundlegende
Unterst  tzung f  r sysvinit als R  ckfallebene mitbringt, wird sysvinit
nicht mehr als aktuell betrachtet und ist m  glicherweise fehleranf  llig
oder funktioniert in mancher Hinsicht nicht richtig. Wenn Sie also
irgendwelche Probleme beim booten mit sysvinit haben, benutzen Sie bitte
zuerst systemd, bevor Sie einen Fehlerbericht ausf  llen.

4.3. mount und losetup bieten keine Unterst  tzung mehr f  r cryptoloop

cryptoloop hat bekannte Schw  chen und wird, schon seit Jahren, zu Gunsten
von dm-crypt als obsolet betrachtet. mount (z.B. via /etc/fstab) und 
losetup haben nun auch endlich die Unterst  tzung f  r cryptoloop
einstellt. Das bedeutet, dass alte fstab-Eintr  ge, die cryptoloop
benutzen, um auf verschl  sselte Container zuzugreifen nicht mehr auf diese
Weise funktionieren werden. Trotzdem k  nnen Sie immer noch mit dm-crypt (/
etc/crypttab) auf diese Container zugreifen. Ziehen Sie http://
en.opensuse.org/Encrypted_Filesystems zu Rate, um Beispiele f  r diese neue
Methode zu finden.

4.4. Verschl  sselte Partitionen mit Systemd einh  ngen

Wenn verschl  sselte Partitionen mit 'systemd' nicht automatisch verwendet
werden, k  nnte dies an einem noauto Flag in /etc/fstab der betreffenden
Partitionen liegen. Ersetzen Sie das noauto durch nofail mit ab  ndern der
folgende Zeile von:

/dev/mapper/cr_sda3  /home   ext4    acl,user_xattr,noauto 0 2

in

/dev/mapper/cr_sda3  /home   ext4    acl,user_xattr,nofail 0 2

5. Technisch

5.1. Initialisierung der Grafik mit KMS (Kernel Mode Setting)

Mit erscheinen von openSUSE 11.3 wechselten wir zu KMS (Kernel Mode
Setting) f  r Intel, ATI und NVIDIA-Grafik. Wenn Probleme mit der
KMS-Treiber-Unterst  tzung (Intel, radeon, nouveau) auftreten, deaktivieren
Sie KMS indem Sie nomodeset der Kernel-Boot-Befehlszeile hinzuf  gen. Um
diese Einstellung mit Grub 2, dem Standard-Bootloader, dauerhaft zu
speichern, f  gen Sie diesen Eintrag als root bei
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT in Ihre /etc/default/grub ein und f  hren
anschlie  end, ebenfalls als root, den folgenden Befehl in einem Terminal
aus:

sudo /usr/sbin/grub2-mkconfig --output=/boot/grub2/grub.cfg

damit die   nderungen in kraft treten. F  r das alte Grub, f  gen Sie als
root, den Eintrag in dem Kernel-Parameter in /boot/grub/menu.lst hinzu.
Diese Option stellt sicher das die passenden Kernel-Module (intel, radeon,
nouveau) mit dem Parameter modset=0 in initrd geladen werden, d.h. KMS ist
deaktiviert.

In den seltenen F  llen kann das Laden des DRM-Modul von initrd ein
generelles Problem darstellen. Dazu kann dann die Variable NO_KMS_IN_INITRD
via YaST     System     'Editor f  r /etc/sysconfig' im Men  /Reiter:
'Kernel' dauerhaft von Standardwert: no auf yes abge  ndert werden. Beim
Beenden wird initrd neu eingelesen und die ge  nderte Einstellung beim
System-Neustart aktiv.

Auf Intel Hardware ohne KMS (Kernel-Kode-Setting), f  llt X.org auf den
fbdev Treiber (die Intel-Treiber unterst  tzt nur KMS) zur  ck. Alternativ
dazu steht f  r   ltere GPUs von Intel, der "intellegacy" Treiber
(xorg-x11-driver-video-intel-legacy Paket) zur Verf  gung. Um diesen
benutzen zu k  nnen, muss /etc/X11/xorg.conf.d/50-device.conf editiert
werden. Dazu den Eintrag des Treibers nun auf: intellegacy ab  ndern.

Auf ATI Hardware f  r aktuelle GPUs f  llt das System wieder auf radeonhd
zur  ck um mit NVIDIA Hardware ohne KMS den nvTreiber zu verwenden (der
Nouveau-Treiber unterstfbdev Treiber nur verwenden, wenn nomodeset als
Kernel-Boot-Paramente gesetzt wird.

5.2. Starten mit dem veralteten sysvinit

Standardm    ig startet openSUSE nun mit systemd. Bei Problemen k  nnen Sie
versuchen mit der veralteten Methode   ber sysvinit starten. Dr  cken Sie
dazu im Bootmen   die Taste 'F5'. Um weitere Informationen   ber die Beschr
  nkungen beim Booten mit sysvinit zu erhalten, lesen Sie Abschnitt  4.2,  
  sysvinit veraltet   .

5.3. Systemd: Die Versorgung Service Start-up-Parameter

systemctl unterst  tzt nur "Standard" -Parameter (siehe http://
www.freedesktop.org/wiki/Software/systemd/Incompatibilities.

Dieses neue Verhalten kann durch Aufruf des Start-up-Skript direkt, zum
Beispiel zu umgangen werden:

cd /etc/init.d
./apache2 <your_parameters>

5.4. systemd: System herunterfahren

Um das System zum Herunterfahren zu bewegen, nutzen Sie Ausgabe halt-p oder
shutdown-h now auf der Kommandozeile. Oder ändern Sie die Belegung der
Taste zum 'Herunterfahren' über 'Systemeinstellungen → Anmeldebildschirm →
Herunterfahren' auf den Wert: /sbin/shutdown-h -P now ab.

Hinweis: Ein einfaches /sbin/halt fährt das System nicht herunter.

5.5. systemd: die Nutzung von tmpfs: /run, /var/run, /media, etc.

systemd legt verschiedene Verzeichnisse an, die zur vorübergehenden
Speicherung von Daten dienen. Dateisysteme tmpfs: /run, /var/run, /var/
lock, und /media sind solche Verzeichnisse. Mehr Information darüber finden
sich auf http://lwn.net/Articles/436012/.

Hinweis: Besser keine Daten in /run, /var/run, etc aufbewahren, weil diese
beim Systemneustart gelöscht werden.

5.6. systemd: Verzeichnisse aufräumen (/tmp und /var/tmp)

systemd unterhält Verzeichnisse wie in tmpfiles.d Verzeichnis und in /lib/
systemd/system/systemd-tmpfiles-clean.timer angegebenen. Mehr Informationen
finden sich in tmpfiles.d manpage.

Standardmäßig reinigt systemd das tmp Verzeichnis als tägliche
Konfiguration in /usr/lib/tmpfiles.d/tmp.conf:

d /tmp 1777 root root 10d
d /var/tmp 1777 root root 30d

Hinweis: Systemd schenkt den sysconfig Variablen in /etc/sysconfig/cron
keine Beachtung. Dies Betrifft z.B. TMP_DIRS_TO_CLEAR.

5.7. Automatisches einhängen von USB-Medien

Gnome und Xfce benutzten nun udisks2 um USB-Medien automatisch unter /run/
media/$USER einzuhängen. KDE benutzt noch udisks in der Version 1 und hängt
USB-Medien unter /media ein.

5.8. Zeitzoneninformationen in /etc/adjtime

Die dritte Zeile in /etc/adjtime enthält nun Informationen darüber, ob Ihre
BIOS-Uhr auf UTC oder die lokale Zeitzone eingestellt ist (diese
Einstellung wurde früher in der Variable HWCLOCK in /etc/sysconfig/clock
gespeichert).

Falls /etc/adjtime inkorrekte drift-Informationen enthält (zum Beispiel,
nachdem Datum und Uhrzeit mit ntpdate aktualisiert wurde oder wenn ntpd
läuft), setzten Sie die Variable USE_ADJUST in /etc/sysconfig/clock auf
"no".

5.9. GNU tar erstellt nun standardmäßig POSIX-konforme Archive

GNU tar verwendet ab sofort standardmäßig --format=posix und erstellt
POSIX-konforme Archive mit PAX extended Headers. Überprüfen Sie ob Ihre
Skripte und Anwendungen mit diesem Format Kompatibel sind.

Das frühere Verhalten (und Standard der Entwickler) kann durch das setzten
der folgenden Umgebungsvariable wiederhergestellt werden:

TAR_OPTIONS='--format=gnu'

oder

TAR_OPTIONS='--pax-option=delete=[ac]time*'

