Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
Dieses Kapitel beschreibt das Verfahren für die Vorbereitung der Installation von SUSE® Linux Enterprise Server auf IBM System z-Systemen. Hier finden Sie alle Informationen, die zur Vorbereitung der Installation auf der LPAR- und z/VM-Seite erforderlich sind.
Dieser Abschnitt gibt grundlegende Informationen zu den Systemvoraussetzungen (z. B. zur unterstützten Hardware), zur MicroCode-Ebene und zur Software. Es behandelt auch die verschiedenen Installationstypen, beschreibt, wie ein IPL für die erste Installation ausgeführt wird, und bietet Informationen zum IOCDS.
Dieser Abschnitt bietet eine Liste von Hardware für IBM System z, die von SUSE Linux Enterprise Server unterstützt wird. Als nächstes wird die MicroCode-Ebene (MCL) erläutert, die in Ihrem IBM System z benutzt wird. Dies ist äußerst wichtig für die Installation. Zusätzliche Software, die installiert werden und für die Installation genutzt werden kann, wird am Ende dieses Abschnitts aufgeführt.
SUSE Linux Enterprise Server wurde erfolgreich auf den folgenden Plattformen ausgeführt:
IBM Series z9 (z9-EC) 2094
IBM Series z9 (z9-BC) 2096
IBM Series z10 (z10-EC) 2097
IBM Series z10 (z10-BC) 2098
Für verschiedene Installationsmethoden gelten bei der Installation unterschiedliche Speicheranforderungen. Nach Abschluss der Installation kann der Systemadministrator den Arbeitsspeicher auf die gewünschte Größe reduzieren. SUSE empfiehlt die Verwendung von:
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768 MB |
Für die Installation unter z/VM. |
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1 GB |
Für die Installation unter LPAR. |
![]() | Speicheranforderungen mit Ferninstallationsquellen |
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Für die Installation von NFS-, FTP- oder SMB-Installationsquellen oder bei der Verwendung von VNC sind mindestens 512 MB Arbeitsspeicher erforderlich. Andernfalls schlägt der Installationsversuch wahrscheinlich fehl. Beachten Sie außerdem, dass die Anzahl der für den z/VM-Gast oder das LPAR-Image sichtbaren Geräte die Speicheranforderungen beeinflusst. Die Installation mit buchstäblich Hunderten von zugänglichen Geräten (selbst wenn sie für die Installation nicht verwendet werden) kann mehr Speicher erfordern. | |
Die Anforderungen an die Festplatte hängen im Wesentlichen von der Installation ab. Gewöhnlich benötigen Sie mehr Speicherplatz als die Installationssoftware alleine, damit ein System ordnungsgemäß arbeitet. Mindestanforderungen für verschiedene Optionen:
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2,6 GB |
Standardinstallation |
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3,6 GB+ |
Empfohlen (mit grafischem Desktop, Entwicklungspaketen und JAVA). |
Eine Netzwerkverbindung muss für die Kommunikation mit Ihrem SUSE Linux Enterprise Server-System bestehen. Dabei kann es sich um eine oder mehrere der folgenden Verbindungen oder Netzwerkkarten handeln:
OSA Express Ethernet (einschließlich Fast und Gigabit Ethernet)
HiperSockets oder Gast-LAN
10 GBE, VSWITCH
Folgende Schnittstellen sind noch enthalten, werden aber nicht mehr unterstützt:
CTC (oder virtuelles CTC)
ESCON
IP-Netzwerkschnittstelle für IUCV
Für eine LPAR-Installation ist die Option (Von CD-ROM oder Server laden) die bevorzugte Methode, den IPL des Installationskernel und der initrd (initial RAM-Disk) auszuführen. Wenn diese Option nicht verfügbar ist und Sie z/VM nicht zur Installation des Systems verwenden können, führen Sie den IPL von einem per Channel angeschlossenen Band aus, das den tapeipl-Kernel, parmfile und initrd enthält. Daher benötigen Sie Zugriff auf eine Bandeinheit (z. B. 3480, 3490 oder 3590).
Diese Version von SUSE Linux Enterprise Server basiert auf der Aktualisierung des Entwicklungsstreams von IBM DeveloperWorks (http://www.ibm.com/developerworks/linux/linux390/development_recommended.html) vom Mai 2008. Die in der Website aufgelisteten Beschränkungen und Voraussetzungen gelten auch für dieses Release von SUSE Linux Enterprise Server, sofern im vorliegenden Handbuch nicht ausdrücklich anders angegeben. Es wird empfohlen, immer den höchsten verfügbaren Service-Level zu verwenden. Erfragen Sie die Mindestanforderungen bei Ihrem IBM-Support.
Bei der Installation von SUSE Linux Enterprise Server über nicht auf Linux basierendem NFS oder FTP können Probleme mit NFS- oder FTP-Serversoftware auftreten. Der Windows-Standard-FTP-Server kann Fehler verursachen, daher wird auf diesen Computern generell eine Installation über SMB empfohlen.
Für eine Verbindung zum SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem wird eine der folgenden Methoden vorausgesetzt:
SSH ist ein Unix-Standardwerkzeug, das auf jedem Unix- oder Linux-System vorhanden sein sollte. Für Windows gibt es einen SSH-Client mit dem Namen Putty. Es ist frei benutzbar und verfügbar unter http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/.
Für Linux ist der VNC-Client vncviewer in SUSE Linux Enterprise Server als Teil des tightvnc-Pakets inbegriffen. Für Windows ist tightvnc ebenfalls erhältlich. Laden Sie es von http://www.tightvnc.com/ herunter. Verwenden Sie alternativ den VNC Java-Client und einen Java-fähigen Webbrowser.
Suchen Sie eine geeignete X-Server-Implementierung auf jedem beliebigen Linux- oder Unix-Arbeitsplatzrechner. Für Windows und Macintosh sind zahlreiche kommerzielle X-Window-Systemumgebungen erhältlich. Einige können als kostenlose Testversionen heruntergeladen werden. Eine Testversion von Mocha X Server von MochaSoft kann unter http://www.mochasoft.dk/freeware/x11.htm bezogen werden.
![]() | Weitere Informationen |
|---|---|
Konsultieren Sie die | |
Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die verschiedenen Installationsarten, die mit SUSE Linux Enterprise Server für IBM System z möglich sind. Grundsätzlich gibt es diese beiden Arten der Installation:
Installation von SUSE Linux Enterprise Server mit einer logischen Partition (LPAR).
Installation von SUSE Linux Enterprise Server als Gast-Betriebssystem innerhalb von z/VM.
Abhängig vom Modus der Installation (LPAR oder VM) gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Start des Installationsvorgangs und Ausführen von IPL für das installierte System.
Wenn Sie SUSE Linux Enterprise Server für IBM System z auf einer separaten logischen Partition (LPAR) installieren, lassen Sie zu, dass SUSE Linux Enterprise Server einen bestimmten Teil des physischen Speichers in Ihrem System benutzt. Entscheiden Sie auch, wie viele Prozessoren von SUSE Linux Enterprise Server verwendet werden. In diesem Modus können Sie verschiedene Betriebssysteme gleichzeitig auf Ihrem IBM System z-System betreiben.
Die Ausführung von SUSE Linux Enterprise Server für IBM System z in z/VM bedeutet, dass SUSE Linux Enterprise Server ein Gastsystem innerhalb z/VM ist. Ein Vorteil dieses Modus ist, dass Sie von z/VM die volle Kontrolle über SUSE Linux Enterprise Server haben. Dies ist sehr nützlich für Kernel-Entwicklung oder Kernel-basierte Fehlersuche. Es ist auch sehr einfach, Hardware zu Linux-Gästen hinzuzufügen oder von ihnen zu entfernen. Das Anlegen von SUSE Linux Enterprise Server-Gästen ist einfach und Sie können Hunderte von Linux-Instanzen gleichzeitig ausführen.
Dieser Abschnitt bietet die Informationen, die Sie zur Ausführung eines IPL für die erste Installation benötigen. Abhängig von der Art der Installation müssen unterschiedliche Optionen verwendet werden. Die Optionen für ein per Channel angeschlossenes Band, VM-Reader und Laden von CD-ROM oder Server werden behandelt. Die Installation der Softwarepakete, die über das Netzwerk erfolgt, benötigt das IPL-Medium nicht.
Die Ausführung des IPL von einem per Channel angeschlossenen Band ist auf allen Systemen möglich, die mit einer Bandbibliothek verbunden sind. Die einzige Voraussetzung ist, dass die LPAR, in der installiert (oder z/VM ausgeführt) werden soll, auf die Bandeinheit zugreifen darf. Dazu muss die IODEVICE-Anweisung in IOCDS das Attribut SHARED oder PART=<LPARName> haben.
Übertragen Sie für die Ausführung des IPL von einem VM-Reader zunächst die erforderlichen Dateien in den Reader. Anschließend lassen sich bequem mehrere IPLs ausführen. Dies ist die bevorzugte Methode auf z/VM. Zur Vereinfachung der Administration wird empfohlen, den Benutzer linuxmnt anzulegen, der eine Minidisk mit den Dateien und Skripten besitzt, die für IPL benötigt werden. Auf diese Minidisk greifen dann die Linux-Gäste im Nur-Lese-Modus zu.
Für den IPL-Vorgang auf eine LPAR kann das Kernel-Image entweder direkt vom CD/DVD-ROM-Gerät der SE oder HMC geladen werden oder von jedem fernen System, das über FTP zugänglich ist. Diese Funktion kann von der HMC ausgeführt werden. Für die Installation ist eine Datei mit einer Zuordnung des Speicherorts der Installationsdaten im Dateisystem sowie den Arbeitsspeicherpositionen erforderlich, an die die Daten kopiert werden sollen. Für SUSE Linux Enterprise Server heißt diese Datei suse.ins; sie befindet sich im Root-Verzeichnis des Dateisystems auf DVD 1.
Erweitern Sie im linken Navigationsbereich der HMC den Eintrag (Systemverwaltung und Server) und wählen Sie das Mainframe-System aus, mit dem Sie arbeiten möchten. Wählen Sie rechts im oberen Inhaltsbereich in der LPAR-Tabelle die LPAR aus, auf der Sie SUSE Linux Enterprise Server booten möchten. Erweitern Sie im Aufgabenbereich den Eintrag (Wiederherstellung) und klicken Sie auf (Von CD-ROM, DVD oder Server laden).
Wählen Sie (CD-ROM/DVD der HMC) oder (FTP-Quelle) aus. Bei Auswahl der letzteren Option müssen Sie die Adresse oder den Namen des Servers und Ihren Berechtigungsnachweis eingeben. Falls sich die Datei suse.ins nicht im Root-Verzeichnis des Servers befindet, müssen Sie den Pfad dieser Datei angeben. Navigieren Sie zum Menü (Zu ladende Software auswählen) und wählen Sie dort den Eintrag suse.ins aus. Starten Sie die Installation mit .
Zur Ausführung von IPL von einer SCSI-DVD benötigen Sie Zugriff auf einen FCP-Adapter, der mit einem DVD-Laufwerk verbunden ist. Darüber hinaus benötigen Sie Werte wie die WWPN und die LUN vom SCSI-Laufwerk. Weitere Informationen finden Sie unter Abschnitt 4.2.4.1.2, „IPL von per FCP angeschlossener SCSI-DVD“.
Dieser Abschnitt bietet Ihnen die nötige Information zum IOCDS und zu Anpassungen, die notwendig sind, um Netzwerkkarten oder DASDs für mehrere LPARs zugänglich zu machen. Im IOCDS werden die chpid und die mit IBM System z verbundenen Gerätetypen definiert. Die Ressourcen können entweder einzelnen LPARs fest zugewiesen oder von mehreren LPARs genutzt werden.
![]() | Gemeinsame Gerätenutzung (DASD) |
|---|---|
Geben Sie beschreibbare DASDs nicht für LPARs frei, da dies zu Datenverlust führen kann. Bei der Planung des Setups von SUSE Linux Enterprise Server auf IBM System z sollten Sie auf jeden Fall im Voraus an die Festlegung der notwendigen Ressourcen denken. | |
Das folgende Beispiel zeigt, wie ein DASD einer speziellen LPAR zugewiesen werden kann. Diese LPAR wird mit LPAR1 bezeichnet.
Beispiel 4.1. Zuweisen von DASD zu einer LPAR
CHPID PATH=FD,TYPE=DSD,SHARED CNTLUNIT CUNUMBR=FD00,PATH=FD,UNITADD=((00,256)),UNIT=3990-2 IODEVICE ADDRESS=(FD03,1),CUNUMBR=FD00,UNIT=3390,PART=LPAR1
Falls Sie DASD unter mehreren LPARs gleichzeitig nutzen wollen, löschen Sie PART=LPAR1 in der IOCDS Definition. Dies ist sinnvoll aus Gründen der Hochverfügbarkeit oder wenn Sie Daten mit LPARs im Nur-Lese-Zugriff nutzen möchten.
Mehrere Linux-Systeme können dasselbe Netzwerkgerät verwenden, wenn Sie es für mehrere LPARs oder z/VM-Gäste freigeben. Damit reduzieren Sie die Anzahl der Netzwerkgeräte, die dem Linux-System bereitgestellt werden müssen. Andererseits kann es vorteilhaft sein, einem Linux-System mehrere Netzwerkgeräte zuzuweisen, damit es beim Ausfall einer Verbindung weiterhin verfügbar ist.
Netzwerkkarten wie OSA-Express können in zwei verschiedenen Modi verwendet werden. Diese Modi sind als QDIO und non-QDIO bekannt. Definieren Sie diese Modi im IOCDS mithilfe der Anweisung TYPE. QDIO ist wesentlich schneller als non-QDIO, allerdings verwendet es drei Geräteadressen (gegenüber non-QDIO mit zweien). Bedenken Sie die begrenzte Anzahl von Geräteadressen, wenn Sie die Einrichtung Ihrer IBM System z-Linux-Umgebung planen.
Beispiel 4.2. Gemeinsame Nutzung der OSA Express-Karte für mehrere LPARs (non-qdio) auf z9
CHPID PATH=(FE),SHARED,PARTITION=((LPAR1,LPAR2)),TYPE=OSE CNTLUNIT CUNUMBR=FE00,PATH=(FE),UNIT=OSA IODEVICE ADDRESS=(FE00,016),CUNUMBR=(FE00),UNIT=OSA IODEVICE ADDRESS=(FEFE,001),CUNUMBR=(FE00),UNIT=OSAD
Beispiel 4.3. Gemeinsame Nutzung der OSA Express-Karte für mehrere LPARs (qdio) auf z9
CHPID PATH=(FE),SHARED,PARTITION=((LPAR1,LPAR2)),TYPE=OSD CNTLUNIT CUNUMBER=FE00,PATH=(FE),UNIT=OSA IODEVICE ADDRESS=(FE00,016),CUNUMBR=(FE00),UNIT=OSA IODEVICE ADDRESS=(FEFE,001),CUNUMBR=(FE00),UNIT=OSAD
In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie Sie die Daten für die Installation verfügbar machen, wie SUSE Linux Enterprise Server mit verschiedenen Methoden installiert und IPL für das SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem vorbereitet und verwendet wird. Darüber hinaus erhalten Sie Informationen zur Konfiguration der Netzwerkinstallation.
Dieser Abschnitt enthält detaillierte Informationen zur Bereitstellung der SUSE Linux Enterprise Server-Installationsdaten für IBM System z. Je nach Computer- und Systemumgebung treffen Sie eine Auswahl zwischen der NFS- oder FTP-Installation. Wenn Sie in Ihrer Umgebung Microsoft Windows-Arbeitsplatzrechner ausführen, können Sie auch das Windows-Netzwerk (einschließlich des SMB-Protokolls) für die Installation von SUSE Linux Enterprise Server auf IBM System z verwenden.
![]() | IPL von DVD |
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Seit Service Pack 1 von SUSE Linux Enterprise Server Version 10 kann IPL von DVD ausgeführt und die DVD als Installationsmedium verwendet werden. Dies ist besonders praktisch, wenn Beschränkungen für das Einrichten eines Installationsservers bestehen, der Installationsmedien über das Netzwerk bereitstellt. Voraussetzung ist ein per FCP angeschlossenes SCSI-DVD-Laufwerk. | |
Wenn Sie in Ihrer Computer-Umgebung einen Linux-Arbeitsplatzrechner ausführen, stellen Sie hierüber die Installationsdaten für den Installationsvorgang für IBM System z mit NFS oder FTP bereit. Wenn der Linux-Arbeitsplatzrechner unter SUSE Linux Enterprise Server ausgeführt wird, können Sie einen Installationsserver (NFS oder FTP) über das YaST-Modul einrichten, wie unter Abschnitt 14.2.1, „Einrichten eines Installationsservers mithilfe von YaST“ beschrieben.
Die Installationsmedien werden über NFS (Network File System) verfügbar gemacht.
![]() | Export eingehängter Geräte über NFS |
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Durch das Exportieren des Dateisystem-Root ( /media/dvd *(ro)
Führen Sie nach der Änderung dieser Datei den Neustart des NFS-Servers mit dem Kommando rcnfsserver | |
Das Einrichten eines FTP-Servers auf einem Linux-System umfasst die Installation der Serversoftware (z. B. wuftpd oder proftpd) sowie mögliche weitere Konfigurationsaufgaben. Mit YaST gestaltet sich der Installationsschritt ganz einfach: Wählen Sie das zu installierende Paket aus und starten Sie die Installation. Überspringen Sie die Konfiguration des FTP-Servers, wenn für die Installation kein anonymes FTP (File Transfer Protocol) verwendet werden soll. Führen Sie stattdessen eine FTP-Anmeldung mit gültigem Benutzernamen und Passwort durch. Im Bedarfsfall kann ausschließlich für diese Aufgabe ein Benutzerkonto erstellt werden. Der FTP-Daemon muss nicht manuell gestartet werden. Wenn eine FTP-Verbindung angefordert wird, kann er mit "inetd" gestartet werden. Geben Sie zur Aktivierung der neuen Einstellungen rcinetd restart oder rcxinetd restart ein.
DVD 1 von SUSE Linux Enterprise Server für IBM System z enthält ein boot-fähiges Linux-Image für Intel-basierte Arbeitsplatzrechner sowie ein Image für System z.
Booten Sie für Intel-basierte Arbeitsplatzrechner von dieser DVD, beantworten Sie die Fragen hinsichtlich bevorzugter Sprache und Tastaturbelegung und wählen Sie dann (Rettungssystem starten) aus. Hierfür sind mindestens 64 MB RAM erforderlich. Festplattenspeicher wird nicht benötigt, da sich das gesamte Rettungssystem im RAM (Random Accesss Memory) des Arbeitsplatzrechners befindet. Dieser Ansatz setzt ausreichend Erfahrung mit Linux und Netzwerken voraus, da die Netzwerkfunktionen des Arbeitsplatzrechners manuell eingerichtet werden müssen.
Führen Sie unter System z, für Ihren LPAR/VM-Gast IPL von dieser DVD aus, wie in Abschnitt 4.2.4.1.2, „IPL von per FCP angeschlossener SCSI-DVD“ beschrieben. Nach der Eingabe Ihrer Netzwerkparameter behandelt das Installationssystem die DVD als Quelle der Installationsdaten. Da an System z kein X11-fähiges Terminal direkt angeschlossen werden kann, wählen Sie zwischen VNC- und SSH-Installation. SSH bietet auch eine grafische Installation durch Tunneling der X-Verbindung über SSH mit ssh -X.
Wenn in Ihrem Netzwerk eine Microsoft Windows-Arbeitsstation verfügbar ist, verwenden Sie diesen Computer zur Bereitstellung der Installationsmedien. Am einfachsten lässt sich dies mithilfe des SMB-(Server Message Block-)Protokolls bewerkstelligen, das bereits in das Windows-Betriebssystem integriert ist. Aktivieren Sie in jedem Fall , da hierdurch die Verkapselung von SMB-Paketen in TCP/IP-(Transmission Control Protocol/Internet Protocol-)Pakete ermöglicht wird. Detaillierte Informationen finden Sie in der Windows-Online-Hilfe bzw. in anderen Windows-Dokumentationen, die sich auf Netzwerke beziehen. Sie können auch FTP (File Transfer Protocol) verwenden. Auch hierfür ist Drittanbieter-Software für Windows erforderlich.
Wenn Sie die Installationsmedien über SMB bereitstellen möchten, legen Sie einfach die SUSE Linux Enterprise Server-DVD 1 in das DVD-Laufwerk der Windows-Arbeitsstation ein. Erstellen Sie dann unter Verwendung des Laufwerkbuchstabens des DVD-ROM-Laufwerks eine neue Freigabe und stellen Sie sie für sämtliche Benutzer im Netzwerk bereit.
![]() | SMB-Installationspfad für YaST |
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In der | |
Ziehen Sie die im Lieferumfang des Drittanbieter-Produkts enthaltene Dokumentation zurate, mit dem NFS-Serverdienste für Ihre Windows-Arbeitsstation aktiviert werden. Das DVD-ROM-Laufwerk, in dem sich die SUSE Linux Enterprise Server-DVDs befinden, muss im verfügbaren NFS-Pfad enthalten sein.
Ziehen Sie die im Lieferumfang des Drittanbieter-Produkts enthaltene Dokumentation zurate, mit dem FTP-Serverdienste auf Ihrer Windows-Arbeitsstation aktiviert werden. Das DVD-ROM-Laufwerk, in dem sich die SUSE Linux Enterprise Server-DVDs befinden, muss im verfügbaren FTP-Pfad enthalten sein.
Der in einigen Versionen von Microsoft Windows enthaltene FTP-Server implementiert lediglich eine Teilmenge des FTP-Kommandosatzes und ist für die Bereitstellung der Installationsdaten nicht geeignet. Andere Produkte, beispielsweise der FTP-Server von Hummingbird Exceed bzw. WAR-FTPD, funktionieren Berichten zufolge ordnungsgemäß.
Nachdem Sie den IPL-Vorgang, wie in Abschnitt 4.1.3.4, „Laden von einer per SCSI verbundenen DVD“ beschrieben, durchgeführt haben, verwendet das Installationssystem die DVD als Installationsmedium. In diesem Fall benötigen Sie die Installationsmedien nicht auf einem FTP-, NFS- oder SMB-Server. Jedoch benötigen Sie die Netzwerkkonfigurationsdaten für Ihren SUSE Linux Enterprise Server, da Sie das Netzwerk während der Installation zur Ausführung einer grafischen Installation per VNC oder X-Tunneling durch SSH einrichten müssen.
In diesem Abschnitt finden Sie Informationen dazu, welche Schritte zur Installation von SUSE Linux Enterprise Server in den einzelnen Installationsmodi durchgeführt werden müssen und wo sich die entsprechenden Informationen befinden. Halten Sie sich nach Abschluss der in den vorherigen Kapiteln erwähnten Vorbereitungsschritten an den Installationsüberblick des gewünschten Installationsmodus, um SUSE Linux Enterprise Server auf Ihrem System zu installieren.
Wie in Abschnitt 4.2.1, „Bereitstellen der Installationsdaten“ beschrieben, gibt es zwei unterschiedliche Installationsmodi für Linux auf IBM System z:
LPAR-Installation
z/VM-Installation
Prozedur 4.1. Überblick über die LPAR-Installation
Bereiten Sie die für die Installation benötigten Geräte vor. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 4.2.3.1, „LPAR-Installation“.
Führen Sie den IPL-(Initial Program Load-)Vorgang für das Installationssystem durch. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 4.2.4.1, „LPAR-Installation“.
Konfigurieren Sie das Netzwerk. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 4.2.5, „Netzwerkkonfiguration“.
Stellen Sie eine Verbindung zum SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem her. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 4.2.6, „Herstellen der Verbindung mit dem -Installationssystem“.
Starten Sie die Installation mit YaST und führen Sie den IPL-Vorgang für das installierte System durch. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Kapitel 6, Installation mit YaST.
Prozedur 4.2. Installationsüberblick über die z/VM-Installation
Bereiten Sie die für die Installation benötigten Geräte vor. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 4.2.3.2, „z/VM-Installation“.
Führen Sie den IPL-(Initial Program Load-)Vorgang für das Installationssystem durch. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 4.2.4.2, „z/VM-Installation“.
Konfigurieren Sie das Netzwerk. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 4.2.5.1, „z/VM-Installation“.
Stellen Sie eine Verbindung zum SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem her. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 4.2.6, „Herstellen der Verbindung mit dem -Installationssystem“.
Starten Sie die Installation mit YaST und führen Sie den IPL-Vorgang für das installierte System durch. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Kapitel 6, Installation mit YaST.
Konfigurieren Sie Ihr IBM System z-System so, dass der Start im ESA/S390- oder Nur-LINUX-Modus erfolgt (mit entsprechendem Aktivierungsprofil und IOCDS). Ziehen Sie für weitere Informationen hierzu die IBM-Dokumentation zurate.
Für eine SUSE Linux Enterprise Server-Installation sind mindestens zwei Geräte erforderlich: ein DASD (Direct Access Storage Device) und ein Gerät für die Netzwerkverbindung. Wenn der IPL-Vorgang vom Band aus durchgeführt werden soll, sollte zudem der Zugriff auf ein Bandmedium möglich sein. Geräte werden im IOCDS (Input Output Configuration Data Set) konfiguriert und einer LPAR (Logical Partition) hinzugefügt. In diesem Beispiel werden ein DASD, ein OSA-2-Netzwerkgerät sowie ein Bandmedium für LPAR Z1 definiert. Weitere Informationen zur Einrichtung von IOCDS für Linux finden Sie in der IBM-Hardwaredokumentation Ihres Computers.
Beispiel 4.4. Beispiel-IOCDS
CHPID PATH=(CSS(0),FD),PCHID=120,TYPE=FC CHPID PATH=(CSS(0),FE),PCHID=320,TYPE=OSD CHPID PATH=(CSS(0),10),PCHID=3A0,TYPE=CNC CNTLUNIT CUNUMBR=FD00,PATH=((CSS(0),FD)),UNITADD=((00,1)),UNIT=2105 IODEVICE ADDRESS=(FD00,1),CUNUMBR=(FD00),UNIT=3390B,UNITADD=00 CNTLUNIT CUNUMBR=FE20,PATH=((CSS(0),FE)),UNIT=OSA IODEVICE ADDRESS=(FE20,1),CUNUMBR=(FE20),UNIT=OSA IODEVICE ADDRESS=(FEFE,1),CUNUMBR=(FE20),UNIT=OSAD CNTLUNIT CUNUMBR=100A,PATH=((CSS(0),10)),UNIT=3480,UNITADD=((0A,1)) IODEVICE ADDRESS=(100A,1),CUNUMBR=(100A),UNIT=3480,UNITADD=00
Fahren Sie mit Abschnitt 4.2.4.1, „LPAR-Installation“ fort.
Zunächst werden ein oder mehrere DASDs im System hinzugefügt, zur Verwendung durch den Linux-Guest-Benutzer in z/VM. Dann wird ein neuer Benutzer in z/VM erstellt. Das Beispiel zeigt ein Verzeichnis für Benutzer LINUX1 mit Passwort LINPWD, 256 MB Speicher (auf maximal 1024 MB erweiterbar), 32 MB erweitertes RAM (XSTORE), einigen Minidisks (MDISK), zwei CPUs und einem OSA-QDIO-Gerät.
![]() | Zuweisen von Speicher für z/VM-Guest-Benutzer |
|---|---|
Wenn Sie einem z/VM-Guest-Benutzer Speicher zuweisen, vergewissern Sie sich, dass die Speichergröße auf die Anforderungen des bevorzugten Installationstyps abgestimmt ist. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 4.1.1.1.1, „Arbeitsspeicheranforderungen“. Um die Arbeitsspeichergröße auf 512 MB einzustellen, verwenden Sie das Kommando CP DEFINE STORAGE 512M. Setzen Sie nach dem Abschluss der Installation die Arbeitsspeichergröße auf den gewünschten Wert zurück. | |
Beispiel 4.5. Konfiguration eines z/VM-Verzeichnisses
USER LINUX1 LINPWD 256M 1024M G *____________________________________________ * LINUX1 *____________________________________________ * This VM Linux guest has two CPUs defined. CPU 01 CPUID 111111 CPU 02 CPUID 111222 IPL CMS PARM AUTOCR IUCV ANY IUCV ALLOW MACH ESA 10 OPTION MAINTCCW RMCHINFO SHARE RELATIVE 2000 XSTORE 32M CONSOLE 01C0 3270 A SPOOL 000C 2540 READER * SPOOL 000D 2540 PUNCH A SPOOL 000E 3203 A * OSA QDIO DEVICE DEFINITIONS DEDICATE 9A0 9A0 DEDICATE 9A1 9A1 DEDICATE 9A2 9A2 * LINK MAINT 0190 0190 RR LINK MAINT 019E 019E RR LINK MAINT 019D 019D RR * MINIDISK DEFINITIONS MDISK 201 3390 0001 0050 DASD40 MR ONE4ME TWO4ME THR4ME MDISK 150 3390 0052 0200 DASD40 MR ONE4ME TWO4ME THR4ME MDISK 151 3390 0253 2800 DASD40 MR ONE4ME TWO4ME THR4ME
In diesem Beispiel wird Minidisk 201 als Home-Disk des Guest-Benutzers verwendet. Minidisk 150 mit 200 Zylindern ist das Linux-Auslagerungsgerät. Auf Disk 151 mit 2800 Zylindern wird die Linux-Installation verwaltet.
Fügen Sie nun (als Benutzer MAINT) den Guest-Benutzer mit DIRM FOR LINUX1 ADD dem Benutzerverzeichnis hinzu. Geben Sie den Namen des Guest-Benutzers ein (LINUX1) und drücken Sie F5. Verwenden Sie zur Einrichtung der Umgebung des Benutzers Folgendes:
DIRM DIRECT DIRM USER WITHPASS
Das letzte Kommando gibt eine Reader-Dateinummer zurück Diese Nummer wird für den nächsten Befehl benötigt:
RECEIVE <number> USER DIRECT A (REPL)
Weisen Sie dem Guest-Benutzer die Verzeichnisse mit DISKMAP USER DIRECT A zu. Sie können sich nun als Guest-Benutzer LINUX1 anmelden.
Wenn die Option dirmaint nicht verfügbar ist, konsultieren Sie die IBM-Dokumentation dazu, wie dieser Benutzer eingerichtet wird.
Fahren Sie mit Abschnitt 4.2.4.2, „z/VM-Installation“ fort.
Der IPL-Vorgang für SUSE Linux Enterprise Server in eine LPAR kann auf unterschiedliche Weise vorgenommen werden. Die bevorzugte Vorgehensweise ist die Funktion von SE bzw. HMC.
Markieren Sie die LPAR für die Installation und wählen Sie aus. Lassen Sie das Feld für den Dateispeicherort frei oder geben Sie den Pfad zum root-Verzeichnis der ersten DVD-ROM ein und wählen Sie die Option zum Fortfahren aus. Aktivieren Sie in der daraufhin angezeigten Liste mit Optionen die Standardauswahl. In den Kernel-Boot-Meldungen sollte nun angezeigt werden.
Sie können den -Vorgang verwenden, indem Sie als für IPL von SCSI auswählen. Geben Sie den WWPN (Worldwide Port Name) und die LUN (Logical unit number) ein, die Ihre SCSI-Bridge oder Ihr SCSI-Speicher bereitstellt (16 Stellen – unterdrücken Sie auf keinen Fall die angehängten Nullen). Die Boot-Programmauswahl muss 2 sein. Verwenden Sie Ihren FCP-Adapter als und führen Sie einen IPL-Vorgang durch.
Wenn der IPL-Vorgang von DVD nicht möglich ist, erstellen Sie ein Band mit Kanalverbindung, von dem aus der IPL-Vorgang des SUSE Linux Enterprise Server-Installations-Image durchgeführt werden kann. Verwenden Sie in SE bzw. HMC die Schaltfläche und geben Sie die Adresse des Bandmediums als Ladeadresse an, um den IPL-Vorgang des SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystems durchzuführen.
Es gibt mehrere Methoden zur Erstellung eines IPL-fähigen Bands. Eine besteht darin, die Dateien zu kopieren:
/boot/s390x/tapeipl.ikr /boot/s390x/parmfile /boot/s390x/initrd
als Binärdateien von DVD 1 (z. B. mit FTP von einem Linux-Arbeitsplatzrechner aus).
Benennen Sie sie
SLES11 IMAGE SLES11 PARM SLES11 INITRD
um sie mit der REXX (REstructured eXtended eXecutor Language) aus dem Beispiel auf Band zu schreiben.
![]() | Übertragen von Binärdateien mit FTP |
|---|---|
Laden Sie die Dateien nicht als | |
Beispiel 4.6. REXX-Skript zur Erstellung eines IPL-fähigen Bands
'REWIND 181' 'FILEDEF IN1 DISK' SLES11 IMAGE A 'FILEDEF IN2 DISK' SLES11 PARM A 'FILEDEF IN3 DISK' SLES11 INITRD A 'FILEDEF OUT TAP1 (RECFM F BLOCK 1024 LRECL 1024 PERM' say 'Writing: ' left(file1,23) 'MOVEFILE IN1 OUT' say 'Writing: ' left(file2,23) 'MOVEFILE IN2 OUT' say 'Writing: ' left(file3,23) 'MOVEFILE IN3 OUT' say 'Done.' 'REWIND 181' exit
Das Band in diesem Skript wird als 181 hinzugefügt. Passen Sie das Skript an Ihre Anforderungen an.
Dieser Abschnitt befasst sich mit dem IPL-Vorgang des Installationssystems zur Installation von SUSE Linux Enterprise Server für IBM System z auf einem z/VM-(zSeries/Virtual Machine-)System.
Sie benötigen eine funktionierende TCP/IP-Verbindung und ein FTP-Clientprogramm in Ihrem neu definierten z/VM-Gast, um das Installationssystem per FTP zu übertragen. Die TCP/IP-Einrichtung für z/VM würde den Rahmen dieses Handbuchs sprengen. Ziehen Sie die entsprechende IBM-Dokumentation zurate.
Melden Sie sich für den IPL-Vorgang als z/VM-Linux-Guest-Benutzer an. Stellen Sie den Inhalt des Verzeichnisses /boot/s390x auf DVD 1 von SUSE Linux Enterprise Server für IBM System z über FTP in Ihrem Netzwerk bereit. Aus diesem Verzeichnis benötigen Sie die Dateien vmrdr.ikr, initrd, parmfile und sles11.exec. Übertragen Sie die Dateien mit einer festen Blockgröße von 80 Zeichen. Geben Sie die Größe mithilfe des FTP-Kommandos locsite fix 80 an. vmrdr.ikr (der Linux-Kernel) und initrd (das Installations-Image) müssen in jedem Fall als Binärdateien kopiert werden, Sie sollten folglich den binary-Übertragungsmodus verwenden. parmfile und sles11.exec müssen im ASCII-Modus übertragen werden.
Aus dem Beispiel gehen die erforderlichen Schritte hervor. In diesem Beispiel ist der Zugriff auf die erforderlichen Dateien von einem FTP-Server mit IP-Adresse 192.168.0.3 möglich; die Anmeldung erfolgt mit lininst. Diese Angabe kann je nach Netzwerk variieren.
Beispiel 4.7. Übertragen der Binärdateien über FTP
FTP 192.168.0.3 VM TCP/IP FTP Level 530 Connecting to 192.168.0.3, port 21 220 ftpserver FTP server (Version wu-2.4.2-academ[BETA-18](1) Thu Feb 11 16:09:02 GMT 2010) ready. USER lininst 331 Password required for lininst PASS ****** 230 User lininst logged in. Command: binary 200 Type set to I Command: locsite fix 80 Command: get /media/dvd1/boot/s390x/vmrdr.ikr sles11.image 200 PORT Command successful 150 Opening BINARY mode data connection for /media/dvd1/boot/s390x/vmrdr.ikr (6757376 bytes) 226 Transfer complete. 6757376 bytes transferred in 8.826 seconds. Transfer rate 766.70 Kbytes/sec. Command: get /media/dvd1/boot/s390x/initrd sles11.initrd 200 PORT Command successful 150 Opening BINARY mode data connection for /media/dvd1/boot/s390x/initrd (12654815 bytes) 226 Transfer complete. 12194534 bytes transferred in 16.520 seconds. Transfer rate 766.70 Kbytes/sec. Command: ascii 200 Type set to A Command: get /media/dvd1/boot/s390x/parmfile sles11.parmfile 150 Opening ASCII mode data connection for /media/dvd1/boot/s390x/parmfile (71 bytes) 226 Transfer complete. 71 bytes transferred in 0.092 seconds. Transfer rate 0.71 Kbytes/sec. Command: get /media/dvd1/boot/s390x/sles11.exec sles11.exec 150 Opening ASCII mode data connection for /media/dvd1/boot/s390x/sles11.exec (891 bytes) 226 Transfer complete. 891 bytes transferred in 0.097 seconds. Transfer rate 0.89 Kbytes/sec. Command: quit
Verwenden Sie das soeben heruntergeladene REXX-Skript sles11.exec, um den IPL-Vorgang für das Linux-Installationssystem auszuführen. Mit diesem Skript werden Kernel, parmfile sowie der anfängliche RAM-Datenträger für den IPL-Vorgang in den Reader geladen.
Beispiel 4.8. SLES11 EXEC
/* REXX LOAD EXEC FOR SUSE LINUX S/390 VM GUESTS */ /* LOADS SUSE LINUX S/390 FILES INTO READER */ SAY '' SAY 'LOADING SLES11 FILES INTO READER...' 'CP CLOSE RDR' 'PURGE RDR ALL' 'SPOOL PUNCH * RDR' 'PUNCH SLES11 IMAGE A (NOH' 'PUNCH SLES11 PARMFILE A (NOH' 'PUNCH SLES11 INITRD A (NOH' 'I 00C'
Mit diesem Skript können Sie den IPL-Vorgang für das SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem mit dem Kommando sles11 ausführen. Daraufhin wird der Linux-Kernel gestartet und gibt eine Boot-Meldung aus.
Fahren Sie zur weiteren Installation mit Abschnitt 4.2.5.1, „z/VM-Installation“ fort.
Bereiten Sie für die Ausführung des IPL-Vorgangs in z/VM den SCSI-IPL-Vorgang mithilfe des Parameters SET LOADDEV vor:
SET LOADDEV PORTNAME 200400E8 00D74E00 LUN 00020000 00000000 BOOT 2
Führen Sie nach der Festlegung des LOADDEV-Parameters mit den entsprechenden Werten den IPL-Vorgang Ihres FCP-Parameters durch, z. B.:
IPL FC00
Fahren Sie zur weiteren Installation mit Abschnitt 4.2.5.1, „z/VM-Installation“ fort.
Wenn der IPL-Vorgang über einen z/VM-Reader nicht möglich ist, erstellen Sie ein Band mit Kanalverbindung, von dem aus der IPL-Vorgang des SUSE Linux Enterprise Server-Installations-Image durchgeführt werden kann. Anleitungen finden Sie unter Abschnitt 4.2.4.1.3, „IPL von verbundenem ESCON- oder FICON-Band“.
Fahren Sie zur weiteren Installation mit Abschnitt 4.2.5.1, „z/VM-Installation“ fort.
Warten Sie, bis der Kernel seine Startroutinen abgeschlossen hat. Wenn Sie die Installation im Basismodus oder in einer LPAR vornehmen, rufen Sie in HMC bzw. SE auf.
Wählen Sie zunächst im Linuxrc-Hauptmenü und dann , um den Installationsvorgang zu starten. Wählen Sie als Ihr Installationsmedium und danach den Netzwerkprotokolltyp aus, den Sie zur Installation verwenden möchten. Abschnitt 4.2.1, „Bereitstellen der Installationsdaten“ beschreibt, wie die Installationsdaten für die unterschiedlichen Arten von Netzwerkverbindungen bereitgestellt werden. Zurzeit werden , , und (Windows-Dateifreigabe) unterstützt.
Richten Sie nun das Netzwerkgerät ein, das die Installationsdaten empfangen soll: bzw. . Folgende Netzwerkadapter sind nach wie vor verfügbar und einsatzbereit, werden jedoch nicht mehr unterstützt: CTC, ESCON, IUCV. Wählen Sie anschließend die CCW-Bus-Schnittstelle und das physische Medium (). Daraufhin wird der entsprechende Treiber installiert und die entsprechenden Kernel-Meldungen werden eingeblendet.
Im Rahmen der weiteren Installation zeigt Linuxrc eine Liste potenziell einsatzfähiger Lese-, Schreib- und ggf. Datenkanäle an. Nachdem Sie die Adresse für die einzelnen Kanäle eingegeben haben, müssen Sie möglicherweise noch weitere Angaben machen, beispielsweise den Portnamen für OSA-Ethernet-Karten.
Bestimmen Sie als Nächstes, ob die automatische DHCP-(Dynamic Host Configuration Protocol-)Konfiguration für die Einrichtung der Netzwerkschnittstellenparameter verwendet werden soll. Da DHCP nur auf einigen Geräten eingesetzt werden kann und eine spezielle Hardwarekonfiguration vorgenommen werden muss, empfiehlt sich in diesem Fall mit größter Wahrscheinlichkeit die Auswahl von . In diesem Fall werden Sie zur Eingabe der Netzwerkparameter Ihres Installationsnetzwerkgeräts aufgefordert:
IP-Adresse des zu installierenden Systems
entsprechende Netzwerkmaske
IP-Adresse eines Gateways zur Verbindung mit dem Server
IP-Adresse Ihres Domain Name Server (DNS)
Bei Verwendung einer OSA Express Network Card werden Sie nun aufgefordert, eine einzugeben. Diese wurde zur Unterstützung der neuen OSA Express 3 Network-Geräte mit zwei Ports hinzugefügt. Wenn Sie kein OSA Express 3-Gerät verwenden, geben Sie 0 ein. OSA Express-Karten besitzen auch die Option, in einem Modus mit "Unterstützung von OSI-Schicht 2" oder im älteren, gängigeren Modus für "Schicht 3" ausgeführt zu werden. Der Kartenmodus beeinflusst alle Systeme, die das Gerät gemeinsam nutzen, einschließlich Systeme auf anderen LPARs. Geben Sie im Zweifelsfall 2 an, um Kompatibilität mit dem Standardmodus zu erreichen, den andere Betriebssysteme wie z/VM und z/OS verwenden. Erfragen Sie weitere Informationen zu diesen Optionen bei Ihrem Hardware-Administrator.
Nachdem der Kernel seine Startroutinen abgeschlossen hat, beantworten Sie einige Fragen zur Netzwerkeinrichtung. Wählen Sie zunächst die zu verwendende Netzwerkverbindung aus: OSA Express oder HiperSockets. Bei dieser Beispielinstallation wird OSA Express verwendet.
Das System zeigt nun eine mögliche OSA-Konfiguration an. Wählen Sie zunächst, ob QDIO oder LCS OSA verwendet werden soll. Wählen Sie dann das physische Medium aus, das verwendet werden soll, und geben Sie die Geräteadresse ein. Wenn Sie bei der Einrichtung anders vorgehen möchten, geben Sie die Geräteadresse des OSA-Lese-Kanals (in diesem Beispiel 0.0.0700), dann die Adresse des OSA-Schreib-Kanals (0.0.0701) und des OSA-Steuer-Kanals (0.0.0702) ein. Geben Sie nach den Kanälen den Namen des Ports ein, mit dem die OSA-Karte verbunden ist.
SUSE Linux Enterprise Server versucht nun, das Netzwerkmodul zu laden, indem es eine Parameterzeile mit den bereitgestellten Informationen erstellt; danach werden alle geladenen Module angezeigt. Wenn die Ausgabe der folgenden gleicht, war das Laden erfolgreich:
Beispiel 4.9. Treiberparameter für das Netzwerkgerät
(portname YSW2) (Port 0) qdio: 0.0.0702 OSA on SC 3 using AI:1 QEBSM:0 PCI:1 TDD:1 SIGA:RW AO qeth.736dae: 0.0.0700: Device is a Guest LAN QDIO card (level: V540) with link type GuestLAN QDIO (portname: YSW2) qeth.47953b: 0.0.0700: Hardware IP fragmentation not supported on eth0 qeth.066069: 0.0.0700: Inbound source MAC-address not supported on eth0 qeth.d7fdb4: 0.0.0700: VLAN enabled qeth.e90c78: 0.0.0700: Multicast enabled qeth.5a9d02: 0.0.0700: IPV6 enabled qeth.184d8a: 0.0.0700: Broadcast enabled qeth.dac2aa: 0.0.0700: Using SW checksumming on eth0. qeth.9c4c89: 0.0.0700: Outbound TSO not supported on eth0
Geben Sie nun Ihre IP-Adresse, die Netzmaske sowie das standardmäßige Gateway ein. Geben Sie bei einer Installation über iucv oder ctc zusätzliche Informationen wie die Peer-Adresse (für einen Punkt-zu-Punkt-Adapter) oder den Portnamen ein.
Abschließend werden die IP-Adresse des DNS-Servers sowie die Größe der Maximum Transmission Unit (MTU) erfragt. Die MTU-Größe sollte stets der Größe entsprechen, die von dem Netzwerk verwendet wird, mit dem die Verbindung aufgebaut wird.
Nun wird eine Zusammenfassung angezeigt. Bestätigen Sie die Richtigkeit Ihrer Eingabe. Bevor das Netzwerk gestartet wird, geben Sie ein Passwort ein, das nur während der Installation Gültigkeit hat. Nachdem Sie den IPL-Vorgang für das installierte System durchgeführt haben, geben Sie das tatsächliche Root-Passwort ein.
Nachdem nun alle grundlegenden Parameter eingerichtet sind, wird das Netzwerk gestartet. Überprüfen Sie die Ausgabe von ifconfig; hier sollten zwei Einträge enthalten sein: Eine loopback-(lo-)Verbindung und eine Verbindung (eth0, ctc0, escon0, iucv0 oder hsi0) mit den richtigen Einstellungen.
Beispiel 4.10. Beispiel-ifconfig
/sbin/ifconfig eth0 :
Link encap:Ethernet HWaddr 02:00:01:00:00:27
inet addr:192.168.0.1 Bcast:192.168.0.255 Mask:255.255.255.0
inet6 addr: fe80::200:100:100:27/64 Scope:Link
UP BROADCAST RUNNING MULTICAST MTU:1492 Metric:1
RX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
collisions:0 txqueuelen:1000
RX bytes:0 (0.0 Mb) TX bytes:0 (0.0 Mb)Nach der Einrichtung Ihrer Netzwerkverbindung werden Sie von Linuxrc zur Eingabe von Details zu der Installationsquelle aufgefordert, die Sie zu einem früheren Zeitpunkt ausgewählt haben: Hierbei kann es sich beispielsweise um die IP-Adresse des Servers und das Verzeichnis handeln, in dem sich die Daten befinden.
Abschließend müssen Sie angeben, mit welcher Art von Anzeige Sie die Installationsprozedur steuern möchten. Zur Auswahl stehen X11 (X Window-System), VNC (Virtual Network Computing-Protokoll) und SSH (Textmodus bzw. X11-Installation über Secure Shell).
Nach Auswahl der Installationsoption VNC wird der VNC-Server gestartet. Aus einem kurzen Hinweis auf der Konsole geht hervor, welche IP-Adresse und Display-Nummer für eine Verbindung mit vncviewer erforderlich sind. Alternativ wird eine URL (Uniform Resource Locator) angegeben, die Sie in Ihrem Java-fähigen Browser eingeben und so eine Verbindung zum Installationssystem herstellen können.
Starten Sie auf Ihrem Clientsystem eine VNC-Clientanwendung. Sie können entweder vncviewer oder den VNC-Java-Client und einen Java-fähigen Webbrowser verwenden.
Geben Sie die IP-Adresse sowie die Display-Nummer des SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystems ein, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
Wenn Sie die Verbindung über einen Java-fähigen Browser herstellen, geben Sie eine URL mit der IP-Adresse des Installationssystems und die entsprechende Portnummer im folgenden Format ein:
http://<IP address of installation system>:5801/
Nachdem die Verbindung hergestellt wurde, beginnen Sie mit YaST der Installation von SUSE Linux Enterprise Server.
![]() | X-Authentifizierungsmechanismus |
|---|---|
Die direkte Installation über das X Window System beruht auf einem einfachen auf Hostnamen basierenden Authentifizierungsmechanismus. Dieser Mechanismus ist in aktuellen SUSE Linux Enterprise Server-Versionen deaktiviert. Die Installation mit SSH oder VNC wird bevorzugt. | |
Vergewissern Sie sich, dass der X-Server dem Client (dem installierten System) den Verbindungsaufbau ermöglicht. Legen Sie die Variable DISPLAYMANAGER_XSERVER_TCP_PORT_6000_OPEN="yes" in der Datei /etc/sysconfig/displaymanager fest. Starten Sie dann den X-Server und ermöglichen Sie dem Client die Verbindung mit dem Server, und zwar mit folgendem Kommando: xhost <client IP address>.
Wenn Sie auf dem Installationssystem dazu aufgefordert werden, geben Sie die IP-Adresse des Rechners ein, auf dem der X-Server ausgeführt wird.
Warten Sie, bis YaST geöffnet wird, und starten Sie dann die Installation.
Um das Installationssystem mit dem Namen earth mithilfe von SSH zu verbinden, führen Sie ssh -X earth aus. Wenn auf Ihrem Arbeitsplatzrechner Microsoft Windows ausgeführt wird, verwenden Sie den SSH- und Telnet-Client und den Terminal-Emulator PuTTy, verfügbar unter http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/. Aktivieren Sie (X11-Weiterleitung aktivieren) in Putty unter ++.
Daraufhin wird eine Anmeldeeingabeaufforderung angezeigt. Geben Sie root ein und melden Sie sich mit Ihrem Passwort an. Geben Sie yast2 ein, um YaST zu starten.
Fahren Sie mit der detaillierten Beschreibung des Installationsvorgangs in Kapitel 6, Installation mit YaST fort.
SUSE Linux Enterprise Server für das IBM System z beinhaltet Netzwerktreiber für OSA-Geräte (Ethernet und Gigabit Ethernet) und HiperSockets. In diesem Kapitel wird die Konfiguration im SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem beschrieben.
![]() | Schnittstellen CTC, ESCON und IUCV nicht mehr unterstützt |
|---|---|
Die Schnittstellen CTC, ESCON und IUCV werden offiziell nicht mehr unterstützt. Aus Kompatibilitätsgründen können sie weiterhin verwendet werden, in der nächsten Version von SUSE Linux Enterprise Server wird jedoch keinerlei Unterstützung für diese Oberflächen mehr vorhanden sein. | |
Wählen Sie Ihr Gerät in der Liste der Netzwerkgeräte aus. Geben Sie dann die Nummer für den Lesekanal des Netzwerkgeräts ein (z. B. 0.0.700), dann die Nummer des Schreibkanals (z. B. 0.0.701) und die Nummer des Datenkanals (z. B. 0.0.702).
Beispiel 4.11. Unterstützte Netzwerkverbindungstypen und Treiberparameter
Choose the network device. 1) IBM parallel CTC Adapter (0.0.0600) 2) IBM parallel CTC Adapter (0.0.0602) 3) IBM parallel CTC Adapter (0.0.0604) 4) IBM Hipersocket (0.0.0700) 5) IBM Hipersocket (0.0.0701) 6) IBM Hipersocket (0.0.0702) 7) IBM OSA Express Network card (0.0.050c) 8) IBM OSA Express Network card (0.0.050d) 9) IBM OSA Express Network card (0.0.050e) 10) IBM OSA Express Network card (0.0.f401) 11) IBM OSA Express Network card (0.0.f400) 12) IBM OSA Express Network card (0.0.f402) 13) IBM IUCV > 4 Device address for read channel [0.0.700] >[0.0.700] Device address for write channel > 0.0.701 Device address for data channel > 0.0.702
Wählen Sie als nächstes die manuelle Konfiguration, geben Sie IP-Adresse, Netzmaske, Broadcast-Adresse, IP-Adresse des Gateways und die Suchliste des DNS-Servers ein.
Beispiel 4.12. Name des Netzwerkgeräts
Automatic configuration via DHCP? 1) Yes 2) No > 2 Enter your IP address > 192.168.0.20 Enter your netmask. For a normal class C network, this is usually 255.255.255.0 [255.255.255.0] > 255.255.255.0 Enter the IP address of the gateway. Leave empty if you don't need one > 192.168.0.1 Enter your search domains, separated by a space: > example.com
Wählen Sie eine IBM OSA Express-Netzwerkkarte in der Liste der Netzwerkgeräte aus und anschließend 1 für Ethernet. Geben Sie bei entsprechender Aufforderung die Nummern für den Lese-, Schreib- und Datenkanal des Netzwerksgeräts, beispielsweise 0.0.0600, 0.0.0601 und 0.0.0602 sowie gegebenenfalls den Portnamen ein. Wählen Sie, ob die Unterstützung von OSI-Schicht 2 aktiviert werden soll.
Beispiel 4.13. Treiberparameter für das Netzwerkgerät
Detecting and loading network drivers netiucv.8db02b: driver initialized Choose the network device. 1) IBM OSA Express Network card (0.0.09a0) 2) IBM OSA Express Network card (0.0.09a1) 3) IBM OSA Express Network card (0.0.09a2) 4) IBM OSA Express Network card (0.0.0600) 5) IBM OSA Express Network card (0.0.0601) 6) IBM OSA Express Network card (0.0.0602) 7) IBM IUCV > 4 Please choose the physical medium. 1) Ethernet 2) Token Ring > 1 Enter the relative port number > 0 Device address for read channel [0.0.0600]> 0.0.0600 Device address for write channel > 0.0.0601 Device address for data channel > 0.0.0602 Portname to use > DT70 Enable OSI Layer 2 support? 1) Yes 2) No > 2
Lehnen Sie im nächsten Schritt die DHCP-Konfiguration ab und geben Sie die IP-Adresse und die Netzmaske ein. Geben Sie nun die IP-Adresse des Gateways (falls zutreffend), die Suchdomäne(n) und die IP-Adresse des DNS-Servers ein.
Beispiel 4.14. Netzwerkkonfiguration
Automatic configuration via DHCP? 1) Yes 2) No > 2 Enter your IPv4 address. Example: 192.168.5.77/24 > 192.168.0.20 Enter your netmask. For a normal class C network, this is usually 255.255.255.0 [255.255.255.0]> 255.255.255.0 Enter the IP address of the gateway. Leave empty if you don't need one > 192.168.0.2 Enter your search domains, separated by a space: > example.net Enter the IP address of your name server. Leave empty or enter "+++" if you don't need one > 192.168.0.1
Der Installationsvorgang kann durch Angabe der wesentlichen Parameter in der Datei parmfile teilweise automatisiert werden. Die parmfile enthält alle für die Netzwerkeinrichtung und die DASD-Konfiguration erforderlichen Daten. Darüber hinaus kann sie zum Einrichten der Verbindungsmethode für das SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem und die dort ausgeführte YaST-Instanz verwendet werden. Die Benutzerinteraktion wird so auf die eigentliche über YaST-Dialogfelder gesteuerte YaST-Installation begrenzt.
Folgende Parameter können an die Installationsroutine weitergegeben und so als Standardwerte für die Installation verwendet werden. Bei allen hier angegebenen IP-Adressen, Servernamen und numerischen Werten handelt es sich lediglich um Beispiele. Ersetzen Sie diese Werte mit denen, die Sie für Ihr Installationsszenario benötigen.
Die Anzahl der Zeilen in der Datei parmfile ist auf 10 begrenzt. Geben Sie mehrere Parameter pro Zeile ein. Bei Parameternamen muss die Groß- und Kleinschreibung nicht beachtet werden. Trennen Sie die Parameter durch Leerzeichen. Die Parameter können in beliebiger Reihenfolge angegeben werden. Achten Sie darauf, dass die Zeichenfolge PARAMETER=value immer zusammen in einer Zeile steht. Beispiele:
Hostname=s390zvm01.suse.de HostIP=10.11.134.65
![]() | Verwenden von IPv6 während der Installation |
|---|---|
Standardmäßig können Sie Ihrem Computer nur IPv4-Netzwerkadressen zuweisen. Geben Sie zur Aktivierung von IPv6 während der Installation einen der folgenden Parameter an der Bootaufforderung ein: | |
Einige der folgenden Parameter sind erforderlich. Wenn sie fehlen, wird der automatische Prozess angehalten und Sie werden zur manuellen Eingabe des Werts aufgefordert.
<URL> Manual=0
Der Parameter AutoYaST gibt den Speicherort der Steuerungsdatei autoinst.xml für die automatische Installation an. Mit dem Parameter Manual wird gesteuert, ob die anderen Parameter nur Standardwerte sind, die vom Benutzer noch akzeptiert werden müssen. Setzen Sie diesen Parameter auf 0, wenn alle Werte ohne Nachfrage übernommen werden sollen. Wenn Sie AutoYaST einstellen, bedeutet dies, dass Manual auf 0 gesetzt wird.
<URL>
Gibt einen Standort für eine Datei an, von der zusätzliche Optionen gelesen werden sollen. Dadurch werden die Beschränkungen auf 10 Zeilen (und 80 Zeichen pro Zeile unter z/VM) für diese Parameterdatei außer Kraft gesetzt. Weitere Dokumentationen zur Infodatei finden Sie unter Abschnitt 21.1.5, „Erstellen der info-Datei“. Da auf die Infodatei typischerweise nur über das Netzwerk auf System z zugegriffen werden kann, können Sie sie nicht verwenden, um Optionen anzugeben, die zum Einrichten des Netzwerks erforderlich sind, d. h. die unter Abschnitt 4.4.2, „Konfigurieren der Netzwerkschnittstelle“ beschriebenen Optionen. In der Parameterdatei müssen auch andere linuxrc-spezifischen Optionen wie die zur Fehlersuche angegeben werden, um wirksam zu werden.
![]() | Erstellen einer Datei mit Informationen für automatische Installation |
|---|---|
Ganz am Ende der Installation eines Systems können Sie markieren. Dadurch wird ein verwendbares Profil erstellt, wie | |
![]() | Konfigurieren der Netzwerkschnittstelle |
|---|---|
Die in diesem Abschnitt beschriebenen Einstellungen gelten nur für die während der Installation verwendete Netzwerkschnittstelle. Konfigurieren Sie zusätzliche Netzwerkschnittstellen im installierten System, indem Sie die Anleitungen in Abschnitt „Manuelle Netzwerkkonfiguration“ (Kapitel 18, Grundlegendes zu Netzwerken, ↑Verwaltungshandbuch) befolgen. | |
Geben Sie den vollständig qualifizierten Hostnamen ein.
Domänensuchpfad für DNS. Ermöglicht Ihnen, kurze anstelle von vollständig qualifizierten Hostnamen zu verwenden.
Geben Sie die IP-Adresse der zu konfigurierenden Schnittstelle ein.
Geben Sie den gewünschten Gateway an.
Geben Sie den beteiligten DNS-Server an.
Geben Sie den zu konfigurierenden Schnittstellentyp ein. Mögliche Werte sind osa, hsi. ctc, escon und iucv. (CTC, ESCON und IUCV werden offiziell nicht mehr unterstützt).
Geben Sie für die Schnittstellen vom Typ hsi und osa eine geeignete Netzmaske und eine optionale Broadcast-Adresse an:
Netmask=255.255.255.0 Broadcast=192.168.255.255
Geben Sie für Schnittstellen vom Typ ctc, escon und iucv (CTC, ESCON und IUCV werden offiziell nicht mehr unterstützt) die IP-Adresse des Peer ein:
Pointopoint=192.168.55.20
Geben Sie für osa-Netzwerkgeräte die Host-Schnittstelle (qdio oder lcs) und das physische Medium (eth für Ethernet oder tr für Token-Ring) an.
Für osa QDIO-Ethernet- und hsi-Geräte müssen Sie angeben, ob OSI Layer 2-Unterstützung aktiviert werden soll.
Geben Sie für Schicht 2-aktivierte osa QDIO-Ethernet-Geräte die manuelle MAC-Adresse an. Beachten Sie, dass sich dies von HWAddr unterscheidet, die die Standard-MAC-Adresse enthält, die von linuxrc erkannt wurde.
Geben Sie für osa-Netzwerkgeräte die Portnummer an (sofern das Gerät diese Funktion unterstützt). Der Standardwert ist 0.
Für die einzelnen Schnittstellen sind bestimmte Setup-Optionen erforderlich:
Schnittstellen ctc und escon (CTC und ESCON werden offiziell nicht mehr unterstützt):
ReadChannel=0.0.0424 WriteChannel=0.0.0425
Mit ReadChannel wird der zu verwendende READ-Kanal angegeben. WriteChannel gibt den WRITE-Kanal an.
Geben Sie für die Schnittstelle ctc (wird offiziell nicht mehr unterstützt) das Protokoll an, das für diese Schnittstelle verwendet werden soll:
CTCProtocol=<0/1/2>
Gültige Einträge:
|
|
Kompatibilitätsmodus, auch für Nicht-Linux-Peers mit Ausnahme von OS/390 und z/OS (dies ist der Standardmodus) |
|
|
Erweiterter Modus |
|
|
Kompatibilitätsmodus mit OS/390 und z/OS |
Netzwerkgerättyp osa mit Schnittstelle lcs:
ReadChannel=0.0.0124 Portname=1
ReadChannel steht für die in dieser Einrichtung verwendete Kanalnummer. Die zweite Portnummer kann hiervon abgeleitet werden, indem Sie ReadChannel den Wert 1 hinzufügen. Mit Portnumber wird der relative Port angegeben.
Schnittstelle iucv:
IUCVPeer=PARTNER
Geben Sie den Namen des Peer-Computers ein.
Netzwerkgerätetyp osa mit Schnittstelle qdio für OSA-Express Gigabit Ethernet und OSA-Express High-Speed-Token-Ring:
ReadChannel=0.0.0524 WriteChannel=0.0.0525 DataChannel=0.0.0526 Portname=FEF400
Geben Sie für ReadChannel die Nummer des READ-Kanals ein. Geben Sie für WriteChannel die Nummer des WRITE-Kanals ein. Mit DataChannel wird der DATA-Kanal angegeben. Geben Sie für Portname einen geeigneten Portnamen ein. Stellen Sie sicher, dass für den READ-Kanal eine gerade Gerätenummer festgelegt ist.
Schnittstelle hsi für HiperSockets und VM-Gast-LANs:
ReadChannel=0.0.0624 WriteChannel=0.0.0625 DataChannel=0.0.0626
Geben Sie für ReadChannel die entsprechende Nummer des READ-Kanals ein. Geben Sie für WriteChannel und DataChannel die Nummern des WRITE- bzw. des DATA-Kanals ein.
Geben Sie den Speicherort der zu verwendenden Installationsquelle an. Mögliche Protokolle sind nfs, smb (Samba/CIFS), ftp und http.
Wenn eine ftp- oder smb-URL angegeben wird, geben Sie mit der URL den Benutzernamen und das Passwort an. Diese Parameter sind optional und wenn sie nicht angegeben sind, wird von einer anonymen Anmeldung oder einer Gastanmeldung ausgegangen.
Install=ftp://user:password@server/directory/DVD1/
Bei einer Samba- oder CIFS-Installation können Sie zudem die Domäne angeben, die verwendet werden soll:
Install=smb://workdomain;user:password@server/directory/DVD1/
Je nachdem, welchen Parameter Sie angeben, wird ein Remote X-Server, SSH oder VNC für die Installation verwendet. Mit UseSSH wird die SSH-Installation aktiviert, mit UseVNC wird ein VNC-Server auf dem Installationscomputer gestartet und mit Display_IP versucht das Installationssystem, eine Verbindung zu einem X-Server an der angegebenen Adresse herzustellen. Es sollte jeweils nur einer dieser Parameter festgelegt werden.
![]() | X-Authentifizierungsmechanismus |
|---|---|
Die direkte Installation über das X Window System beruht auf einem einfachen auf Hostnamen basierenden Authentifizierungsmechanismus. Dieser Mechanismus ist in aktuellen SUSE Linux Enterprise Server-Versionen deaktiviert. Die Installation mit SSH oder VNC wird bevorzugt. | |
Um eine Verbindung zwischen dem YaST- und dem Remote-X-Server zu ermöglichen, führen Sie das Kommando xhost<IP-Adresse> mit der Adresse des Installationscomputers auf dem Remote-Computer aus.
Geben Sie für VNC ein aus 6 bis 8 Zeichen bestehendes Passwort für die Installation ein:
VNCPassword=<a password>
Geben Sie für SSH ein aus 6 bis 8 Zeichen bestehendes Passwort für die Installation ein:
SSHPassword=<a password>
Für eine automatische Installation mit AutoYaST in einer LPAR ist es vorzuziehen, dass die Parameterdatei nur eine lange Zeile enthält. Wenn zur besseren Lesbarkeit mehrere Zeilen gewünscht werden, verweenden Sie Leerzeichen am Beginn und Ende jeder Zeile. Die maximale Anzahl an Zeilen in einer Parmfile beträgt 10.
Für den Empfang etwaiger Fehlermeldungen an der Konsole verwenden Sie
linuxrclog=/dev/console
Beispiel 4.15. Parmfile zur Installation mit NFS, VNC und IUCV sowie AutoYaST mit HTTP
ramdisk_size=131072 root=/dev/ram1 ro init=/linuxrc TERM=dumb instnetdev=iucv iucvpeer=ROUTER01 pointopoint=192.168.0.1 hostip=192.168.0.2 nameserver=192.168.0.3 install=nfs://192.168.0.4/SLES/SLES-11-s390x/DVD1 autoyast=http://192.168.0.5/autoinst.xml linuxrclog=/dev/console usevnc=1 vncpassword=testin
Beispiel 4.16. Parmfile zur Installation mit NFS, SSH und HSI sowie AutoYaST mit NFS
ramdisk_size=131072 root=/dev/ram1 ro init=/linuxrc TERM=dumb AutoYast=nfs://192.168.1.1/autoinst/s390.xml Hostname=zseries.example.com HostIP=192.168.1.2 Gateway=192.168.1.3 Nameserver=192.168.1.4 InstNetDev=hsi layer2=0 Netmask=255.255.255.128 Broadcast=192.168.1.255 readchannel=0.0.702c writechannel=0.0.702d datachannel=0.0.702e install=nfs://192.168.1.5/SLES-11-s390x/DVD1/ UseSSH=1 SSHPassword=testing linuxrclog=/dev/console
Neuere MicroCode-Stufen ermöglichen neben dem standardmäßigen Zeilenmodusterminal die Verwendung eines integrierten vt220-Terminalemulators. Das vt220-Terminal ist mit /dev/ttyS1 verbunden. Das Zeilenmodusterminal ist mit /dev/ttyS0 verbunden. Wenn die vt220-Emulation verfügbar ist, wird neben dem Symbol für die 3215-Konsole auf HMC/SE ein Symbol für eine integrierte vt220-ASCII-Konsole eingeblendet.
Zum Aktivieren der vt220-Unterstützung auf Ihrem Computer bearbeiten Sie die Datei /etc/inittab als Benutzer root. Suchen Sie nach der folgenden Zeile und löschen Sie das führende #-Zeichen:
#2:2345:respawn:/sbin/mingetty --noclear /dev/ttyS1 xterm
Speichern Sie die Datei und führen Sie telinitq aus, um die Änderungen in /etc/inittab an init weiterzugeben. Anschließend ist das vt220-Terminal einsatzbereit. Ist dies nicht der Fall, drücken Sie am Terminal so lange die Eingabetaste, bis die Anmeldeaufforderung angezeigt wird.
Stellen Sie sicher, dass Sie die Änderungen nicht wie oben beschrieben auf ein System anwenden, das vt220-Terminalemulatoren nicht unterstützt. anderenfalls ist auf diesem System möglicherweise keine Anmeldung möglich und Ihnen wird folgende Meldung angezeigt:
INIT respawning too fast, disabled for 5 minutes.
Um die Kernel-Meldungen zum Boot-Zeitpunkt von der Systemkonsole an das vt220-Terminal umzuleiten, fügen Sie der Zeile parameters in der Datei /etc/zipl.conf folgende Einträge hinzu:
console=ttyS0 console=ttyS1
Die sich daraus ergebende parameters-Zeile sieht in etwa wie folgt aus:
parameters = "root=/dev/dasda2 TERM=dumb console=ttyS0 console=ttyS1"
Speichern Sie die Änderungen in /etc/zipl.conf, führen Sie zipl aus und starten Sie das System neu.
IBM hat einige hoch interessante Dokumente zu der von diesem Unternehmen entwickelten Plattform von System z veröffentlicht. Diese sind unter http://www.redbooks.ibm.com zu finden.
An folgender Stelle finden Sie zusätzliche ausführliche technische Dokumentation über den Kernel und Anwendungen auf IBM System z mit SUSE Linux Enterprise Server:
Für einen ersten Einblick in die technischen Details einiger Systeme ziehen Sie folgende englischsprachigen Dokumente zurate:
IBM System z10 Enterprise Class Technical Introduction (SG24-7515)
IBM System z9 Business Class Technical Introduction (SG24-7241)
IBM eServer zSeries 990 Technical Introduction (SG24-6863)
IBM eServer zSeries 900: Technical Guide (SG24-5975)
Linux on zSeries Fibre Channel Protocol Implementation Guide (SG24-6344)
Eine allgemein gehaltene Erläuterung zu Linux auf IBM-System z finden Sie in folgenden englischsprachigen Dokumenten:
Linux on IBM eServer zSeries and S/390: ISP and ASP Solutions (SG24-6299)
Obwohl diese Dokumente möglicherweise nicht den aktuellen Stand der Linux-Entwicklung widerspiegeln, bleiben die beschriebenen Grundprinzipien von Linux weiterhin gültig.
Ziehen Sie folgende englischsprachige Dokumente für fundierte technische Informationen zum Linux-Kernel sowie hinsichtlich anwendungsbezogener Themen zurate. Im Internet finden Sie die jeweils aktuelle Version dieser Dokumente, einschließlich aktuellem Code-Drop (http://www.ibm.com/developerworks/linux/linux390/index.html).
Linux auf System z-Gerätetreibern, Funktionen und Kommandos
zSeries ELF Application Binary Interface Supplement
Linux auf System z-Gerätetreibern unter Verwendung der Dump-Tools
IBM System z9-109 Technical Introduction (SG26-6669)
IBM System z10 Enterprise Class Technical Guide (SG24-7516)
Unter http://www.redbooks.ibm.com steht zudem ein englischsprachiges Redbook für die Linux-Anwendungsentwicklung zur Verfügung:
Linux on IBM eServer zSeries and S/390: Application Development (SG24-6807)
Komplexere IBM-System z-Szenarien finden Sie in folgenden englischsprachigen Redbooks, Redpapers und unter folgenden Links:
Linux on IBM eServer zSeries and S/390: Large Scale Deployment (SG24-6824)
Linux on IBM eServer zSeries and S/390: Performance Measuring and Tuning (SG24-6926)
Linux with zSeries and ESS: Essentials (SG24-7025)
IBM TotalStorage Enterprise Storage Server Implementing ESS Copy Services with IBM eServer zSeries (SG24-5680)
Linux on IBM zSeries and S/390: High Availability for z/VM and Linux (REDP-0220)
Saved Segments Planning and Administration
Linux on System z documentation for "Development stream"
http://www.ibm.com/developerworks/linux/linux390/development_documentation.html