In diesem Abschnitt werden viele Aspekte zusammengefasst, die Sie vor der Installation von SUSE Linux Enterprise Server auf der x86-, AMD64-, Intel 64- und Itanium-Hardware berücksichtigen müssen.
SUSE Linux Enterprise Server wird in der Regel als eigenständiges Betriebssystem installiert. Seit der Einführung von Xen ist es auch möglich, mehrere Instanzen von SUSE Linux Enterprise Server auf derselben Hardware auszuführen. Die steuernde Domäne-0-Installation für Xen erfolgt jedoch wie eine typische Installation mit einigen zusätzlichen Paketen. Die Installation von Xen-Gästen wird in Kapitel Setting Up Virtual Machines (↑Virtualisierung mit Xen) beschrieben.
Je nachdem, welche Hardware Sie verwenden, sind folgende Boot-Methoden für den ersten Boot-Vorgang vor der Installation von SUSE Linux Enterprise Server verfügbar:
Tabelle 2.2. Boot-Optionen
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Boot-Option |
Verwenden Sie |
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CD- oder DVD-Laufwerk |
Die einfachste Boot-Methode. Hierfür benötigt das System ein lokal verfügbares CD-ROM- oder DVD-ROM-Laufwerk. |
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Diskette oder USB-Datenträger |
Suchen Sie die für die Erstellung von Boot-Disketten erforderlichen Images auf der ersten CD oder DVD im Verzeichnis |
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PXE oder bootp |
Muss vom BIOS oder von der Firmware des verwendeten Systems unterstützt werden. Für diese Option ist ein Boot-Server im Netzwerk erforderlich. Diese Aufgabe kann von einem separaten SUSE Linux Enterprise Server ausgeführt werden;. |
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Festplatte |
Die SUSE Linux Enterprise Server- lässt sich auch von der Festplatte booten. Kopieren Sie hierfür den Kernel ( |
Bei der Installation von SUSE Linux Enterprise Server müssen die tatsächlichen Installationsdaten im Netzwerk, auf einer Festplattenpartition oder auf einer lokalen DVD verfügbar sein. Um die Installation über das Netzwerk ausführen zu können, benötigen Sie einen Installationsserver. Richten Sie einen Computer in einer Unix- oder Linux-Umgebung als NFS-, HTTP-, SMB- oder FTP-Server ein, um die Installationsdaten zur Verfügung zu stellen. Um die Installationsdaten über einen Windows-Computer bereitzustellen, geben Sie die Daten mit SMB frei.
Die Installationsquelle kann besonders leicht ausgewählt werden, wenn Sie einen SLP-Server im lokalen Netzwerk konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie unter Abschnitt 14.2, „Einrichten des Servers, auf dem sich die Installationsquellen befinden“.
Die meisten Installationen erfolgen auf der lokalen Festplatte. Daher müssen die Festplatten-Controller für das Installationssystem nicht zur Verfügung stehen. Wenn ein bestimmter Controller, beispielsweise der RAID-Controller ein zusätzliches Kernel-Modul benötigt, stellen Sie für das Installationssystem eine Aktualisierungsdiskette für das Kernel-Modul bereit.
Sonstige Installationsziele können verschiedene Arten von Block-Geräten sein, die ausreichenden Speicherplatz und eine entsprechende Geschwindigkeit zum Ausführen eines Betriebssystems bieten. Dies beinhaltet auch Netzwerk-Block-Geräte, wie iSCSI oder SAN. Die Installation kann auch auf Netzwerk-Dateisystemen mit den standardmäßigen Unix-Berechtigungen ausgeführt werden. Beim Starten dieser Systeme können jedoch Probleme auftreten, da sie von initramfs unterstützt werden müssen, damit das eigentliche System gestartet werden kann. Solche Installationen sind sinnvoll, wenn dasselbe System an unterschiedlichen Standorten gestartet werden muss oder wenn Sie Xen-Funktionen, wie die Domänenmigration, nutzen möchten.
SUSE Linux Enterprise Server bietet verschiedene Methoden zur Steuerung der Installation:
Installation über die Konsole
Installation über die serielle Konsole
Installation mit AutoYaST
Installation mit KIWI-Images
Installation über SSH
Installation mit VNC
Standardmäßig wird die grafische Konsole verwendet. Wenn die Installation auf mehreren Computern mit ähnlichen Voraussetzungen installiert werden soll, ist es ratsam, eine AutoYaST-Konfigurationsdatei oder ein KIWI-Preload-Image zu erstellen und diese(s) für den Installationsprozess bereitzustellen. Siehe auch die Dokumentation zu autoyast2 in Kapitel 21, Automatisierte Installation und KIWI in Kapitel 17, KIWI.