Beim Installieren des Systems können sich die Medien für das Booten und die Systeminstallation unterscheiden. Alle Kombinationen unterstützter Medien für Booten und Installieren können verwendet werden.
Das Booten eines Computers hängt von den Möglichkeiten der verwendeten Hardware und der Verfügbarkeit von Medien für die entsprechende Boot-Option ab.
Dies ist die häufigste Möglichkeit zum Booten eines Systems. Sie ist für die meisten Computerbenutzer einfach, erfordert aber eine Menge von Interaktion für jeden Installationsvorgang.
Abhängig von der verwendeten Hardware ist es möglich, von einer USB-Festplatte oder einer Diskette zu booten. Die jeweiligen Medien müssen mit dem Dienstprogramm mkbootdisk erstellt werden, das sich samt seiner Dokumentation auf der ersten CD bzw. DVD im Verzeichnis /boot/<architecture> befindet.
Sie können einen Computer nur direkt vom Netzwerk aus starten, wenn dies in der Firmware oder im BIOS des Computers unterstützt wird. Diese Bootmethode erfordert einen Boot-Server, der die erforderlichen Boot-Images über das Netzwerk bereitstellt. Das exakte Protokoll hängt von Ihrer Hardware ab. In der Regel benötigen Sie mehrere Dienste, wie tftp und dhcp oder pxeboot. Wenn Sie einen Boot-Server benötigen, lesen Sie auch Abschnitt 14.1.3, „Installation auf entfernten Systemen über VNC – PXE-Boot und Wake-on-LAN“.
Die Installationsmedien enthalten alle erforderlichen Pakete und Metadaten für die Installation von SUSE Linux Enterprise Server. Diese müssen dem Installationssystem nach dem Booten für die Installation zur Verfügung stehen. Mit SUSE Linux Enterprise Server gibt es mehrere Möglichkeiten, dem System die Installationsmedien zur Verfügung zu stellen.
Alle erforderlichen Daten werden auf den Bootmedien geliefert. Abhängig von der gewählten Installation können eine Netzwerkverbindung oder Add-On-Medien erforderlich sein.
Wenn Sie die Installation von mehreren Systemen planen, vereinfacht die Bereitstellung der Installationsmedien über das Netzwerk vieles. Die Installation von vielen gängigen Protokollen ist möglich, z. B. NFS, HTTP, FTP oder SMB. Weitere Informationen über das Ausführen einer solchen Installation finden Sie unter Kapitel 14, Installation mit entferntem Zugriff.