Behandlung von Start- und Installationsproblemen

Vor der Zustellung wird SUSE® Linux Enterprise Server einem umfassenden Programmtest unterzogen. Dennoch treten gelegentlich Probleme beim Start oder bei der Installation auf.

Probleme beim Starten

Startprobleme können das YaST-Installationsprogramm daran hindern, Ihr System zu starten. Ein weiteres Symptom ist, dass Ihr System nicht startet, nachdem die Installation abgeschlossen wurde.

Das installierte System startet, aber nicht die Medien.

Ändern Sie die Firmware oder das BIOS Ihres Computers, sodass die richtige Startsequenz eingestellt ist. Ziehen Sie hierzu die Dokumentation zu Ihrer Hardware zurate.

Der Computer bleibt hängen.

Ändern Sie die Konsole auf Ihrem Computer, sodass die Kernel-Ausgabe sichtbar wird. Überprüfen Sie die letzten Ausgaben. Dies erfolgt gewöhnlich durch Drücken der Tasten Strg+Alt+F10. Wenn Sie das Problem nicht lösen können, wenden Sie sich an den technischen Support von SUSE Linux Enterprise Server. Um alle Systemmeldungen zum Startzeitpunkt zu protokollieren, verwenden Sie eine serielle Verbindung, wie in Abschnitt 2.6, „Steuern der Installation“ beschrieben.

Der Itanium-Bootloader

Falls Sie den Kernel oder initrd auf Ihrem System manuell geändert haben, führen Sie den Befehl /sbin/elilo aus, bevor Sie den Computer herunterfahren. Wenn Sie diesen Schritt auslassen, kann das System möglicherweise nicht gestartet werden.

Boot-Diskette

Die Bootdiskette ist eine nützliche Übergangslösung, falls Probleme bei der Konfiguration der anderen Möglichkeiten auftreten oder Sie die Entscheidung bezüglich des endgültigen Startmechanismus noch aufschieben möchten. Eine Bootdiskette kann auch in Verbindung mit OS/2 oder Windows NT eine sinnvolle Lösung darstellen. Weitere Informationen über das Erstellen von Bootdisketten finden Sie unter Abschnitt „Erstellen von Boot-CDs“ (Kapitel 9, Der Bootloader GRUB, ↑Verwaltungshandbuch).

Viruswarnung nach der Installation

In einigen BIOS-Varianten wird die Struktur des Bootsektors (MBR) überprüft und nach der Installation von GRUB oder LILO fälschlicherweise eine Virenwarnung angezeigt. Dieses Problem lässt sich lösen, indem Sie das BIOS aufrufen, nach den entsprechenden Einstellungen suchen und diese bearbeiten. Deaktivieren Sie beispielsweise virus protection. Sie können diese Option später wieder aktivieren. Wenn als einziges Betriebssystem Linux verwendet wird, ist dies jedoch nicht erforderlich.

Probleme bei der Installation

Wenn während der Installation ein unerwartetes Problem auftritt, sind Informationen zum Ermitteln der Ursache erforderlich. Befolgen Sie folgende Anleitungen, um nützliche Informationen zu finden:

  • Überprüfen Sie die Ausgaben der verschiedenen Konsolen. Sie können die Konsole mit der Tastenkombination Strg+Alt+Fn wechseln. Rufen Sie beispielsweise eine Shell zum Ausführen verschiedener Kommandos auf, indem Sie Strg+Alt+F2 drücken.

  • Versuchen Sie, die Installation im abgesicherten Modus zu starten. Wenn die Installation in diesem Fall problemlos funktioniert, besteht eine Inkompatibilität, die zu einem Fehler in ACPI oder APIC führt. In einigen Fällen kann eine BIOS- oder Firmware-Aktualisierung dieses Problem beheben.

  • Überprüfen Sie die Systemmeldungen in der Konsole des Installationssystems durch Eingabe des Befehls dmesg.

Ändern der Boot-Quelle zur Boot-DVD

Um den Installationsprozess zu erleichtern und Installationsfehler zu vermeiden, wird das System gemäß der Standardeinstellung der SUSE Linux Enterprise Server-Installations-DVD von der ersten Festplatte gestartet. Zu diesem Zeitpunkt übernimmt in der Regel ein installierter Bootloader die Steuerung des Systems. Das bedeutet, dass die Start-DVD während einer Installation im Laufwerk bleiben kann. Wählen Sie zum Start der Installation eine der Installationsmöglichkeiten im Bootmenü des Mediums aus.