Installieren Sie Ihr SUSE® Linux Enterprise Desktop-System mithilfe von·YaST, dem zentralen Werkzeug zur Installation und Konfiguration Ihres Systems. YaST führt Sie durch den Installationsvorgang Ihres Systems. Wenn Sie SUSE Linux Enterprise Desktop zum ersten Mal verwenden, werden Sie vermutlich weitgehend die YaST-Standardvorschläge befolgen. Sie können die hier beschriebenen Einstellungen jedoch auch anpassen, um eine Feinabstimmung Ihres Systems gemäß Ihren Wünschen und Bedürfnissen vorzunehmen. Hilfe für die einzelnen Installationsschritte erhalten Sie durch Klicken auf .
Während der Installation analysiert YaST sowohl die aktuellen Systemeinstellungen als auch die Hardwarekomponenten. Auf der Grundlage dieser Analyse wird Ihr System mit einer Basiskonfiguration mit Netzwerkfunktionen eingerichtet (sofern das System über DHCP konfiguriert werden konnte). Zur weiteren Abstimmung des Systems nach erfolgter Installation starten Sie YaST auf dem installierten System.
rootErmitteln Sie nach Auswahl des Installationsmediums diejenige geeignete Installationsmethode und Bootoption, die Ihren Anforderungen am besten entspricht:
Wählen Sie diese Option, wenn Sie eine eigenständige Installation durchführen und sich nicht auf ein Netzwerk verlassen möchten, das Ihnen die Installationsdaten oder die Infrastruktur zum Booten zur Verfügung stellt. Die Installation wird genau wie unter Abschnitt 2.3, „Installationsschritte“ beschrieben durchgeführt.
Um von einer LiveCD zu installieren, booten Sie das Live-System von der CD aus. Starten Sie im ausgeführten System die Installationsroutine, indem Sie auf das Symbol auf dem Desktop klicken. Die Installation wird in einem Fenster auf dem Desktop ausgeführt. Es ist nicht möglich, ein vorhandenes System mit einer LiveCD zu aktualisieren. Sie können nur eine Neuinstallation durchführen.
Wählen Sie diese Option, wenn in Ihrem Netzwerk ein Installationsserver verfügbar ist, bzw. wenn Sie einen externen Server als Quelle für Ihre Installationsdaten verwenden möchten. Diese Einrichtung kann zum Booten von physischen Medien (Flash-Laufwerk, CD/DVD oder Festplatte) konfiguriert werden oder zum Booten im Netzwerk mithilfe von PXE/BOOTP. Weitere Informationen finden Sie unter Abschnitt 2.2, „Systemstart für die Installation“.
Das Installationsprogramm konfiguriert die Netzwerkverbindung mit DHCP und ruft den Speicherort der Netzwerk-Installationsquelle vom OpenSLP-Server ab. Falls DHCP nicht verfügbar ist, wählen Sie › › , und geben Sie die Netzwerkdaten ein. Auf einem EFI-System bearbeiten Sie die Netzwerk-Bootparameter gemäß den Anweisungen in Abschnitt 2.2.1.2, „Der Boot-Bildschirm auf Computern mit UEFI“.
Installation von einem SLP-Server.
Wenn Ihre Netzwerk-Einrichtung OpenSLP unterstützt und Ihre Netzwerk-Installationsquelle so konfiguriert wurde, dass sie sich selbst über SLP ankündigt (beschrieben in Kapitel 3, Einrichten des Servers, auf dem sich die Installationsquellen befinden)), booten Sie das System, drücken Sie im Bootbildschirm die Taste F4 und wählen Sie im Menü aus. Auf einem EFI-System stellen Sie den Parameter install auf install=slp:/ ein (siehe Abschnitt 2.2.1.2, „Der Boot-Bildschirm auf Computern mit UEFI“).
Installieren von einer Netzwerkquelle ohne SLP.
Wenn Ihre Netzwerk-Einrichtung OpenSLP zum Abrufen von Netzwerk-Installationsquellen nicht unterstützt, booten Sie das System, drücken Sie im Boot-Fenster F4, wählen Sie das gewünschte Netzwerk-Protokoll (NFS, HTTP, FTP oder SMB/CIFS) aus, und geben Sie die Serveradresse und den Pfad der Installationsmedien an. Auf einem EFI-System bearbeiten Sie den Bootparameter install= gemäß den Anweisungen in Abschnitt 2.2.1.2, „Der Boot-Bildschirm auf Computern mit UEFI“.
Wählen Sie diese Option, wenn Sie SUSE Linux Enterprise Desktop zusätzlich zu SUSE Linux Enterprise Server installieren möchten. Installieren Sie SUSE Linux Enterprise Server, registrieren Sie sich im SUSE Customer Center und wählen Sie die SUSE Linux Enterprise Arbeitsstation-Erweiterung im Bildschirm .
Das Verfahren zum Starten des Systems ist abhängig von der jeweiligen Architektur; ein PC (AMD64/Intel 64) wird beispielsweise anders gestartet als ein Mainframe. Wenn Sie SUSE Linux Enterprise Desktop als VM-Gast (VM Guest) auf einem KVM- oder Xen-Hypervisor installieren, befolgen Sie die Anweisungen für die AMD64-/Intel 64-Architektur.
SUSE Linux Enterprise Desktop unterstützt mehrere Bootoptionen, aus denen Sie je nach verfügbarer Hardware und dem bevorzugten Installationsszenario wählen können. Booten von den SUSE Linux Enterprise Desktop-Medien ist die einfachste Option. Spezielle Anforderungen erfordern möglicherweise jedoch auch eine spezielle Einrichtung:
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Bootoption |
Beschreibung |
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DVD |
Dies ist die einfachste Bootoption. Diese Option kann benutzt werden, wenn das System über ein lokales DVD-ROM-Laufwerk verfügt, das von Linux unterstützt wird. |
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Flash-Laufwerke (USB-Massenspeichergerät) |
Wenn Ihr Rechner nicht mit einem optischen Laufwerk ausgestattet ist, können Sie das Installations-Image auch von einem Flash-Laufwerk booten. Zum Erstellen eines bootfähigen Flash-Laufwerks kopieren Sie das ISO-Image von der DVD oder der Mini-CD mit dem Kommando dd if=PATH_TO_ISO_IMAGE of=USB_STORAGE_DEVICE bs=4M Wichtig: KompatibilitätBeachten Sie, dass das Booten von einem USB-Massenspeichergerät auf UEFI-Rechnern und in der POWER-Architektur nicht unterstützt wird. |
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PXE oder BOOTP |
Booten über das Netzwerk muss vom BIOS oder der Firmware des Systems unterstützt werden und ein Boot-Server muss im Netzwerk verfügbar sein. Diese Aufgabe kann auch von einem anderen SUSE Linux Enterprise Desktop-System übernommen werden. Weitere Informationen finden Sie in Kapitel 5, Installationen auf Remote-Systemen. |
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Festplatte |
Die SUSE Linux Enterprise Desktop-Installation kann auch von der Festplatte gestartet werden. Kopieren Sie hierzu den Kernel ( |
DVD1 kann als Bootmedium für Computer mit UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) verwendet werden. Spezifische Informationen finden Sie in der Dokumentation des Herstellers. Falls der Bootvorgang fehlschlägt, versuchen Sie CSM (Compatibility Support Module) in Ihrer Firmware zu aktivieren.
Medien für Add-on-Produkte (Erweiterungen oder Produkte von Drittanbietern) sind nicht als eigenständige Installationsmedien verwendbar. Diese Medien können wahlweise als zusätzliche Installationsquellen in den Installationsvorgang eingebunden (siehe Abschnitt 2.7, „Auswahl der Erweiterungen“) oder auf dem laufenden System mit dem YaST-Modul für Add-on-Produkte installiert werden (siehe Kapitel 9, Installieren von Modulen, Erweiterungen und Add-on-Produkten von Drittanbietern).
Im Bootbildschirm werden mehrere Optionen für den Installationsvorgang angezeigt. bootet das installierte System. Die Option ist standardmäßig aktiviert, weil die CD häufig im Laufwerk verbleibt. Wählen sie eine der anderen Optionen mit den Pfeiltasten aus und drücken Sie Eingabetaste, um das System zu booten. Folgende Optionen sind relevant:
Der normale Installationsmodus. Alle modernen Hardwarefunktionen sind aktiviert. Sollte die Installation fehlschlagen, finden Sie unter F5 die Bootoptionen, die mögliche problematische Funktionen deaktivieren.
Führt ein Upgrade des Systems aus. Weitere Informationen finden Sie unter Kapitel 14, Aufrüsten von SUSE Linux Enterprise.
Startet ein minimales Linux-System ohne grafische Bedienoberfläche. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 32.6.2, „Verwenden des Rettungssystems“. Diese Option ist nicht auf LiveCDs verfügbar.
Diese Option is nur verfügbar, wenn Sie von einem Medium aus installieren, das von heruntergeladenen ISOs erstellt wurde. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Integrität des Installationsmediums zu überprüfen. Diese Option startet das Installationssystem, bevor die Medien automatisch überprüft werden. Nach erfolgreicher Überprüfung wird die herkömmliche Installationsroutine gestartet. Wenn dabei ein fehlerhaftes Medium gefunden wird, so wird die Installationsroutine abgebrochen.
Wenn bei der Medienprüfung Fehler auftreten, bedeutet dies, dass das Medium beschädigt ist. Setzen Sie den Installationsvorgang nicht fort, da die Installation sonst fehlschlagen könnte und die Gefahr eines Datenverlusts besteht. Ersetzen Sie das defekte Medium und starten Sie den Installationsvorgang neu.
Testet Ihren System-RAM durch wiederholte Lese- und Schreibzyklen. Der Test kann durch erneutes Booten abgebrochen werden. Weitere Informationen finden Sie unter Abschnitt 32.2.4, „Computer kann nicht gebootet werden“. Diese Option ist nicht auf den LiveCDs verfügbar.
Mit den Funktionstasten, die in der Leiste am unteren Rand des Bildschirms angezeigt werden, können Sie die Sprache, die Bildschirmauflösung oder die Installationsquelle ändern oder zusätzliche Treiber von Ihrem Hardware-Anbieter hinzufügen:
Rufen Sie die kontextabhängige Hilfe für das aktive Element des Boot-Bildschirms auf. Verwenden Sie die Pfeiltasten zum Navigieren, Eingabetaste zur Verfolgung eines Links und Esc zum Verlassen des Hilfe-Bildschirms.
Wählen sie die Anzeigesprache und ein entsprechendes Tastatur-Layout für die Installation aus. Die Standardsprache ist Englisch (US).
Wählen Sie verschiedene Modi für die grafische Darstellung während der Installation aus. Bei wird die Bildauflösung automatisch anhand von KMS (Kernel Mode Settings) ermittelt. Falls diese Einstellung auf dem System nicht funktioniert, wählen Sie (Kein KMS). Geben Sie (optional) das Kommando vga=ask in der Boot-Kommandozeile ein, damit Sie aufgefordert werden, die Bildauflösung festzulegen. Wählen Sie , wenn die grafische Installation Probleme verursacht.
In der Regel wird die Installation vom eingelegten Installationsdatenträger ausgeführt. Wählen Sie hier andere Quellen, wie etwa FTP- oder NFS-Server. Wenn die Installation in einem Netzwerk mit einem SLP-Server bereitgestellt wird, wählen Sie mit dieser Option eine auf dem Server verfügbare Installationsquelle. Weitere Informationen zum Einrichten eines Installationsservers mit SLP finden Sie in Kapitel 3, Einrichten des Servers, auf dem sich die Installationsquellen befinden.
Falls bei der regulären Installation Probleme aufgetreten sind, bietet Ihnen dieses Menü Möglichkeiten zur Deaktivierung einiger potenziell problematischer Funktionen an. Wenn Ihre Hardware ACPI (Advanced Configuration and Power Interface) nicht unterstützt, wählen Sie aus, um die Installation ohne Unterstützung durch ACPI durchzuführen. Die Option deaktiviert die Unterstützung für APIC (Advanced Programmable Interrupt Controllers), was Probleme bei mancher Hardware verursachen könnte. Die Option bootet das System mit deaktiviertem DMA-Modus (für CD/DVD-ROM-Laufwerke); Energieverwaltungsfunktionen werden ebenfalls deaktiviert.
Falls Sie nicht sicher sind, verwenden Sie zunächst probehalber die folgenden Optionen: oder . Experten können auch die Kommandozeile verwenden, um Kernel-Parameter einzugeben oder zu ändern.
Drücken Sie diese Taste, um das System darüber zu benachrichtigen, dass Sie eine optionale Treiberaktualisierung für SUSE Linux Enterprise Desktop verwenden. Mithilfe von oder laden Sie die Treiber direkt vor dem Start der Installation. Wenn Sie auswählen, werden Sie aufgefordert, den Datenträger für die Aktualisierung am entsprechenden Punkt im Installationsprozess einzufügen.
Treiberaktualisierungen für SUSE Linux Enterprise finden Sie unter http://drivers.suse.com/. Diese Treiber wurden über das SUSE SolidDriver-Programm erstellt.
Der neue Branchenstandard UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) ersetzt und erweitert das herkömmliche BIOS. Die jüngsten UEFI-Implementationen enthalten die „Secure Boot“-Erweiterung, mit der ausschließlich signierte Bootloader ausgeführt werden. So wird das Booten von böswilligem Code verhindert. Weitere Informationen finden Sie in Kapitel 13, UEFI (Unified Extensible Firmware Interface).
Der Boot-Manager GRUB 2 zum Booten von Rechnern mit herkömmlichem BIOS bietet keine Unterstützung für UEFI, weshalb GRUB 2 durch GRUB 2 für EFI ersetzt wird. Wenn Secure Boot aktiviert ist, wählt YaST bei der Installation automatisch GRUB 2 für EFI aus. Aus Sicht der Administratoren und Benutzer verhalten sich die beiden Boot-Manager-Implementierungen identisch; im Folgenden werden beide daher als GRUB 2 bezeichnet.
Die Installationsroutine von SUSE Linux Enterprise erkennt automatisch, ob der Computer mit UEFI ausgestattet ist. Auch alle Installationsquellen unterstützen Secure Boot. Ist auf einem Dual-Boot-Computer bereits eine EFI-Systempartition vorhanden (beispielsweise aus einer Microsoft Windows 8-Installation), wird sie automatisch erkannt und verwendet. Die Partitionstabellen werden als GPT auf UEFI-Systemen geschrieben.
Das Hinzufügen von Nicht-Inbox-Treibern (also Treiber, die nicht in SLE inbegriffen sind) wird bei der Installation mit aktiviertem Secure Boot nicht unterstützt. Der Signierschlüssel für SolidDriver/PLDP gilt standardmäßig nicht als vertrauenswürdig.
Zur Behebung dieses Problems müssen Sie entweder die erforderlichen Schlüssel vor der Installation mithilfe von Firmware-/Systemverwaltungswerkzeugen in die Firmware-Datenbank einfügen oder ein bootfähiges ISO-Image verwenden, mit dem die erforderlichen Schlüssel beim ersten Starten in die MOK-Liste eingetragen werden. Weitere Informationen finden Sie unter Abschnitt 13.1, „Secure Boot“.
Im Bootbildschirm werden mehrere Optionen für den Installationsvorgang angezeigt. Ändern Sie die ausgewählte Optionen mit den Pfeiltasten und drücken Sie Eingabetaste, um das System zu booten. Folgende Optionen sind relevant:
Der normale Installationsmodus.
Führt ein Upgrade des Systems aus. Weitere Informationen finden Sie unter Kapitel 14, Aufrüsten von SUSE Linux Enterprise.
Startet ein minimales Linux-System ohne grafische Bedienoberfläche. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 32.6.2, „Verwenden des Rettungssystems“. Diese Option ist nicht auf LiveCDs verfügbar.
Diese Option is nur verfügbar, wenn Sie von einem Medium aus installieren, das von heruntergeladenen ISOs erstellt wurde. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Integrität des Installationsmediums zu überprüfen. Diese Option startet das Installationssystem, bevor die Medien automatisch überprüft werden. Nach erfolgreicher Überprüfung wird die herkömmliche Installationsroutine gestartet. Wenn dabei ein fehlerhaftes Medium gefunden wird, so wird die Installationsroutine abgebrochen.
GRUB 2 für EFI auf SUSE Linux Enterprise Desktop unterstützt keinen Bootprompt und keine Funktionstasten zum Hinzufügen von Bootparametern. Standardmäßig wird die Installation in englischer Sprache (amerikanisches Englisch) und den Bootmedien als Installationsquelle gestartet. Zum Konfigurieren des Netzwerks wird eine DHCP-Suche ausgeführt. Sollen diese Standardeinstellungen geändert oder weitere Bootparameter hinzugefügt werden, müssen Sie den entsprechenden Booteintrag bearbeiten. Markieren Sie den Eintrag mit den Pfeiltasten und drücken Sie E. In der Bildschirmhilfe finden Sie Tipps zur Bearbeitung (beachten Sie bitte, dass die englische Tastaturbelegung gilt). Der Eintrag ist in etwa wie folgt aufgebaut:
setparams 'Installation'
set gfxpayload=keep
echo 'Loading kernel ...'
linuxefi /boot/x86_64/loader/linux splash=slilent
echo 'Loading initial ramdisk ...'
initrdefi /boot/x86_64/loader/initrd
Fügen Sie die Parameter (jeweils durch Leerzeichen getrennt) am Ende der Zeile ein, die mit linuxefi beginnt. Zum Booten des bearbeiteten Eintrags drücken Sie F10. Wenn Sie den Computer über die serielle Konsole bedienen, drücken Sie Esc–0. Unter http://en.opensuse.org/Linuxrc finden Sie eine vollständige Liste der Parameter. Die wichtigsten Einträge sind:
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CD/DVD (Standard) |
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Festplatte |
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SLP |
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FTP |
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HTTP |
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NFS |
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SMB/CIFS |
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DHCP (Standard) |
netsetup=dhcp |
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Eingabeaufforderung für Parameter |
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IP-Adresse des Host |
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Netzmaske |
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Gateway |
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Nameserver |
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Domänensuchpfad |
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Treiberaktualisierungen: Eingabeaufforderung |
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Treiberaktualisierungen: URL |
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Installationssprache |
Für Sprache werden unter anderem die folgenden Werte unterstützt: |
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Kernel: Kein ACPI |
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Kernel: Keine lokalen APIC |
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Video: KMS deaktivieren |
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Video: Installationsprogramm im Textmodus starten |
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Falls der Zugriff auf einen lokalen SMT- oder supportconfig-Server für die Installation konfiguriert werden soll, können Sie Bootparameter festlegen. Diese Bootparameter werden dann von der Installationsroutine analysiert, und die entsprechenden Services werden eingerichtet. Dies gilt auch für die IPv6-Unterstützung während der Installation.
Standardmäßig werden Aktualisierungen für SUSE Linux Enterprise Desktop durch das SUSE Customer Center bereitgestellt. Wenn das Netzwerk einen so genannten SMT-Server als lokale Aktualisierungsquelle bereitstellt, müssen Sie dem Client die Server-URL mitteilen. Client und Server kommunizieren ausschließlich über das HTTPS-Protokoll. Daher müssen Sie auch einen Pfad zum Serverzertifikat eingeben, wenn das Zertifikat nicht von einer Zertifizierungsstelle stammt.
Die Angabe von Parametern für den Zugriff auf einen SMT-Server ist nur für nicht interaktive Installationen erforderlich. Während einer interaktiven Installation können die Daten während der Installation angegeben werden (weitere Details finden Sie unterAbschnitt 2.6, „Registrierung beim SUSE Customer Center“).
URL des SMT-Servers. Für diese URL gilt das feste Format https://FQN/center/regsvc/. FQN muss der vollständig qualifizierte Hostname des SMT-Servers sein. Beispiel:
regurl=https://smt.example.com/center/regsvc/
Standort des SMT-Serverzertifikats. Geben Sie eine der folgenden Optionen an:
Remotestandort (HTTP, HTTPS oder FTP), von dem das Zertifikat heruntergeladen werden kann. Beispiel:
regcert=http://smt.example.com/smt-ca.crt
Absoluter Pfad zum Zertifikat auf dem lokalen Rechner. Beispiel:
regcert=/data/inst/smt/smt-ca.cert
Verwenden Sie ask während der Installation zum Öffnen eines Popup-Menüs, in dem Sie den Pfad zum Zertifikat angeben können. Verwenden Sie diese Option nicht bei AutoYaST. Beispiel
regcert=ask
Verwenden Sie fertig, wenn das Zertifikat durch ein Add-on-Produkt installiert wird, oder wenn Sie ein Zertifikat verwenden, das durch eine offizielle Zertifizierungsstelle ausgestellt wurde. Beispiel:
regcert=done
Achten Sie darauf, dass Sie richtige Werte eingeben. Wenn regurl nicht richtig angegeben wurde, schlägt die Registrierung der Aktualisierungsquelle fehl. Wenn ein falscher Wert für regcert eingegeben wurde, werden Sie zum Eingeben eines lokalen Pfads zum Zertifikat aufgefordert.
Wenn regcert nicht festgelegt ist, wird http://FQN/smt.crt verwendet, wobei FQN der Name des SMT-Servers ist.
supportconfig #Die von supportconfig (weitere Informationen unter Kapitel 31, Erfassen der Systeminformationen für den Support) gesammelten Daten werden standardmäßig an das SUSE Customer Center gesendet. Es ist auch möglich, einen lokalen Server zum Erfassen dieser Daten einzurichten. Wenn ein solcher Server in Ihrem Netzwerk verfügbar ist, müssen Sie die URL des Servers am Client festlegen. Diese Daten müssen beim Bootprompt eingegeben werden.
supporturl.
URL des Servers. Die URL hat das Format http://FQN/Pfad/. FQN muss der vollständig qualifizierte Hostname des Servers sein, Pfad muss durch den Speicherort auf dem Server ersetzt werden. Beispiel:
supporturl=http://support.example.com/supportconfig/data/
Standardmäßig können Sie Ihrem Computer nur IPv4-Netzwerkadressen zuweisen. Zum Aktivieren von IPv6 während der Installation geben Sie einen der folgenden Parameter am Bootprompt ein:
ipv6=1
ipv6only=1
In Netzwerken, in denen der Zugriff auf Remote-Websites über einen Proxyserver erzwungen wird, ist die Registrierung während der Installation nur dann möglich, wenn Sie einen Proxyserver konfigurieren.
Zur Verwendung eines Proxys während der Installation drücken Sie F4 im Bootbildschirm und legen Sie die erforderlichen Parameter im Dialogfeld fest. Alternativ geben Sie den Kernel-Parameter proxy am Bootprompt ein:
l>proxy=http://USER:PASSWORD@proxy.example.com:PORT
Die Angabe von USER (Benutzer) und PASSWORD (Passwort) ist optional; falls der Server den anonymen Zugriff zulässt, reichen die folgenden Daten aus: http://proxy.example.com:PORT.
Wenn Sie SELinux beim Starten der Installation aktivieren, können Sie SELinux direkt nach Abschluss der Installation konfigurieren, ohne den Computer neu starten zu müssen. Die folgenden Parameter stehen zur Verfügung:
security=selinux selinux=1
Im Folgenden wird die interaktive Installation von SUSE Linux Enterprise Desktop schrittweise erläutert. Eine Beschreibung dazu, wie nicht interaktive, automatische Installationen ausgeführt werden, finden Sie in https://www.suse.com/documentation/sles-12/book_autoyast/data/book_autoyast.html
Nach dem Starten der Installation lädt und konfiguriert SUSE Linux Enterprise Desktop zur Durchführung des Installationsvorgangs eine Minimalversion des Linux-Systems. Zur Anzeige der Boot-Meldungen und Copyright-Hinweise während dieses Vorgangs drücken Sie auf Esc. Nach Beenden dieses Vorgangs startet das YaST-Installationsprogramm und zeigt das grafische Installationsprogramm an.
Wenn das Installationsprogramm Ihre Maus nicht korrekt erkennt, verwenden Sie →| zur Navigation, die Pfeiltasten zum Blättern und die Eingabetaste, um eine Auswahl zu bestätigen. Verschiedene Schaltflächen oder Auswahlfelder enthalten einen Buchstaben mit Unterstreichung. Mit Alt–Buchstabe können Sie eine Schaltfläche oder Auswahl direkt auswählen und müssen nicht mit →| zu der Schaltfläche oder Auswahl wechseln.
Wählen Sie bei der Installation von SUSE Linux Enterprise Desktop zunächst die gewünschte Sprache aus. Wenn Sie die Sprache ändern, wird automatisch ein entsprechendes Tastaturlayout gewählt. Setzen Sie diesen Vorschlag außer Kraft, indem Sie im Dropdown-Feld ein anderes Tastaturlayout wählen. Die dort ausgewählte Sprache wird darüber hinaus zur Bestimmung der Zeitzone für die Systemuhr verwendet. Diese Einstellung kann später im installierten System geändert werden (siehe Kapitel 12, Ändern der Sprach- und Ländereinstellungen mit YaST).
Lesen Sie sich die unter der Sprache und der Tastaturauswahl angezeigte Lizenzvereinbarung sorgfältig durch. Verwenden Sie , um auf Übersetzungen zuzugreifen. Wenn Sie mit den Bedingungen einverstanden sind, markieren Sie und klicken Sie auf , um mit der Installation fortzufahren. Wenn Sie der Lizenzvereinbarung nicht zustimmen, können Sie SUSE Linux Enterprise Desktop nicht installieren; klicken Sie auf , um die Installation zu beenden.
Nach dem Booten in die Installation wird die Installationsroutine eingerichtet. Während dieser Einrichtung wird versucht, mindestens eine Netzwerkschnittstelle zu DHCP zu konfigurieren. Falls dies nicht möglich ist, wird das Dialogfeld geöffnet. Wählen Sie die gewünschte Netzwerkschnittstelle in der Liste aus, und klicken Sie zum Bearbeiten der Einstellungen auf . Konfigurieren Sie DNS und Routing auf den Karteireitern. Weitere Einzelheiten finden Sie unter Abschnitt 16.4, „Konfigurieren von Netzwerkverbindungen mit YaST“.
Wenn DHCP bei der Installationseinrichtung ordnungsgemäß konfiguriert wurde, erreichen Sie dieses Dialogfeld auch über im Schritt . Hier können Sie die automatischen Einstellungen ändern.
Falls Sie während der Installation auf ein SAN oder ein lokales RAID zugreifen müssen, können Sie hierfür den Kommandozeilen-Client libstorage verwenden:
Drücken Sie Strg–Alt–F2, um zu einer Konsole umzuschalten.
Führen Sie extend libstoragemgmt aus, um die libstoragemgmt-Erweiterung zu installieren.
Sie können jetzt auf das Kommando lsmcli zugreifen. Falls Sie weitere Informationen aufrufen möchten, führen Sie lsmcli --help aus.
Um zum Installationsprogramm zurückzukehren, müssen Sie Alt–F7 drücken.
Unterstützt werden Netapp Ontap, alle SMI-S-kompatiblen SAN-Provider und LSI MegaRAID.
Um technischen Support und Produktaktualisierungen zu erhalten, müssen Sie Ihr Produkt beim SUSE Customer Center registrieren und aktivieren. Durch die Registrierung von SUSE Linux Enterprise Desktop erhalten Sie nun sofortigen Zugriff auf das Aktualisierungs-Repository. Damit können Sie das System mit den aktuellen Aktualisierungen und Patches installieren. Wenn Sie offline arbeiten oder diesen Schritt überspringen möchten, wählen Sie . Sie können das System jederzeit nachträglich über das installierte System registrieren.
Nach dem Booten in die Installation wird die Installationsroutine eingerichtet. Während dieser Einrichtung wird versucht, alle Netzwerkschnittstellen zu DHCP zu konfigurieren. Falls DHCP nicht verfügbar ist oder wenn Sie die Netzwerkkonfiguration bearbeiten möchten, klicken Sie oben rechts im Bildschirm für die auf . Das YaST-Modul wird geöffnet. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 16.4, „Konfigurieren von Netzwerkverbindungen mit YaST“.
Zum Registrieren des Systems geben Sie die -Adresse für das SUSE-Konto ein, mit dem Sie oder Ihr Unternehmen die Abonnements verwalten. Falls Sie noch kein SUSE-Konto besitzen, wechseln Sie zur SUSE Customer Center-Startseite (https://scc.suse.com/), und erstellen Sie dort ein Konto.
Geben Sie den ein, den Sie zusammen mit Ihrem Exemplar von SUSE Linux Enterprise Desktop erhalten haben. YaST kann außerdem Registrierungscodes von einem USB-Speichergerät wie einem Flash-Laufwerk lesen. Weitere Informationen finden Sie unter Abschnitt 2.6.1, „Laden der Registrierungscodes aus einem USB-Speicher“.
Starten Sie die Registrierung mit . Wenn mehrere lokale Registrierungsserver im Netzwerk verfügbar sind, können Sie einen davon aus einer Liste auswählen. Standardmäßig ist SUSE Linux Enterprise Desktop im SUSE Customer Center registriert. Wenn Ihr lokaler Registrierungsserver nicht automatisch erkannt wurde, wählen Sie und anschließend aus. Geben Sie dann die URL des Servers ein. Starten Sie durch erneute Auswahl von die Registrierung neu.
Während der Registrierung werden die Online-Aktualisierungs-Repositorys zu Ihrer Installationseinrichtung hinzugefügt. Abschließend können Sie angeben, ob die verfügbaren aktuellen Paketversionen über die Aktualisierungs-Repositorys installiert werden sollen. Damit wird sichergestellt, dass SUSE Linux Enterprise Desktop mit den aktuellen Sicherheitsaktualisierungen installiert wird. Mit werden alle Pakete von den Installationsmedien installiert. Fahren Sie mit fort.
Wenn das System während der Installation erfolgreich registriert wurde, deaktiviert YaST Repositorys in lokalen Installationsmedien wie CDs/DVDs oder Flash-Laufwerken, sobald die Installation abgeschlossen ist. Dadurch werden Probleme durch nicht mehr verfügbare Installationsquellen vermieden und es wird sichergestellt, dass Sie stets die neuesten Aktualisierungen aus den Online-Repositorys erhalten.
Von diesem Zeitpunkt an können die Versionshinweise von jedem Bildschirm im Installationsvorgang aus mit der Option abgerufen werden.
Zur Vereinfachung der Registrierung können Sie Ihre Registrierungscodes auch auf einem USB-Speichergerät, beispielsweise auf einem Flash-Laufwerk, speichern. YaST füllt das entsprechende Textfeld automatisch aus. Dies ist vor allem dann hilfreich, wenn Sie die Installation testen oder viele Systeme bzw. Erweiterungen registrieren müssen.
Zurzeit werden Flash-Laufwerke nicht bei der Registrierung eines aktiven Systems, sondern nur während der Installation oder des Upgrades gescannt.
Erstellen Sie eine Datei mit dem Namen regcodes.txt oder regcodes.xml auf dem USB-Datenträger. Sind beide vorhanden, hat die XML-Datei Vorrang.
Identifizieren Sie in dieser Datei das Produkt mit dem Namen, der über zypper search --type product ermittelt wurde, und weisen Sie ihm wie folgt einen Registrierungscode zu:
regcodes.txt #SLES cc36aae1 SLED 309105d4 sle-we 5eedd26a sle-live-patching 8c541494
regcodes.xml #<?xml version="1.0"?>
<profile xmlns="http://www.suse.com/1.0/yast2ns"
xmlns:config="http://www.suse.com/1.0/configns">
<suse_register>
<addons config:type="list">
<addon>
<name>SLES</name>
<reg_code>cc36aae1</reg_code>
</addon>
<addon>
<name>SLED</name>
<reg_code>309105d4</reg_code>
</addon>
<addon>
<name>sle-we</name>
<reg_code>5eedd26a</reg_code>
</addon>
<addon>
<name>sle-live-patching</name>
<reg_code>8c541494</reg_code>
</addon>
</addons>
</suse_register>
</profile>
Hinweis: Bei SLES und SLED handelt es sich zwar nicht um Erweiterungen, wenn sie jedoch als Add-on-Produkte aufgelistet werden, können mehrere Basisprodukt-Registrierungscodes in einer einzelnen Datei kombiniert werden.
Wenn Sie das System im vorangegangenen Schritt ordnungsgemäß registriert haben, wird eine Liste der verfügbaren Module und Erweiterungen für SUSE Linux Enterprise Desktop angezeigt. Andernfalls wird dieser Konfigurationsschritt übersprungen. Sie können Module und Erweiterungen auch über das installierte System hinzufügen (siehe Kapitel 9, Installieren von Modulen, Erweiterungen und Add-on-Produkten von Drittanbietern).
Die Liste enthält kostenlose Module für SUSE Linux Enterprise Desktop (beispielsweise das SUSE Linux Enterprise-SDK) sowie Erweiterungen, für die ein kostenpflichtiger Registrierungsschlüssel erforderlich ist. Wenn Sie auf einen Eintrag klicken, wird eine Beschreibung angezeigt. Wählen Sie ein Modul oder eine Erweiterung zur Installation aus; aktivieren Sie hierzu das zugehörige Kontrollkästchen. Damit wird das entsprechende Repository vom SUSE Customer Center-Server in Ihre Installation eingefügt; es sind keine weiteren Installationsquellen notwendig. Darüber hinaus wird das Installationsschema für das Modul oder die Erweiterung in die Standardinstallation aufgenommen, so dass die Installation automatisch erfolgt.
Die Anzahl der verfügbaren Erweiterungen und Module ist abhängig vom Registrierungsserver. Auf einem lokalen Registrierungsserver werden unter Umständen nur Aktualisierungs-Repositorys angeboten, keine sonstigen Erweiterungen.
Module sind vollständig unterstützte Bestandteile von SUSE Linux Enterprise Desktop, die allerdings einen anderen Lebenszyklus aufweisen. Die Module besitzen einen klar definierten Umfang und werden ausschließlich über einen Online-Kanal bereitgestellt. Diese Kanäle können Sie nur dann abonnieren, wenn Sie sich beim SUSE Customer Center registriert haben.
Ab SUSE Linux Enterprise 12 ist SUSE Linux Enterprise Desktop nicht mehr nur als eigenständiges Produkt erhältlich, sondern auch als Arbeitsplatzrechnererweiterung für SUSE Linux Enterprise Server. Wenn Sie sich beim SUSE Customer Center registrieren, können Sie die SUSE Linux Enterprise-Arbeitsplatzrechnererweiterung zum Installieren auswählen. Für die Installation benötigen Sie hierbei einen gültigen Registrierungsschlüssel.
Klicken Sie auf . Das Dialogfeld wird geöffnet. Geben Sie hier die Quelle für zusätzliche Add-on-Produkte an, die auf dem Registrierungsserver nicht verfügbar sind.
Wenn Sie keine Add-ons installieren möchten, fahren Sie mit fort. Ansonsten aktivieren Sie die Option . Geben Sie den Medientyp an (CD, DVD, Festplatte, USB-Massenspeicher, ein lokales Verzeichnis oder ein lokales ISO-Image). Falls der Netzwerkzugriff konfiguriert ist, können Sie außerdem aus Fernquellen auswählen (z. B. HTTP, SLP oder FTP). Alternativ können Sie direkt eine URL angeben. Aktivieren Sie , um die Dateien, die das Repository beschreiben, sofort herunterzuladen. Wenn diese Option nicht aktiviert ist, werden die Dateien beim Starten der Installation heruntergeladen. Fahren Sie mit fort und legen Sie eine CD oder DVD ein, falls erforderlich.
Je nach Inhalt des Add-on-Produkts kann es erforderlich sein, weitere Lizenzvereinbarungen zu akzeptieren. Wenn Sie sich für ein Add-on-Produkt entschieden haben, für das Sie einen Registrierungsschlüssel benötigen, werden Sie auf der Seite aufgefordert, diesen Schlüssel einzugeben. Fahren Sie mit fort.
Wenn Sie im Dialogfeld (Erweiterungsauswahl) ein Produkt ausgewählt haben, für das Sie keinen gültigen Registrierungsschlüssel besitzen, klicken Sie wiederholt auf , bis Sie wieder zum Dialogfeld (Erweiterungsauswahl) gelangen. Heben Sie die Auswahl des Moduls oder der Erweiterung auf und fahren Sie mit fort. Module oder Erweiterungen können auch jederzeit über das laufende System installiert werden (siehe Kapitel 9, Installieren von Modulen, Erweiterungen und Add-on-Produkten von Drittanbietern).
In diesem Schritt definieren Sie eine Partitionseinrichtung für SUSE Linux Enterprise Desktop. Das Installationsprogramm erstellt einen Vorschlag für eine der verfügbaren Festplatten, der Folgendes umfasst: eine mit Btrfs formatierte Root-Partition, eine Swap-Partition sowie eine mit XFS formatierte Home-Partition. Auf Festplatten mit einer Kapazität von weniger als 25 GB enthält der Vorschlag keine separate Home-Partition. Wenn mindestens eine Auslagerungspartition auf den verfügbaren Festplatten erkannt wurde, werden diese vorhandenen Auslagerungspartitionen verwendet; es werden also keine neuen Auslagerungspartitionen vorgeschlagen. Sie haben nun mehrere Optionen:
Mit akzeptieren Sie den Vorschlag ohne Änderungen, und der Installationsvorgang wird fortgesetzt.
Mit passen Sie den Vorschlag an Ihre Anforderungen an. In dem Pop-up-Dialogfeld können Sie den Vorschlag ändern und oder auswählen. Sie können außerdem Dateisysteme an die vorgeschlagenen Partitionen anpassen, eine separate Home-Partition erstellen und die Swap-Partition vergrößern (um beispielsweise Suspend to Disk zu ermöglichen).
Wenn als Format für das Root-Dateisystem Btrfs verwendet wird, können Sie hier außerdem Btrfs-Snapshots aktivieren.
Mit dieser Option verschieben Sie den oben beschriebenen Vorschlag auf eine andere Festplatte. Wählen Sie die gewünschte Festplatte in der Liste aus. Wenn die ausgewählte Festplatte noch keine Partitionen enthält, wird die gesamte Festplatte für den Vorschlag herangezogen. Ansonsten können Sie festlegen, welche vorhandene(n) Partition(en) verwendet werden sollen. Mit nehmen Sie die Feinabstimmung vor.
Zum Erstellen einer benutzerdefinierten Partitionseinrichtung wählen Sie . Das Expertenmodus-Fenster wird geöffnet. Hier wird die aktuelle Partitionseinrichtung für alle Festplatten angezeigt, außerdem der Vorschlag des Installationsprogramms. Sie können die Partitionen , , ihre oder sie .
Darüber hinaus können Sie im Expertenmodus logische Volumes (LVM) erstellen, Software-RAID und Gerätezuordnung (DM) konfigurieren, Partitionen verschlüsseln, NFS-Freigaben einhängen und TMPFS-Volumes verwalten. Mit nehmen Sie die Feinabstimmung für die einzelnen Btrfs-Partitionen vor, z. B. die Behandlung von Subvolumes und Snapshots. Weitere Informationen zur benutzerdefinierten Partionierung und zur Konfiguration erweiterter Funktionen finden Sie in Abschnitt 7.1, „Verwenden der YaST-Partitionierung“.
Die standardmäßige Partitionierungseinrichtung schlägt die Stammpartition als Btrfs mit /boot als Verzeichnis vor. Wenn die Stammpartition in dieser Einrichtung verschlüsselt sein muss, verwenden Sie den GPT-Partitionstabellentyp anstelle des standardmäßigen MSDOS-Typs. Ansonsten findet der GRUB2-Bootloader nicht genügend Platz für den Loader der zweiten Phase.
Für einen UEFI-Computer ist eine EFI-Systempartition erforderlich, die in /boot/efi eingehängt werden muss. Diese Partition muss mit dem FAT-Dateisystem formatiert werden.
Wenn auf dem System bereits eine EFI-Systempartition vorhanden ist (beispielsweise aus einer früheren Windows-Installation), können Sie sie ohne Neuformatierung in /boot/efi einhängen.
SUSE Linux Enterprise Desktop kann für die Unterstützung von Snapshots konfiguriert werden, mit denen Sie Rollbacks für Systemänderungen vornehmen können. SUSE Linux Enterprise Desktop stellt diese Funktion mithilfe von Snapper in Verbindung mit Btrfs bereit. Btrfs muss mit Snapshots eingerichtet werden, die für die Root-Partition aktiviert sind. Im Kapitel 6, Systemwiederherstellung und Snapshot-Verwaltung mit Snapper finden Sie nähere Informationen zu Snapper.
Wenn System-Snapshots für Rollbacks angelegt werden sollen, muss der Großteil der Systemverzeichnisse auf einer einzigen Partition eingehängt sein. Weitere Informationen finden Sie unter Abschnitt 6.1, „Standardeinrichtung“. Dies gilt auch für /usr und /var. Nur Verzeichnisse, die aus Snapshots ausgeschlossen sind (Liste siehe Abschnitt 6.1.2, „Verzeichnisse, die aus Snapshots ausgenommen sind“), können sich auf separaten Partitionen befinden. Unter anderem sind dies /usr/local, /var/log und /tmp.
Wenn Sie Snapper nicht für System-Rollbacks einplanen, gelten die obigen Beschränkungen für die Partitionierung nicht.
Die Installation auf vorhandenen Software-RAID-Volumes und das Booten von diesen Volumes wird für DDF-Volumes (Disk Data Format) und IMSM-Volumes (Intel Matrix Storage Manager) unterstützt. IMSM wird auch wie folgt bezeichnet:
Intel Rapid Storage Technology
Intel Matrix Storage Technology
Intel Application Accelerator/Intel Application Accelerator RAID Edition
Falls die Festplatte, die für den Partitionsvorschlag ausgewählt wurde, eine große Windows FAT- oder NTFS-Partition enthält, wird diese automatisch verkleinert, um Platz für die Installation von SUSE Linux Enterprise Desktop zu schaffen. Um Datenverlust zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen dringend,
sich zu vergewissern, dass die Partition nicht fragmentiert ist (führen Sie vor der Installation von SUSE Linux Enterprise Desktop ein Defragmentierungsprogramm von Windows aus).
sich rückzuversichern, dass die vorgeschlagene Größe für die Windows-Partition groß genug ist.
Ihre Daten vor der Installation von SUSE Linux Enterprise Desktop zu sichern.
Verwenden Sie zur Anpassung der Größe der Windows-Partition den .
In diesem Dialogfeld können Sie Ihre Region und Zeitzone wählen. Beide Werte werden entsprechend der Installationssprache festgelegt. Um die festgelegten Werte zu ändern, verwenden Sie entweder die Landkarte oder die Dropdown-Felder für die und die . Wenn Sie die Landkarte verwenden, zeigen Sie mit dem Cursor in die ungefähre Richtung Ihrer Region und betätigen Sie die linke Maustaste, um zu zoomen. Wählen Sie nun Ihr Land oder Ihre Region, indem Sie die linke Maustaste betätigen. Betätigen Sie die rechte Maustaste, um zur Weltkarte zurückzukehren.
Wählen Sie zum Einrichten der Uhr die Option . Wenn auf Ihrem Rechner ein anderes Betriebssystem ausgeführt wird, beispielsweise Microsoft Windows, verwendet IhrSystem höchstwahrscheinlich eher die lokale Zeit. Wenn auf Ihrem Rechner nur Linux ausgeführt wird, stellen Sie die Rechneruhr auf UTC (Universal Time Coordinated) ein. Hiermit wird die Umstellung von der Standardzeit auf die Sommerzeit automatisch durchgeführt.
Die Umschaltung von der Standardzeit auf die Sommerzeit (und umgekehrt) erfolgt nur dann automatisch, wenn die Rechneruhr (CMOS-Uhr) auf UTC eingestellt ist. Dies gilt auch dann, wenn Sie die automatische Zeitsynchronisierung mit NTP nutzen, weil die automatische Synchronisierung nur dann vorgenommen wird, wenn die Zeitdifferenz zwischen der Rechneruhr und der Systemuhr weniger als 15 Minuten beträgt.
Eine falsche Systemzeit kann zu schweren Problemen führen (z. B. verpasste Datensicherungen, verloren gegangene E-Mails, Fehler beim Einhängen in Ferndateisysteme). Daher wird dringend empfohlen, die Rechneruhr in jedem Fall auf UTC einzustellen.
POWER, x86_64 Wenn ein Netzwerk bereits konfiguriert ist, können Sie Zeitsynchronisation mit einem NTP-Server konfigurieren. Klicken Sie auf , um entweder die NTP-Einstellungen zu ändern oder die Uhrzeit festzulegen. Weitere Informationen zum Konfigurieren des NTP-Diensts finden Sie unter Kapitel 23, Zeitsynchronisierung mit NTP. Klicken Sie anschließend auf , um die Installation fortzusetzen.
POWER, x86_64
Wenn NTP nicht konfiguriert ist, sollten Sie ggf. die Einstellung SYSTOHC=no (Variable sysconfig) festlegen, damit keine nicht synchronisierte Uhrzeit in der Hardware-Uhr gespeichert wird.
Erstellen Sie bei diesem Schritt einen lokalen Benutzer. Nachdem Sie den Vor- und Nachnamen eingegeben haben, akzeptieren Sie entweder den Vorschlag, oder legen Sie einen neuen fest, der zum Anmelden verwendet wird. Zulässige Zeichen sind Kleinbuchstaben (a-z), Ziffern (0-9) sowie die Zeichen . (Punkt), - (Bindestrich) und _ (Unterstrich). Sonderzeichen, Umlaute und Zeichen mit Akzent sind nicht zulässig.
Geben Sie schließlich das Passwort für den Benutzer ein. Geben Sie es zur Bestätigung erneut ein (um sicherzustellen, dass Sie nicht versehentlich etwas anderes eingegeben haben). Damit eine effektive Sicherheit gewährleistet ist, muss ein Passwort mindestens sechs Zeichen lang sein und Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen enthalten (7-Bit-ASCII). Umlaute und Buchstaben mit Akzent sind nicht zulässig. Eingegebene Passwörter werden auf Sicherheit geprüft. Wenn Sie ein Passwort eingeben, das leicht erraten werden kann (wie zum Beispiel ein Wort aus dem Wörterbuch oder einen Namen), so wird eine Warnung angezeigt. Zur Erhöhung der Sicherheit ist es wichtig, starke Passwörter zu verwenden.
Prägen Sie sich sowohl Ihren Benutzernamen als auch Ihr Passwort ein, da Sie sie bei jeder Anmeldung beim System benötigen.
Wenn Sie SUSE Linux Enterprise Desktop auf einem Rechner installieren, auf dem bereits mindestens eine Linux-Installation vorhanden ist, können Sie in YaST Benutzerdaten wie Benutzernamen und Passwörter importieren. Wählen Sie und anschließend mit die Benutzer für den Import aus.
Falls Sie keine lokalen Benutzer konfigurieren möchten (beispielsweise beim Einrichten eines Clients in einem Netzwerk mit zentraler Authentifizierung), überspringen Sie diesen Schritt mit , und bestätigen Sie die Warnmeldung. Die Netzwerkbenutzerauthentifizierung kann jederzeit nachträglich im installierten System vorgenommen werden. Weitere Anweisungen finden Sie in Kapitel 11, Verwalten von Benutzern mit YaST.
Zwei zusätzliche Optionen stehen zur Auswahl:
Wenn diese Option aktiviert ist, wird dasselbe Passwort für den Stamm des Systemadministrators verwendet wie das, das Sie für den Benutzer angegeben haben. Diese Option ist für Standalone-Arbeitsplatzrechner oder Rechner in einem Heimnetzwerk geeignet, die von einem einzigen Benutzer verwaltet werden. Wenn diese Option nicht aktiviert ist, werden Sie im nächsten Schritt des Installations-Workflows dazu aufgefordert, ein Systemadministratorpasswort einzugeben (siehe Abschnitt 2.11, „Passwort für den Systemadministrator root“).
Mithilfe dieser Option wird der aktuelle Benutzer bereits beim Systemstart beim System angemeldet. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn der Computer nur von einem Benutzer verwendet wird.
Wenn die automatische Anmeldung aktiviert ist, wird nach dem Booten des Systems direkt ohne Authentifizierung der Desktop angezeigt. Wenn auf Ihrem System vertrauliche Daten gespeichert sind, sollten Sie diese Option nicht aktivieren, sofern auch andere Benutzer auf den Computer zugreifen können.
Zum Importieren von Benutzern aus einer früheren Installation (falls vorhanden) klicken Sie im Dialogfeld „Benutzer erstellen“ auf . In diesem Dialogfeld können Sie darüber hinaus den Passwortverschlüsselungstyp ändern.
Die standardmäßige Authentifizierungsmethode ist Wenn eine frühere Version von SUSE Linux Enterprise Desktop oder ein anderes System gefunden wird, das /etc/passwd verwendet, können Sie lokale Benutzer importieren. Aktivieren Sie dazu die Option und klicken Sie auf . Wählen Sie im nächsten Dialogfeld die zu importierenden Benutzer aus und beenden sie den Vorgang mit .
Standardmäßig werden die Passwörter mit der SHA-512-Hash-Funktion verschlüsselt. Ändern Sie dieses Verfahren nur dann, wenn dies aus Kompatibilitätsgründen erforderlich ist.
root #
Wenn Sie im vorherigen Schritt nicht ausgewählt haben, werden Sie aufgefordert, ein Passwort für den Systemadministrator root einzugeben. Andernfalls wird dieser Konfigurationsschritt übersprungen.
root ist der Name für den Superuser, also den Administrator des Systems. Im Gegensatz zu normalen Benutzern (die eventuell die Berechtigung zum Zugriff auf bestimmte Bereiche oder zur Ausführung bestimmter Kommandos im System haben) hat der root-Benutzer unbegrenzten Zugriff zum Ändern der Systemkonfiguration, zum Installieren von Programmen und zum Einrichten neuer Hardware. Wenn Benutzer ihre Passwörter vergessen oder Probleme im System auftreten, kann root ihnen helfen. Das root-Konto sollte nur für die Systemadministration, Wartung und Reparaturen verwendet werden. Sie sollten sich nicht als root anmelden, um die täglichen Aufgaben auszuführen. Schon ein einziger Fehler kann zum unwiederbringlichen Verlust von Systemdateien führen.
Zur Überprüfung muss das Passwort für root zweimal eingegeben werden. Das Passwort für root sollten Sie nicht vergessen. Nach der Eingabe kann das Passwort nicht mehr abgerufen werden.
root #Es wird empfohlen, nur Zeichen zu verwenden, die auf einer englischen Tastatur verfügbar sind. Wenn ein Systemfehler auftritt oder das System im Rettungsmodus gestartet werden muss, stehen die landesspezifischen Tastaturbelegungen unter Umständen nicht zur Verfügung.
Das root-Passwort kann zu jedem beliebigen späteren Zeitpunkt im installierten System geändert werden. Führen Sie dazu YaST aus, und starten Sie › .
Der Benutzer root verfügt über alle erforderlichen Berechtigungen, um Änderungen am System vorzunehmen. Zum Ausführen solcher Aufgaben ist das root-Passwort erforderlich. Ohne dieses Passwort können Sie keine Verwaltungsaufgaben ausführen.
Im abschließenden Schritt vor der eigentlichen Installation können Sie die vom Installationsprogramm vorgeschlagenen Einstellungen ändern. Zum Bearbeiten der Vorschläge klicken Sie auf die gewünschte Überschrift. Nach jeder Änderung einer Einstellung gelangen Sie zum Fenster „Installationseinstellungen“ zurück, das entsprechend aktualisiert wird.
SUSE Linux Enterprise Desktop enthält mehrere Software-Schemata für verschiedene Anwendungszwecke. Mit öffnen Sie den Bildschirm , in dem Sie die Schemaauswahl gemäß Ihren Anforderungen bearbeiten können. Wählen Sie das gewünschte Schema in der Liste aus, um eine Beschreibung im rechten Teil des Fensters anzuzeigen. Jedes Schema enthält eine Reihe von Softwarepaketen, die für spezifische Funktionen erforderlich sind (beispielsweise Multimedia- oder Office-Software). Sie erhalten eine detailliertere Auswahl auf Basis der zu installierenden Softwarepakete, wenn Sie auf klicken, um zum YaST-Software-Manager zu wechseln.
Sie können mit dem YaST-Software-Manager weitere Softwarepakete installieren und später jederzeit Softwarepakete von Ihrem System entfernen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in Kapitel 8, Installieren bzw. Entfernen von Software.
Die im ersten Schritt der Installation ausgewählte Sprache wird als primäre Sprache (Standardsprache) für das System verwendet. Im Dialogfeld können Sie sekundäre Sprachen hinzufügen. Wählen Sie hierzu › › .
Das Installationsprogramm schlägt eine Bootkonfiguration für das System vor. Weitere auf dem Rechner enthaltene Betriebssysteme, wie z. B. Microsoft Windows oder weitere Linux-Installationen werden automatisch gefunden und dem Bootloader hinzugefügt. SUSE Linux Enterprise Desktop wird jedoch standardmäßig gebootet. Diese Einstellungen müssen in der Regel nicht geändert werden. Falls Sie eine benutzerdefinierte Einrichtung vornehmen möchten, ändern Sie den Vorschlag gemäß Ihren Anforderungen. Informationen hierzu erhalten Sie unterAbschnitt 12.3, „Konfigurieren des Bootloaders mit YaST“.
Das Booten einer Konfiguration, bei der sich /boot auf einem Software-RAID-1-Computer befindet, wird unterstützt; hierzu muss allerdings der Bootloader im MBR installiert werden ( › ). /boot auf Software-RAID-Computern mit einer anderen RAID-Ebene (also nicht RAID 1) wird nicht unterstützt.
Standardmäßig wird SuSEFirewall2 auf allen konfigurierten Netzwerkschnittstellen aktiviert. Um die Firewall für diesen Computer global zu deaktivieren, klicken Sie auf (nicht empfohlen).
Wenn die Firewall aktiviert ist, werden alle Schnittstellen für die „externe Zone“ konfiguriert. In dieser Zone sind standardmäßig alle Ports geschlossen, so dass die größtmögliche Sicherheit gewährleistet ist. Während der Installation können Sie lediglich Port 22 (SSH) für den entfernten Zugriff öffnen. Alle anderen Services, für die der Netzwerkzugriff erforderlich ist (z. B. FTP, Samba oder Webserver) sind erst dann verfügbar, wenn Sie die Firewall-Einstellungen angepasst haben. Weitere Informationen finden Sie unter Chapter 15, Masquerading and Firewalls.
Zum Aktivieren des entfernten Zugriffs über die Secure Shell (SSH) muss der SSH-Dienst aktiviert und der SSH-Port geöffnet sein.
Wenn Sie SUSE Linux Enterprise Desktop auf einem Rechner mit vorhandenen Linux-Installationen installieren, importiert die Installationsroutine standardmäßig den SSH-Hostschlüssel mit der Uhrzeit des letzten Zugriffs von einer vorhandenen Installation. Siehe auch Abschnitt 2.12.5, „“.
Wenn Sie die Fernverwaltung über VNC vornehmen, können Sie außerdem angeben, ob der Rechner auch nach der Installation über VNC erreichbar sein soll. Wenn Sie VNC aktivieren, müssen Sie allerdings auch unter (systemd-Standardziel) die Option (Grafisch) festlegen.
SUSE Linux Enterprise Desktop kann in zwei Ziele (bislang als „Runlevel“ bezeichnet) booten. Mit dem Ziel wird ein Anzeige-Manager gestartet, mit dem -Ziel dagegen die Kommandozeilenschnittstelle.
Das Standardziel lautet (grafisch). Falls die -Schemata nicht installiert sind, ändern Sie diese Einstellung in (Mehrbenutzer). Wenn das System über VNC erreichbar sein soll, müssen Sie die Option (grafisch) verwenden.
Wenn auf Ihrem Rechner eine vorhandene Linux-Installation gefunden wurde, importiert YaST standardmäßig den neuesten SSH-Hostschlüssel aus /etc/ssh und schließt optional auch andere Dateien im Verzeichnis ein. Dadurch kann die SSH-Identität der vorhandenen Installation wiederverwendet werden und bei der ersten Verbindung wird die Warnmeldung REMOTE HOST IDENTIFICATION HAS CHANGED (IDENTIFIKATION DES REMOTE-HOSTS HAT SICH GEÄNDERT) nicht angezeigt. Beachten Sie, dass dieser Eintrag nur dann in der Installationsübersicht angezeigt wird, wenn YaST andere Installationen gefunden hat.
Wählen Sie diese Option aus, wenn Sie den SSH-Hostschlüssel und optional auch die Konfiguration eines installierten Systems importieren möchten. Sie können die zu importierende Installation in der darunter angezeigten Optionsliste auswählen.
Aktivieren Sie diese Option, wenn Sie zusätzlich zu den Hostschlüsseln weitere Dateien in /etc/ssh auf das installierte System kopieren möchten.
Dieser Bildschirm zeigt alle Hardware-Informationen, die das Installationsprogramm für den Rechner ermittelt hat. Beim ersten Öffnen wird die Hardware-Erkennung gestartet. Abhängig von Ihrem System kann dies unter Umständen eine Weile dauern. Wählen Sie einen beliebigen Eintrag in der Liste aus und klicken Sie auf , um detaillierte Informationen zum ausgewählten Eintrag anzuzeigen. Verwenden Sie , um eine detaillierte Liste entweder auf einem lokalen Dateisystem oder auf einem Wechselmedium zu speichern.
Erfahrene Benutzer können auch das sowie die Kernel-Einstellungen ändern, indem sie wählen. Daraufhin wird ein Dialogfeld mit zwei Karteireitern geöffnet:
Jeder Kernel-Treiber umfasst eine Liste mit den Geräte-IDs aller unterstützten Geräte. Wenn sich ein neues Gerät nicht in der Datenbank eines Treibers befindet, wird das Gerät so behandelt, als ob es nicht unterstützt wird, selbst wenn es mit einem vorhandenen Treiber verwendet werden kann. Hier können Sie PCI-IDs zu einem Gerätetreiber hinzufügen. Dies sollte fortgeschrittenen Benutzern vorbehalten bleiben.
Zum Hinzufügen einer ID klicken Sie auf , und geben Sie an, ob Sie die Daten eingeben oder in einer Liste auswählen möchten. Geben Sie die erforderlichen Daten ein. Der Name für das wird aus dem Verzeichnis /sys/bus/pci/drivers übernommen. Wenn dieses Verzeichnis leer ist, wird der -Name als Verzeichnisname verwendet. Mit und verwalten Sie vorhandene Einträge.
Hier ändern Sie den . Bei wird die Standardeinstellung für die jeweilige Architektur verwendet. Sie können diese Einstellung jederzeit nachträglich über das installierte System ändern. Weitere Informationen zur E/A-Feinabstimmung finden Sie in Chapter 12, Tuning I/O Performance.
Hier finden Sie außerdem die Option . Wenn das System ausfällt, können Sie mit diesen Tasten einfache Kommandos ausführen (beispielsweise das System neu booten oder einen Kernel-Dump anfertigen). Es wird empfohlen, diese Tasten während der Kernel-Entwicklung zu aktivieren. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.kernel.org/doc/Documentation/sysrq.txt.
Wenn Sie alle Installationseinstellungen konfiguriert haben, klicken Sie im Fenster „Installationseinstellungen“ zum Starten der Installation auf . Für manche Software ist möglicherweise eine Lizenzbestätigung erforderlich. Wenn Ihre Softwareauswahl diese Art von Software enthält, werden Dialogfelder für Lizenzbestätigungen angezeigt. Klicken Sie zur Installation des Softwarepakets auf . Wenn Sie die Lizenz nicht akzeptieren, klicken Sie auf , wodurch das Softwarepaket nicht installiert wird. Bestätigen Sie die Eingabe in dem darauffolgenden Dialogfeld noch einmal mit
Die Installation dauert normalerweise 15 bis 30 Minuten, je nach Systemleistung und ausgewähltem Softwarebereich. Nachdem Sie die Festplatte vorbereitet und die Benutzereinstellungen gespeichert und wiederhergestellt haben, beginnt die Installation der Software. Während dieses Vorgangs werden die Funktionen von SUSE Linux Enterprise Desktop in einer Bildschirmpräsentation vorgestellt. Wählen Sie , um zum Installationsprotokoll umzuschalten, oder , um wichtige aktuelle Informationen zu lesen, die bei der Drucklegung des Handbuchs noch nicht verfügbar waren.
Nach Abschluss der Software-Installation wird das System in die neue Installation neu gebootet, und Sie können sich anmelden. Wenn Sie die Systemkonfiguration anpassen oder weitere Software-Pakete installieren möchten, starten Sie YaST.
Bei Versionen von SUSE Linux Enterprise vor Version 12 wurde das System in zwei Phasen installiert: Die erste Phase umfasste die grundlegende Systeminstallation, in der zweiten Phase folgte die Systemkonfiguration (nach einem Neustart in das soeben installierte System). Ab SUSE Linux Enterprise Desktop 12 erfolgen die Systeminstallation und die grundlegende Konfiguration (auch die Netzwerkeinrichtung) in einer einzigen Phase. Nach dem Neustart in das installierte System können Sie sich direkt anmelden und mit dem System arbeiten. Mit YaST können Sie dann die Feinabstimmung der Einrichtung vornehmen, die Dienste konfigurieren oder weitere Software installieren.