Module und Erweiterungen ergänzen das System um zusätzliche Bestandteile oder Funktionen. Module sind vollständig unterstützte Bestandteile von SUSE Linux Enterprise Desktop, die allerdings einen anderen Lebenszyklus und einen anderen Zeitrahmen für Aktualisierungen aufweisen. Sie sind als Paketsatz gebündelt, weisen einen eindeutig definierten Gültigkeitsbereich auf und werden ausschließlich über den Online-Kanal bereitgestellt. Für kostenpflichtige Erweiterungen (z. B. die Workstation-Erweiterung oder die High Availability Extension), die zusätzliche Funktionen für das System bieten, ist ein Registrierungsschlüssel erforderlich. Erweiterungen werden über einen Online-Kanal oder auf physischen Medien bereitgestellt. Die Online-Kanäle können Sie nur dann abonnieren, wenn Sie sich beim SUSE Customer Center oder bei einem lokalen Registrierungsserver registriert haben.
Sobald Sie Ihr System beim SUSE Customer Center oder bei einem lokalen Registrierungsserver registriert haben, erhalten Sie eine Liste der verfügbaren Module und Erweiterungen für Ihr Produkt. Falls Sie die Registrierung während der Installation übersprungen hatten, können Sie das System jederzeit nachträglich mit dem YaST-Modul nachholen. Detaillierte Informationen finden Sie in Abschnitt 14.10, „Registrieren des Systems“.
Verschiedene Add-on-Produkte sind auch von Drittanbietern erhältlich, beispielsweise binäre Treiber, die für die Funktionsfähigkeit bestimmter Hardwaregeräte erforderlich sind. Wenn Sie über solche Hardware verfügen, suchen Sie in den Versionshinweisen Informationen zur Verfügbarkeit von Binärtreibern für Ihr System. Die Versionshinweise sind unter http://www.suse.com/releasenotes/, über YaST oder unter /usr/share/doc/release-notes/ im installierten System zu finden.
Ab SUSE Linux Enterprise 12 ist SUSE Linux Enterprise Desktop nicht mehr nur als eigenständiges Produkt erhältlich, sondern auch als Arbeitsplatzrechnererweiterung für SUSE Linux Enterprise Server. Wenn Sie sich beim SUSE Customer Center registrieren, können Sie die Arbeitsplatzrechnererweiterung zum Installieren auswählen. Für die Installation benötigen Sie hierbei einen gültigen Registrierungsschlüssel.
Für das nachfolgende Verfahren müssen Sie Ihr System bereits beim SUSE Customer Center oder bei einem lokalen Registrierungsserver registriert haben. Wenn Sie gerade Ihr System registrieren, wird direkt nach Schritt 4 in Abschnitt 14.10, „Registrieren des Systems“ eine Liste der Erweiterungen und Module angezeigt. In diesem Fall überspringen Sie die nächsten Schritte, und fahren Sie mit Schritt 3 fort.
Starten Sie YaST und wählen Sie › . Alternativ starten Sie das YaST-Modul von der Befehlszeile aus mit dem Befehl sudo yast2 add-on.
Das Dialogfeld zeigt eine Übersicht der bereits installierten Add-on-Produkte, Module und Erweiterungen.
Mit › übernehmen Sie Repositorys aus dem SUSE Customer Center (oder einem lokalen Registrierungsserver).
YaST stellt eine Verbindung zum Registrierungsserver her und zeigt eine Liste der an.
Die Anzahl der verfügbaren Erweiterungen und Module ist abhängig vom Registrierungsserver. Auf einem lokalen Registrierungsserver werden unter Umständen nur Aktualisierungs-Repositorys angeboten, keine sonstigen Erweiterungen.
Wenn Sie auf einen Eintrag klicken, wird eine Beschreibung angezeigt.
Zum Auswählen von einem oder mehreren Einträgen für die Installation aktivieren Sie das zugehörige Kontrollkästchen.
Klicken Sie auf , um fortzufahren.
Je nach den hinzuzufügenden Repositorys für die Erweiterung oder das Modul werden Sie gefragt, ob der GPG-Schlüssel importiert werden soll, mit dem das Repository signiert ist, oder Sie werden aufgefordert, eine Lizenz zu akzeptieren.
Sobald Sie diese Meldungen bestätigt haben, beginnt YaST mit dem Herunterladen und Analysieren der Metadaten. Die Repositorys für die ausgewählten Erweiterungen werden in das System eingefügt; es sind keine weiteren Installationsquellen erforderlich.
Bei Bedarf bearbeiten Sie die des Repositorys gemäß den Anweisungen in Abschnitt 8.3.2, „Verwalten von Repository-Eigenschaften“.
Beim Installieren einer Erweiterung oder eines Add-on-Produkts von einem Medium stehen verschiedene Medientypen zur Auswahl, beispielsweise DVD/CD, Wechsel-Massenspeichergeräte (z. B. Flash-Laufwerke) oder auch ein lokales Verzeichnis oder ISO-Image. Die Medien können auch über einen Netzwerkserver bereitgestellt werden, beispielsweise per HTTP, FTP, NFS oder Samba.
Starten Sie YaST und wählen Sie › . Alternativ starten Sie das YaST-Modul von der Befehlszeile aus mit dem Befehl sudo yast2 add-on.
Das Dialogfeld zeigt eine Übersicht der bereits installierten Add-on-Produkte, Module und Erweiterungen.
Mit installieren Sie ein neues Add-on-Produkt.
Wählen Sie im Dialogfeld die Option für den Typ des Mediums aus, von dem aus die Installation erfolgen soll:
Durchsuchen Sie das Netzwerk nach Installationsservern, die ihre Services per SLP bekanntgeben. Wählen Sie hierzu , und klicken Sie auf .
Um ein Repository von einem Wechsellaufwerk hinzuzufügen, wählen Sie die entsprechende Option aus und legen Sie das Medium ein bzw. schließen Sie das USB-Gerät an den Rechner an. Klicken Sie auf , um mit der Installation zu beginnen.
Bei den meisten Medientypen werden Sie aufgefordert, den Pfad (oder die URL) des Mediums anzugeben, sobald Sie die entsprechende Option ausgewählt und auf geklickt haben. Die Angabe eines ist optional. Wenn kein Name angegeben ist, verwendet YaST den Produktnamen oder die URL als Repository-Namen.
Die Option ist standardmäßig aktiviert. Wenn Sie diese Option deaktivieren, lädt YaST die Dateien später bei Bedarf automatisch herunter.
Je nach hinzugefügtem Repository werden Sie gefragt, ob der GPG-Schlüssel importiert werden soll, mit dem das Repository signiert ist, oder Sie werden aufgefordert, eine Lizenz zu akzeptieren.
Sobald Sie diese Meldungen bestätigt haben, beginnt YaST mit dem Herunterladen und Analysieren der Metadaten. Das Repository wird in die Liste aufgenommen.
Bei Bedarf bearbeiten Sie die des Repositorys gemäß den Anweisungen in Abschnitt 8.3.2, „Verwalten von Repository-Eigenschaften“.
Bestätigen Sie Ihre Änderungen mit . Das Konfigurationsdialogfeld wird geschlossen.
Nachdem Sie das Repository für die Add-on-Medien erfolgreich hinzugefügt haben, wird der Software-Manager gestartet und Sie können Pakete installieren. Detaillierte Informationen finden Sie in Kapitel 8, Installieren bzw. Entfernen von Software.
Das SUSE-SDK 12 SP2 ist ein Modul für SUSE Linux Enterprise 12 SP2. Es ist ein vollständiges Toolkit für die Anwendungsbereitstellung. Das SUSE-SDK 12 SP2 stellt dabei ein umfassendes Entwicklungssystem bereit: Dieses SDK enthält sämtliche Open-Source-Werkzeuge, mit denen das SUSE Linux Enterprise Server-Produkt erstellt wurde. Als Entwickler, unabhängiger Softwarehersteller (ISV) oder unabhängiger Hardwarehersteller (IHV) stehen Ihnen somit alle Tools zur Verfügung, die Sie zum Portieren von Anwendungen auf sämtliche Plattformen benötigen, die von SUSE Linux Enterprise Desktop und SUSE Linux Enterprise Server unterstützt werden.
Darüber hinaus enthält das SUSE Software Development Kit integrierte Entwicklungsumgebungen (IDEs), Debugger, Code-Editoren und andere verwandte Werkzeuge. Es unterstützt die wichtigsten Programmiersprachen einschließlich C, C++, Java und die meisten Skriptsprachen. Das SUSE-SDK umfasst mehrere Perl-Pakete, die nicht in SUSE Linux Enterprise Server enthalten sind.
Das SDK ist ein Modul für SUSE Linux Enterprise und steht über einen Online-Kanal im SUSE Customer Center zur Verfügung. Alternativ dazu können Sie http://download.suse.com/ aufrufen, nach SUSE Linux Enterprise Software Development Kit suchen und das SDK von dort herunterladen. Weitere Informationen finden Sie in Kapitel 9, Installieren von Modulen, Erweiterungen und Add-on-Produkten von Drittanbietern.