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Zusammenfassung
GIMP (The GNU Image Manipulation Program) ist ein Programm zum Erstellen und Bearbeiten von Rastergrafiken. Seine Funktionen sind weitgehend vergleichbar mit Adobe Photoshop und anderen kommerziellen Programmen. Sie können damit u. a. Fotos vergrößern, verkleinern und retuschieren, Grafiken für Webseiten entwerfen und Titelbilder für Ihre CDs erstellen. GIMP erfüllt sowohl die Anforderungen von Amateuren als auch von Profis.
Wie viele andere Linux-Programme wurde GIMP als gemeinschaftliches Projekt vieler Freiwilliger weltweit entwickelt, die ihre Zeit und ihren Quellcode dem Projekt zur Verfügung stellen. Das Programm wird ständig weiterentwickelt, daher ist es möglich, dass Ihre in das System integrierte Version geringfügig von der hier beschriebenen Version abweicht. Am häufigsten ändert sich das Layout der einzelnen Fenster.
GIMP ist ein sehr komplexes Programm. In diesem Kapitel werden daher nur einige Funktionen, Werkzeuge und Menüoptionen erläutert. In Abschnitt 20.7, „Weiterführende Informationen“ erhalten Sie Hinweise auf weitere Informationsquellen über das Programm.
Es gibt zwei Arten von Grafiken: Raster und Vektor. GIMP dient zur Arbeit mit Rastergrafiken, dem normalen Format für Digitalfotos und gescannte Bilder. Rasterbilder bestehen aus Pixeln – kleinen Farbblöcken, die zusammen ein vollständiges Bild ergeben. Bilder mit hoher Auflösung enthalten eine große Anzahl von Pixeln und die Bilddateien können daher leicht sehr groß werden. Eine Pixelgrafik kann nur bei gleichzeitigem Qualitätsverlust vergrößert werden. GIMP unterstützt alle geläufigen Rastergrafikformate wie JPEG, PNG, GIF, BMP, TIFF usw.
Im Gegensatz zu Rastergrafiken werden in Vektorgrafiken keine Informationen zu den einzelnen Pixeln gespeichert. Stattdessen werden geometrische Figuren wie Punke, Linien, Kurven und Polygone verwendet. Vektorbilder können sehr einfach skaliert werden und die Bilddateien sind kleiner. Der Nachteil von Vektorgrafiken besteht darin, dass sie komplexe Bilder mit vielen unterschiedlichen Farben schlechter darstellen können als Fotos. Es gibt viele spezielle Anwendungen für Vektorgrafiken, wie zum Beispiel Inkscape. GIMP unterstützt Vektorgrafiken nur sehr begrenzt. GIMP kann beispielsweise Vektorgrafiken im SVG-Format öffnen und rastern und mit Vektorpfaden arbeiten.
GIMP 2.6 unterstützt nur eine beschränkte Auswahl von Farbräumen. Unterstützt werden indizierte Bilder und Graustufen- oder RGB-Bilder mit 8 Bit pro Kanal (24 Bit pro Pixel bei RGB-Bildern ohne Alphakanal). Viele gute Digitalkameras können Bilddateien mit größeren Farbtiefen erstellen. Wenn Sie solch ein Bild in GIMP importieren, gehen Farbinformationen verloren.