Steuerung der Desktop-Energieverwaltung

Bei der GNOME-Energieverwaltung handelt es sich um einen Sitzungs-Daemon für den GNOME-Desktop, der die Energieeinstellungen für Ihren Laptop oder Desktop-Computer verwaltet. Bei Batteriebetrieb zeigt die GNOME-Energieverwaltung in der Kontrollleiste ein Batteriesymbol an, das den Batteriestatus angibt. Wenn Sie mit der Maus auf das Symbol zeigen, wird ein Popup-Fenster mit weiteren Informationen eingeblendet. Zum Anzeigen detaillierter Informationen zum aktuellen Batteriestatus klicken Sie auf das Symbol und wählen Sie Laptop-Batterie. Bei bestimmten Ereignissen wie sehr niedrigem Ladestand der Batterie zeigt die GNOME-Energieverwaltung Benachrichtigungen an, die Sie über das Ereignis informieren.

Die GNOME-Energieverwaltung wird in der Regel automatisch zusammen mit GNOME gestartet. Sie können die GNOME-Energieverwaltung jedoch auch mit folgendem Kommando starten:

gnome-power-manager --verbose --no-

Anzeigen der Energiestatistik

Mit dem Statistikprogramm können Sie den Energieverbrauch Ihres Laptops grafisch darstellen. Zum Öffnen der Statistikdiagramme klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Batteriesymbol und wählen Sie Energieverlauf oder klicken Sie auf Computer+Weitere Anwendungen+System+Energiestatistik.

Abbildung 2.5. Energieverlauf vom Batteriestrom zum Netzstrom

Energieverlauf vom Batteriestrom zum Netzstrom

Das Diagramm für den Energieverlauf gibt den Ladungsverlauf der Komposit-Primärbatterie an. Die Linie stellt entweder die Energie dar, die zum Laden der Batterien im System verbraucht wurde, oder die Energie, die das System aus den Batterien bezieht. Die Linie sollte nach oben verlaufen, wenn Aufgaben ausgeführt werden, die den Prozessor stark belasten, und nach unten verlaufen, wenn sich das System im Leerlauf befindet (oder wenn der Bildschirm abgeblendet ist). Wenn Datenereignisse empfangen wurden, wird eine Legende für das Diagramm angezeigt.

Wenn der Computer nicht gerade geladen oder entladen wird oder wenn er sich im Ruhemodus befindet, werden keine Ladestromdaten angezeigt. Dies liegt an einer Hardwarebeschränkung, die bewirkt, dass der Ladestrom nur über den Batterieverwaltungschip und nicht über den Energieverwaltungschip der Hauptplatine gesendet wird.

Je nach verwendeter Hardware sind im Menü Diagrammtyp weitere Diagramme verfügbar. Außerdem wird möglicherweise zusätzliche Hardware angezeigt, auf die über die optionale Schaltfläche Geräte zugegriffen werden kann.

Ändern der Voreinstellungen für die Energieverwaltung

Im Dialogfeld "Einstellungen der Energieverwaltung" können Sie die Helligkeit des LCD-Bildschirms steuern, wenn Ihr System mit Netz- oder Batteriestrom versorgt wird, die Leerlaufzeit bis zum Abschalten des Bildschirms, die Suspend-Aktion und die Aktionen festlegen, die bei geschlossenem Laptopdeckel ausgeführt werden sollen, sowie die Symbolrichtlinie für den Meldungsbereich definieren.

Um auf "Einstellungen der Energieverwaltung" zuzugreifen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Batteriesymbol und wählen Sie dann Einstellungen oder klicken Sie auf Computer+Weitere Anwendungen+System+Energieverwaltung.

Voreinstellungen für Netzbetrieb

Verwenden Sie die Optionen im Dialogfeld "Bei Netzbetrieb", um Ihren Computer automatisch in den Ruhemodus zu versetzen, nachdem er für eine bestimmte Zeitspanne inaktiv war. Wenn sich Ihr Computer im Ruhemodus befindet, ist er zwar eingeschaltet, aber der Stromsparmodus ist aktiviert (Suspend to RAM). Die Rückkehr aus dem Ruhemodus dauert weniger lange als ein Neustart des Computers nach dem Abschalten.

Sie können auch nur den Bildschirm in den Ruhemodus versetzen und die Helligkeit anpassen. Wenn Ihr Computer gerade eine Aufgabe ausführt (z. B. das Brennen einer DVD), die Sie beenden möchten, während Sie abwesend sind, lassen Sie nur den Bildschirm in den Ruhemodus wechseln.

Abbildung 2.6. GNOME-Energieverwaltung - Voreinstellungen für Netzbetrieb

GNOME-Energieverwaltung - Voreinstellungen für Netzbetrieb

Voreinstellungen für Batteriebetrieb

Verwenden Sie die Optionen im Dialogfeld "Bei Batteriebetrieb", um Ihren Computer automatisch in den Ruhemodus zu versetzen, nachdem er für eine bestimmte Zeitspanne inaktiv war, und um festzulegen, was geschehen soll, wenn der Laptop-Deckel geschlossen wird oder der Ladezustand der Batterie sehr niedrig ist.

Wenn sich Ihr Computer im Ruhemodus befindet, ist er zwar eingeschaltet, aber der Stromsparmodus ist aktiviert (Suspend to RAM). Die Rückkehr aus dem Ruhemodus dauert weniger lange als ein Neustart des Computers nach dem Abschalten.

Sie können auch festlegen, dass nur der Bildschirm in den Ruhemodus wechselt. Wenn Ihr Computer gerade eine Aufgabe ausführt (z. B. das Brennen einer DVD), die Sie beenden möchten, während Sie abwesend sind, lassen Sie nur den Bildschirm in den Ruhemodus wechseln.

Abbildung 2.7. GNOME-Energieverwaltung - Voreinstellungen für Batteriebetrieb

GNOME-Energieverwaltung - Voreinstellungen für Batteriebetrieb

Allgemeine Einstellungen

Verwenden Sie die Optionen im Dialogfeld "Allgemeine Einstellungen der Energieverwaltung", um weitere Optionen für das Verhalten der GNOME-Energieverwaltung zu konfigurieren, beispielsweise welche Aktionen beim Drücken der Suspend-Tasten ausgeführt werden sollen, ob im Meldungsbereich ein Symbol angezeigt werden soll und ob Sie durch einen Signalton auf einen Fehler aufmerksam gemacht werden sollen.

Abbildung 2.8. GNOME-Energieverwaltung - Allgemeine Einstellungen

GNOME-Energieverwaltung - Allgemeine Einstellungen

Planen einer Reaktivierung aus dem Suspend-Status

Verwenden Sie den Karteireiter Planung im Dialogfeld "Allgemeine Einstellungen der Energieverwaltung", um eine automatische Reaktivierung aus dem Suspend-Status zu konfigurieren. Geben Sie eine Tageszeit und einen Wochentag für die Reaktivierung an.

Abbildung 2.9. GNOME-Energieverwaltung - Planungseinstellungen

GNOME-Energieverwaltung - Planungseinstellungen

Sitzungs- und Systemleerlaufzeiten

gnome-screensaver ist ein Sitzungs-Daemon, der die Benutzereingaben überwacht (ob die Maus bewegt oder eine Taste der Tastatur gedrückt wurde oder nicht), und dann eine Zeitüberschreitung einleitet. Wenn der Wert dieser Zeitüberschreitung den Wert erreicht, der unter "Einstellungen für Bildschirmschoner" festgelegt wurde (mithilfe der Option Computer inaktiv nach), wird die Anmeldung mit "Sitzung im Ruhemodus" gekennzeichnet.

Sobald die Sitzung im Ruhemodus als solche gekennzeichnet wurde, startet die GNOME-Energieverwaltung ihren eigenen Systemtimer. Wenn die in den Einstellungen für die GNOME-Energieverwaltung festgelegte Zeitüberschreitung erreicht wird und die CPU inaktiv ist, wird die entsprechende Leerlauf-Aktion ausgeführt (Abschalten des Bildschirms, Aktivierung des Suspend-Status oder Wechsel in den Ruhemodus).

Damit dies eindeutig ist, sind die Schieberegler in den Einstellungen der GNOME-Energieverwaltung so eingestellt, dass sie beim Wert der Sitzungszeitüberschreitung + 1 Minute beginnen, da die Einstellungen der GNOME-Energieverwaltung logischerweise nicht ausgelöst werden können, bevor die Sitzung als Sitzung im Leerlauf gekennzeichnet wurde. Wenn Sie den Wert der Sitzungszeitüberschreitung bei Leerlauf in den Einstellungen für Bildschirmschoner anpassen, wird die Startzeit der Schieberegler in den Einstellungen der GNOME-Energieverwaltung entsprechend geändert.

Abbildung 2.10. Ändern der Sitzungszeitüberschreitung bei Leerlauf in den Einstellungen für Bildschirmschoner

Ändern der Sitzungszeitüberschreitung bei Leerlauf in den Einstellungen für Bildschirmschoner

Um auf die Einstellungen für Bildschirmschoner zuzugreifen, klicken Sie auf Computer+Weitere Anwendungen+System+Bildschirmschoner. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 3.3.4, „Konfigurieren des Bildschirmschoners“.