Kapitel 18. Zugriff auf Dateisysteme mit FUSE

Inhaltsverzeichnis

18.1. Konfigurieren von FUSE
18.2. Erhältliche FUSE-Plug-Ins
18.3. Weiterführende Informationen

Zusammenfassung

FUSE ist das Akronym für File System in Userspace (Dateisystem im Benutzerraum). Das bedeutet, Sie können ein Dateisystem als nicht privilegierter Benutzer konfigurieren und einhängen. Normalerweise müssen Sie für diese Aufgabe als root angemeldet sein. FUSE alleine ist ein Kernel-Modul. In Kombination mit Plug-Ins kann FUSE auf nahezu alle Dateisysteme wie SSH-Fernverbindungen, ISO-Images und mehr erweitert werden.

18.1. Konfigurieren von FUSE

Bevor Sie FUSE installieren können, müssen Sie das Paket fuse installieren. Abhängig vom gewünschten Dateisystem benötigen Sie zusätzliche Plugins, die in verschiedenen Paketen verfügbar sind.

Im Allgemeinen müssen Sie FUSE nicht konfigurieren, Sie können es einfach verwenden. Jedoch empfiehlt es sich, ein Verzeichnis anzulegen, in dem Sie alle Ihre Einhängepunkte speichern. Sie können beispielsweise das Verzeichnis ~/mounts anlegen und dort Ihre Unterverzeichnisse für die verschiedenen Dateisysteme einfügen.

18.2. Erhältliche FUSE-Plug-Ins

FUSE ist abhängig von Plugins. Die folgende Tabelle führt gängige Plug-Ins auf.

Tabelle 18.1. Erhältliche FUSE-Plug-Ins

fuseiso

Hängt CD-ROM-Images mit enthaltenen ISO9660-Dateisystemen ein.

ntfs-3g

Hängt NTFS-Volumes (mit Lese- und Schreibunterstützung) ein.

sshfs

Dateisystem-Client auf der Basis des SSH-Dateiübertragungsprotokolls

wdfs

Hängt WebDAV-Dateisysteme ein.


18.3. Weiterführende Informationen

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage http://fuse.sourceforge.net von FUSE.


SUSE Linux Enterprise Desktop Administrationshandbuch 11 SP4