Probleme beim Booten sind Fälle, in denen Ihr System nicht vorschriftsmäßig gebootet wird, das Booten also nicht mit dem erwarteten Runlevel und Anmeldebildschirm erfolgt.
Wenn die Hardware vorschriftsmäßig funktioniert, ist möglicherweise der Bootloader beschädigt und Linux kann auf dem Computer nicht gestartet werden. In diesem Fall muss der Bootloader neu installiert werden. Gehen Sie zur erneuten Installation des Bootloader wie folgt vor:
Legen Sie das Installationsmedium in das Laufwerk ein.
Booten Sie den Computer neu.
Wählen Sie im Bootmenü die Option (Installation) aus.
Wählen Sie eine Sprache aus.
Nehmen Sie die Lizenzvereinbarung an.
Wählen Sie im Bildschirm die Option aus und legen Sie den Installationsmodus auf fest.
Wenn Sie sich im YaST-Modul für die Systemreparatur befinden, wählen Sie zunächst und dann aus.
Stellen Sie die ursprünglichen Einstellungen wieder her und installieren Sie den Bootloader neu.
Beenden Sie die YaST-Systemreparatur und booten Sie das System neu.
Die Grunde dafür, dass der Computer nicht gebootet werden kann, stehen möglicherweise in Zusammenhang mit dem BIOS.
Überprüfen Sie Ihr BIOS auf Verweise auf Ihre Festplatte hin. GRUB wird möglicherweise einfach deshalb nicht gestartet, weil die Festplatte bei den aktuellen BIOS-Einstellungen nicht gefunden wird.
Überprüfen Sie, ob die Festplatte in der Bootreihenfolge Ihres Systems enthalten ist. Wenn die Festplatten-Option nicht aktiviert wurde, wird Ihr System möglicherweise vorschriftsmäßig installiert. Das Booten ist jedoch nicht möglich, wenn auf die Festplatte zugegriffen werden muss.
Dieses Verhalten tritt normalerweise nach einer nicht erfolgreichen Kernelaufrüstung auf und ist nach der Art von Fehler auf der Systemkonsole, der zuweilen im Endstadium des Vorgangs auftritt, als Kernelpanik bekannt. Wenn der Computer tatsächlich soeben nach einer Softwareaktualisierung neu gebootet wurde, sollte er zunächst mithilfe der alten, bewährten Version des Linux-Kernels und der zugehörigen Dateien erneut gebootet werden. Gehen Sie dazu während des Bootvorgangs im Bildschirm des GRUB-Bootloaders wie folgt vor:
Booten Sie den Computer mithilfe der Schaltfläche zum Zurücksetzen neu oder schalten Sie ihn aus und wieder an.
Wenn der GRUB-Bootbildschirm angezeigt wird, wählen Sie aus und drücken Sie dann die Eingabetaste. Der Computer sollte nun mithilfe der früheren Version des Kernels und der zugehörigen Dateien gebootet werden.
Entfernen Sie nach Abschluss des Bootvorgangs den neu installierten Kernel und bearbeiten Sie, falls erforderlich, die Datei /boot/grub/menu.lst manuell, um den älteren Kernel as Standardoption anzugeben. Detailliertere Informationen zu der in dieser Konfigurationsdatei verwendeten Syntax finden Sie in Kapitel 10, Der Bootloader GRUB.
Möglicherweise ist eine Aktualisierung dieser Datei nicht erforderlich, da sie normalerweise während des Rollback-Vorgangs von den automatischen Aktualisierungswerkzeugen bearbeitet wird.
Booten Sie den Computer neu.
Wenn sich das Problem dadurch nicht lösen lässt, da der Computer mit der Option nicht ordnungsgemäß gebootet wird, booten Sie den Computer mithilfe des Installationsdatenträgers. Fahren Sie nach dem Booten des Computers mit Schritt 3 und fort.
Wenn der Computer hochfährt, jedoch der grafische Anmelde-Manager nicht gebootet wird, müssen Sie entweder hinsichtlich der Auswahl des standardmäßigen Runlevel oder der Konfiguration des X-Window-Systems mit Problemen rechnen. Wenn Sie die Runlevel-Konfiguration überprüfen möchten, melden Sie sich als root-Benutzer an und überprüfen Sie, ob der Computer so konfiguriert ist, dass das Booten in Runlevel 5 erfolgt (grafischer Desktop). Eine schnelle Möglichkeit stellt das Überprüfen des Inhalts von /etc/inittab dar, und zwar folgendermaßen:
tux@mercury:~> grep "id:" /etc/inittab id:5:initdefault:
Aus der zurückgegebenen Zeile geht hervor, dass der Standard-Runlevel des Computer (initdefault) auf 5 eingestellt ist und dass das Booten in den grafischen Desktop erfolgt. Wenn der Runlevel auf eine andere Nummer eingestellt ist, kann er über den YaST-Runlevel-Editor auf 5 eingestellt werden.
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Bearbeiten Sie die Runlevel-Konfiguration nicht manuell. Andernfalls überschreibt SUSEconfig (durch YaSTausgeführt) diese Änderungen bei der nächsten Ausführung. Wenn Sie hier manuelle Änderungen vornehmen möchten, deaktivieren Sie zukünftige Änderungen, indem Sie | |
Wenn Runlevel auf 5 gesetzt ist, ist vermutlich Ihre Desktop- oder X Windows-Software falsch konfiguriert oder beschädigt. Suchen Sie in den Protokolldateien von /var/log/Xorg.*.log nach detaillierten Meldungen vom X-Server beim versuchten Start. Wenn es beim Starten zu einem Problem mit dem Desktop kommt, werden möglicherweise Fehlermeldungen in /var/log/messages protokolliert. Wenn diese Fehlermeldungen auf ein Konfigurationsproblem mit dem X-Server hinweisen, versuchen Sie, diese Probleme zu beseitigen. Wenn das grafische System weiterhin nicht aktiviert wird, ziehen Sie die Neuinstallation des grafischen Desktop in Betracht.
![]() | Manueller Start von X Window System |
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Schneller Test: Durch das Kommando startx sollte das X-Windows-System mit den konfigurierten Standardeinstellungen gestartet werden, wenn der Benutzer derzeit bei der Konsole angemeldet ist. Wenn dies nicht funktioniert, sollten Fehler auf der Konsole protokolliert werden. | |