Mit SUSE Linux Enterprise Desktop können Sie auf Ihrem Computer und in einem Netzwerk auf Ordner und Dateien zugreifen.
Verwenden Sie den Datei-Manager Nautilus, um Ordner und Dokumente zu erstellen und anzuzeigen, Skripts auszuführen und CDs Ihrer Daten zu erstellen. Darüber hinaus bietet Nautilus Unterstützung für die Web- und Dateianzeige.
Sie können Nautilus auf folgende Arten öffnen:
Klicken Sie auf .
Klicken Sie auf das Home-Verzeichnissymbol auf dem Desktop.
Sie können in den Browsermodus wechseln, indem Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner klicken und dann (Mit Dateibrowser öffnen) wählen. Dadurch erhalten Sie eine vertraute Ansicht mit einem Verzeichnisfenster, in dem der aktuelle Pfad sowie Schaltflächen für häufig verwendete Funktionen angezeigt werden. Dies gilt für das aktuelle Nautilus-Fenster.
Sie können die Einstellungen für Dateien und Ordner in Nautilus ändern, indem Sie auf klicken und dann aus den folgenden Optionen wählen:
Tabelle 1.3. Nautilus-Optionen
Einige einfache Kurzbefehle für die Navigation:
Tabelle 1.4. Nautilus-Kurzbefehle für die Navigation
Weitere Informationen erhalten Sie durch Klicken auf in Nautilus.
Um auf den Inhalt von Disketten, CDs oder DVDs zuzugreifen, legen Sie den Datenträger in das betreffende Laufwerk ein. Bei einigen Arten von Wechseldatenträgern blendet Nautilus automatisch ein Fenster ein, wenn der Datenträger eingelegt oder mit dem Computer verbunden wird. Wird Nautilus nicht geöffnet, doppelklicken Sie auf das Symbol für das Laufwerk, um seinen Inhalt anzuzeigen.
![]() | Warnung |
|---|---|
Entfernen Sie Datenträger nach der Verwendung nicht einfach aus dem Laufwerk. Disketten, CDs und DVDs müssen immer zuerst vom System ausgehängt werden. Schließen Sie dazu alle Datei-Manager-Sitzungen, die noch auf den Datenträger zugreifen. Klicken Sie danach mit der rechten Maustaste auf das Datenträgersymbol und wählen Sie aus. Sobald sich das Laufwerk automatisch öffnet, können Sie den Datenträger entnehmen. | |
Durch Klicken auf (Diskette formatieren) können Disketten formatiert werden. Wählen Sie im Dialogfeld "Floppy Formatter" (Diskette formatieren) die Diskettendichte und die Dateisystemeinstellungen aus: das Linux-Dateisystem „Linux native (ext2)“ oder das Windows-Dateisystem „DOS (FAT)“.
Zum Suchen nach Dateien auf Ihrem Computer klicken Sie auf , geben die Suchbegriffe in das Feld ein und drücken die Eingabetaste. Das Ergebnis wird im Dialogfeld "Desktop-Suche" angezeigt.
Sie können die Suchergebnisliste verwenden, um eine Datei zu öffnen, sie per E-Mail weiterzuleiten oder im Datei-Manager anzuzeigen. Klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste auf ein Objekt in der Ergebnisliste und wählen Sie dann die gewünschte Option aus. Die für ein Objekt verfügbaren Optionen hängen vom Dateityp ab. Durch Klicken auf eine Datei in der Liste werden eine Vorschau der Datei und Informationen wie Titel, Pfad und Zeitpunkt der letzten Änderung bzw. des letzten Zugriffs angezeigt.
Verwenden Sie das Menü , um Ihre Suche auf Dateien an einem bestimmten Speicherort einzuschränken, wie Ihr Adressbuch oder Webseiten, oder um nur einen bestimmten Dateityp in der Ergebnisliste anzuzeigen. Das Menü ermöglicht Ihnen das Sortieren der Objekte in Ihrer Ergebnisliste nach Name, Relevanz oder Datum der letzten Dateiänderung.
Sie können auch auf die Desktop-Suche zugreifen, indem Sie auf klicken, F12 drücken oder in der unteren Kontrollleiste auf das Symbol
klicken.
Suchbegriffe können in Groß- und Kleinschreibung eingegeben werden. Die Groß-/Kleinschreibung wird bei der Suche standardmäßig nicht berücksichtigt.
Wenn die Groß-/Kleinschreibung bei der Suche berücksichtigt werden soll, müssen Sie den Suchbegriff zwischen doppelte Anführungszeichen (“) setzen. Wenn Sie beispielsweise “APFEL” in eine Suche eingeben, wird "Apfel" ignoriert.
Um nach optionalen Begriffen zu suchen, verwenden Sie das Schlüsselwort OR (beispielsweise äpfel OR orangen).
![]() | Wichtig |
|---|---|
OR muss in Großbuchstaben geschrieben werden, wenn es als optionaler Operator eingesetzt werden soll. | |
Um Suchbegriffe auszuschließen, müssen Sie vor dem auszuschließenden Begriff ein Minuszeichen (-) einfügen.
Um nach einem exakten Satzteil oder Begriff zu suchen, müssen Sie den Satzteil oder Begriff zwischen Anführungszeichen (“) setzen.
Häufig vorkommende Wörter wie “ein”, “das” und “ist” werden ignoriert.
Zur Suche wird stets die Grundform eines Suchbegriffs verwendet (eine Suche nach “fahren” beispielsweise entspricht “fahre”, “fährt” und “gefahren”).
Das Suchwerkzeug Beagle sucht standardmäßig im Text von Dokumenten und in deren Eigenschaften nach Suchbegriffen. Verwenden Sie das Format Eigenschaft_Schlüsselwort:Anfrage, um ein Wort in einer bestimmten Eigenschaft zu suchen. Ein Beispiel: author:Johann sucht nach Dateien, in denen “Johann” für die Eigenschaft "Author" (Autor) angegeben ist.
Tabelle 1.5. Unterstützte Eigenschaftsschlüsselwörter
Eigenschaftssuchen folgen den in Abschnitt 1.4.3.1, „Tipps für die Suche“ genannten Regeln. Eigenschaftssuchen können als Ausschluss- oder OR-Abfragen durchgeführt werden. Hierbei können auch Satzteile als Anfrage verwendet werden. Die folgende Zeile beispielsweise sucht nach allen PDF- oder HTML-Dokumenten, die das Wort “apfel” enthalten, deren Autor-Eigenschaft “Johann” lautet und deren Titel nicht das Wort “orangen” enthält.
apfel ext:pdf OR ext:html author:Johann -title:orangen
Verwenden Sie das Dialogfeld "Search Preferences" (Sucheinstellungen), um die Such- und Indexeinstellungen festzulegen. Zum Öffnen von "Search Preferences" (Sucheinstellungen) klicken Sie auf . Sie können auch im Dialogfeld "Desktop-Suche" auf klicken.
Klicken Sie auf der Registerkarte "Suchen" auf , um den Suchdämon stets bei der Anmeldung zu starten (ist standardmäßig aktiviert). Außerdem können Sie die Tastenkombination festlegen, mit der das Fenster "Desktop-Suche" eingeblendet wird. Wählen Sie hierfür eine beliebige Kombination aus den Tasten Strg, Alt und einer Funktionstaste. F12 ist die Standardtastenkombination.
Auf der Registerkarte können Sie auswählen, welches Verzeichnis indiziert werden soll. Standardmäßig wird das Home-Verzeichnis indiziert. Sie können die Indizierung dieses Verzeichnisses aber auch deaktivieren und andere Verzeichnisse zur Indizierung auswählen. Wenn Sie andere Verzeichnisse hinzufügen, müssen Sie über die entsprechenden Zugriffsrechte auf diese Verzeichnisse verfügen. Sie können auch Ressourcen angeben, die nicht indiziert werden sollen (weitere Informationen finden Sie unter Abschnitt 1.4.3.4, „Verhindern, dass Dateien und Verzeichnisse indiziert werden.“).
Verwenden Sie das Dialogfeld "Search Preferences" (Sucheinstellungen), um Ressourcen festzulegen, die nicht indiziert werden sollen. Hierbei kann es sich um Verzeichnisse, Muster, Mail-Ordner oder bestimmte Objekttypen handeln.
Klicken Sie auf +++ (Beagle-Suchwerkzeug).
Klicken Sie auf .
Klicken Sie auf der Registerkarte "Indizierung" im Bereich "Privatsphäre" auf .
Wählen Sie eine Ressource aus, die von der Indizierung ausgeschlossen werden soll, und geben Sie dann den Pfad zu dieser Ressource an.
Klicken Sie zweimal auf "OK".
Die folgenden Aufgaben in diesem Kapitel sollen Ihnen den Zugriff auf Netzwerkressourcen erleichtern:
Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten, um eine Verbindung zu einem Netzwerk herzustellen: über verkabelte oder über drahtlose Verbindungen. Klicken Sie auf , um Ihren Netzwerkverbindungsstatus anzuzeigen. Das Symbol im Bereich des Hauptmenüs gibt Ihren Netzwerkverbindungsstatus an. In der folgenden Abbildung beispielsweise ist der Computer über eine Ethernet-Verbindung mit einem Kabelnetzwerk verbunden.
Klicken Sie auf das Symbol, um Informationen zur Verbindung, beispielsweise die IP-Adresse, die Gateway-Adresse usw., anzuzeigen.
Vergewissern Sie sich, dass ein Ethernet-Kabel an die Netzwerkkarte Ihres Computers angeschlossen ist.
Klicken Sie im Hauptfenster auf das Symbol und dann auf .
Nach Herstellung einer verkabelten Netzwerkverbindung verändert sich das Symbol , um den Verbindungstyp anzugeben.
Die Netzwerkverbindung ist bestätigt, wenn neben dem Menüeintrag die Angabe steht. Sie können die Verbindung auch bestätigen, indem Sie auf das Symbol klicken. Besteht eine Verbindung, zeigt das Fenster "Verbindungsinformationen" Ihre IP-Adresse und andere Details zur Verbindung an.
Stellen Sie sicher, dass der Computer über eine drahtlose Netzwerkkarte verfügt.
Klicken Sie im Hauptfenster auf das Symbol und dann auf .
Das Netzwerkverbindungssymbol wechselt zu einem Balken, der die Stärke des drahtlosen Signals angibt, und alle erkannten drahtlosen Netzwerke werden im Menü angezeigt.
Wenn Ihr Netzwerkname angezeigt wird, wählen Sie diesen im Menü aus. Nach Herstellung einer Verbindung gibt das Symbol an, dass Sie über eine drahtlose Verbindung verfügen.
Wenn Ihr Netzwerkname nicht im Menü angezeigt wird, gehen Sie wie folgt vor:
Klicken Sie im Hauptfenster auf das Symbol und dann auf .
Geben Sie im Dialogfeld "Specify an ESSID" (ESSID angeben) den Namen des drahtlosen Netzwerks in das Feld ein.
(Bedingt) Wenn das drahtlose Netzwerk verschlüsselt ist, klicken Sie auf (Verschlüsselungsschlüssel anzeigen), um das Feld (Verschlüsselungsschlüssel) anzuzeigen.
Geben Sie den Verschlüsselungscode ein und klicken Sie dann auf .
Nun sollte der Name Ihres drahtlosen Netzwerks im Menü angezeigt werden.
Wählen Sie den Namen des drahtlosen Netzwerks aus.
Bei Herstellung der Verbindung wird das Symbol blau.
Sie können die Verbindung auch bestätigen, indem Sie auf das Symbol klicken und die anzeigen. Besteht eine Verbindung, zeigt das Fenster "Verbindungsinformationen" Ihre IP-Adresse und andere Details zur Verbindung an.
Über das Symbol können Sie Ihre Netzwerkverbindungen überwachen, verwalten und konfigurieren. Durch Klicken auf das Symbol wird ein Fenster geöffnet, in dem die aktive Netzwerkverbindung angezeigt wird, falls auf dem Computer mehrere Netzwerkgeräte vorhanden sind.
Wenn Ihr Laptop beispielsweise für die Verwendung eines drahtlosen Ports und eines Ports für ein Netzwerkkabel konfiguriert ist, werden zwei Netzwerkverbindungen in der Liste angezeigt.
Wenn Sie über ein Kabel mit dem Netzwerk verbunden sind und nun zur drahtlosen Verbindung wechseln müssen, klicken Sie einfach auf das Symbol und dann auf . SLED wechselt nun die Netzwerkverbindung und übernimmt bei Bedarf eine neue IP-Adresse.
![]() | Wichtig |
|---|---|
Bevor Sie diese Änderung vornehmen, sollten Sie jedoch alle Daten speichern, da ein Dienstwechsel dazu führen kann, dass bestimmte Anwendungen oder Dienste neu gestartet werden. | |
Über das Menü können Sie Verbindungsinformationen wie die verwendete IP-Adresse und Ihre Hardware-Adresse anzeigen.
Wenn Sie Ihre Netzwerkeinstellungen aktualisieren oder Änderungen daran vornehmen müssen, klicken Sie auf . Dadurch wird der Assistent für die Einrichtung von Netzwerkkarten gestartet, der Sie durch den Konfigurationsvorgang führt. Bei Verwendung dieser Option wird das Passwort für den Benutzer "root" benötigt.
Die Ressourcen auf Netzwerkgeräten wie Arbeitsstationen und Servern können vollständig oder zum Teil für die gemeinsame Verwendung freigegeben sein. Dateien und Ordner sind in diesem Fall so gekennzeichnet, dass entfernte Benutzer darauf zugreifen können. Diese freigegebenen Ressourcen werden als Netzwerkfreigaben bezeichnet. Wenn Ihr System für den Zugriff auf Netzwerkfreigaben konfiguriert ist, können Sie im Datei-Manager Nautilus auf diese zugreifen.
Doppelklicken Sie auf und klicken Sie dann auf (Netzwerkserver). Im Fenster werden nun die für Sie zugänglichen Netzwerkfreigaben angezeigt. Doppelklicken Sie auf die Netzwerkressource, auf die Sie zugreifen möchten. Eventuell müssen Sie sich bei der Ressource durch Angabe Ihres Benutzernamens und Passworts authentifizieren.
Für den Zugriff auf NFS-Freigaben doppelklicken Sie auf das Symbol . Eine Liste der für Sie verfügbaren UNIX-Freigaben wird angezeigt.
Für den Zugriff auf Windows-Freigaben doppelklicken Sie auf das Symbol . Die für Sie verfügbaren Windows-Freigaben werden angezeigt.
Sie können Verzeichnisse auf Ihrem Computer für andere Benutzer im Netzwerk freigeben.
Verwenden Sie YaST, um die Freigabe auf Ihrem Computer zu aktivieren. Zum Aktivieren der Freigabe müssen Sie über Root-Berechtigungen verfügen und Mitglied einer Arbeitsgruppe oder Domäne sein.
Wenn die Verzeichnisfreigabe auf Ihrem Computer aktiviert ist, können Sie mit den folgenden Schritten ein Verzeichnis für die Freigabe konfigurieren.
Öffnen Sie Nautilus und wechseln Sie zu dem Verzeichnis, das Sie freigeben möchten.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner für das Verzeichnis, das Sie freigeben möchten, und klicken Sie dann auf .
Aktivieren Sie das Kontrollkästchen (Diesen Ordner freigeben) und geben Sie dann den Namen für die Freigabe ein.
Wenn andere Benutzer in der Lage sein sollen, Dateien in Ihr freigegebenes Verzeichnis zu kopieren, aktivieren Sie das Kontrollkästchen .
(Optional) Geben Sie bei Bedarf einen Kommentar ein.
Klicken Sie auf (Freigabe erstellen).
In der Vergangenheit bewirkte das Arbeiten an mehreren Standorten, dass Sie sich um die Verwaltung verschiedener Dateiversionen, eine sichere Datenübertragung und eine regelmäßige Sicherung der Daten auf mehreren Arbeitsstationen kümmern mussten. Mit Novell iFolder® können Sie nun stets einfach und sicher auf die neuesten Versionen Ihrer Dokumente zugreifen, da iFolder Ihre Dateien zwischen dem iFolder-Server und den Arbeitsstationen, auf denen Sie sich bei iFolder anmelden, transparent aktualisiert.
Klicken Sie auf , um sich bei iFolder anzumelden. Damit Sie iFolder verwenden können, müssen Sie über ein eingerichtetes iFolder-Konto verfügen. Ist dies nicht der Fall, wenden Sie sich an Ihren Systemadministrator.
Weitere Informationen finden Sie im Novell iFolder 3.x-Benutzerhandbuch.