Linux bietet eine Vielzahl von Programmen zur Wiedergabe von Audio-CDs und der verschiedenen verfügbaren Musikformate, wie zum Beispiel MP3-, OGG- und WAV-Dateien. Wenn möglich, werden die unterstützten Formate der Player aufgeführt.
Neben dem Kscd-Player, der nur Audio-CDs abspielen kann, ist unter KDE zusätzlich ein Multimedia-Player verfügbar, der auch verschiedene Formate wie MP3- und OGG-Dateien sowie Internet-Radio-Streams abspielen kann. Es werden alle Formate unterstützt, die auch der verwendete Sound-Server beherrscht. Aktuell sind die Sound-Server aRts und GStreamer verwendbar.
Bei der Entwicklung von amaroK wurde besonderes Augenmerk auf die leichte Handhabung der Wiedergabeliste gelegt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Playern kann bei amaroK die Wiedergabeliste mit Drag & Drop zusammengestellt werden. amaroK stellt hierfür verschiedene Quellen bereit, die eine einfache Verwaltung der Titel erlauben. Es kann aber auch Konqueror als Quelle dienen. Die Wiedergabeliste von amaroK kann im m3u- oder pls-Format gespeichert werden, was einen Austausch mit anderen kompatiblen Playern ermöglicht.
Beim ersten Start von amaroK sehen Sie zwei Fenster, das kleinere Player-Fenster mit den üblichen „Bedientasten“ und das große Fenster der Wiedergabeliste (Abb.___nbsp;Abbildung 15.4, „Mediaplayer amaroK“). Beide Fenster können je nach Bedarf verborgen werden. Die Wiedergabeliste schalten Sie mit dem -Button im Player-Fenster ein und aus. Das Player-Fenster selbst kann durch Konfiguration von amaroK verborgen werden. Die Player-Bedienelemente werden in diesem Fall am unteren Rand der Wiedergabeliste angeordnet. Das amaroK-Menü erreichen Sie durch einen Rechts-Klick mit der Maus an einer beliebigen Stelle im Player-Fenster oder über den Menü-Button rechts unten in der Wiedergabeliste. Hier haben Sie auch Zugriff auf die amaroK-Hilfe, die den großen Funktionsumfang des Programms beschreibt. Sie sollten die Hilfe unbedingt lesen, um den größten Nutzen daraus zu ziehen.
Im rechten Teil dieses Fensters wird die aktuelle Wiedergabeliste angezeigt. Alle Titel, die dort aufgeführt sind, werden in wählbarer Reihenfolge gespielt. Zunächst ist diese Liste natürlich leer und muss gefüllt werden. Hierfür sollte der linke Teil des Fensters verwendet werden. Ganz am linken Rand sehen Sie mehrere Tabs, die verschiedene Inhalte im linken Fensterteil verfügbar machen. In jeder Ansicht können einzelne Titel oder ganze Verzeichnisse durch „Ziehen“ mit der Maus in die Wiedergabeliste aufgenommen werden. Die Funktionen der einzelnen Tabs werden nachfolgend beschrieben.
Der oberste Tab schaltet die Dateiansicht ein. Hier sehen Sie im Grunde eine KDE-Dateiauswahlbox mit den üblichen Bedienelementen zur Navigation. In das Eingabefeld können Sie direkt eine URL oder ein Verzeichnis eintragen. Der Inhalt wird dann entsprechend angezeigt und kann in die Wiedergabeliste übernommen werden.
Diese Ansicht erlaubt die komfortable Verwaltung und Anzeige einer selbst zusammengestellten Sammlung von Titeln. Die Dateien müssen dabei nicht in einem einzigen Verzeichnisbaum liegen. Wählen Sie + und nehmen Sie im folgenden Dialog all Ihre Musik-Verzeichnisse in die Liste auf. Mit + werden all diese Verzeichnisse durchsucht und das Ergebnis in einer Baumstruktur angezeigt. Mit den Buttons und können Sie die Anordnung der ersten beiden Ebenen im Baum bestimmen. Als Ordnungskriterium stehen , , und zur Verfügung. Wenn die Baumstruktur einmal aufgebaut ist, lassen sich bestimmte Titel mit dem Eingabefeld einfach aufsuchen. Die Baumanzeige verschiebt sich dabei automatisch mit jedem getippten Zeichen zum ersten Eintrag, der dieser Eingabe entspricht.
Dieser Tab zeigt verschiedene Informationen über Ihre Sammlung und den Künstler, der gerade gespielt wird. Sie sehen hier z.B. welche Titel am häufigsten gespielt wurden, welche Titel zuletzt in Ihre Sammlung aufgenommen wurden und dergleichen mehr.
Mit der Suche können Sie in beliebigen Verzeichnissen rekursiv nach Dateien suchen. Geben Sie dazu in die Eingabefelder den Titel und den Ort ein, an dem die Suche begonnen werden soll. Nach einem Klick auf wird der Verzeichnisbaum durchsucht, und die Ergebnisse werden im unteren Teil des Fensters angezeigt.
In dieser Ansicht können Sie Internet-Radio-Streams verwalten. Wählen Sie hierzu bei bestehender Internet-Verbindung und amaroK wird alle erreichbaren Streams in die Liste aufnehmen. Von dort können sie dann in die Wiedergabeliste übernommen und gespielt werden.
Durch einen Klick auf im Player-Fenster oder über das amaroK-Menü erreichen Sie einen Dialog zur Auswahl und Einstellung verschiedener Akustik-Effekte wie Equalizer, Stereo-Balance und Hall. Sie können dort die verfügbaren Effekte auswählen und fallweise auch Einstellungen für die gewählten Effekte vornehmen.
amaroK unterstützt eine Reihe von Visualisierungen, die den gerade gespielten Titel grafisch anzeigen. Im Player-Fenster werden die lokalen amaroK-Visualisierungen angezeigt. Dabei können mehrere Anzeigemodi mit Links-Klick der Maus direkt auf die Grafik nacheinander durchgeschaltet werden.
Zusätzlich unterstützt amaroK die Visualisierungs-Plugins des Media-Players XMMS. Sie müssen dazu das Paket xmms-plugins installieren und können dann im amaroK-Menü mit ein Auswahlfenster für alle verfügbaren Plugins aufrufen. Die Anzeigen der XMMS-Plugins werden immer in einem extra Fenster dargestellt und können fallweise auch bildschirmfüllend dargestellt werden. Einige dieser Plugins erfordern eine aktivierte 3D-Beschleunigung der Grafik-Karte, belohnen dann aber mit sehr ansprechender und flüssiger Darstellung.
Ein weiterer ausgereifter und in Bezug auf klickfreie Wiedergabe sehr robuster Player ist xmms. Die Bedienung des Programms ist einfach. Den Button zum Öffnen des Menüs finden Sie in der linken oberen Ecke des Programmfensters.
Unter dem Menüpunkt ++ kann das Ausgabe-Plugin eingestellt werden. Falls Sie das Paket xmms-kde installiert haben, können Sie hier den aRts-Soundserver einstellen.
![]() | Wichtig |
|---|---|
Wenn xmms keine konfigurierte Soundkarte findet, wird die Ausgabe automatisch auf den umgestellt. In diesem Fall werden die wiedergegebenen Dateien als WAV-Datei auf die Festplatte geschrieben. Die Zeitanzeige läuft dann schneller, als bei der Wiedergabe über die Soundkarte. | |
Unter ++ können Sie diverse Visualisierungs-Plugins starten. Wenn Sie eine Grafikkarte mit aktivierter 3D-Beschleunigung haben, können Sie hier z.___nbsp;B. den OpenGL Spectrum Analyzer auswählen. Wenn Sie das Paket xmms-plugins installiert haben, sollten Sie das Infinity-Plugin ausprobieren.
Genauso versteckt wie der Button für das Öffnen des Menüs sind fünf Buchstaben-Buttons, die sich links unterhalb des Menü-Buttons befinden. Mit diesen Buttons können Sie weitere Menüs und Dialogboxen öffnen und Konfigurationen vornehmen. Die Wiedergabeliste können Sie mit dem Button öffnen. Der Equalizer wird durch Klick auf aktiviert.
kscd ist ein leicht zu bedienender Audio-CD-Player. Greifen Sie vom unter ++ darauf zu. Zum Konfigurationsmenü kommen Sie, indem Sie den Werkzeugbutton klicken. kscd kann zum Durchsuchen eines Online-CDDB-Servers nach dem Namen und den Titeln einer CD konfiguriert werden.