Mit Audacity (Paket
audacity) können Sie Audiodateien aufnehmen und
editieren. Man spricht hier von Harddisk-Recording. Nach dem ersten Start
des Programms kann man zunächst die Sprache auswählen. Sie können die
Spracheinstellung jederzeit unter ++ ändern. Die Änderung der
Sprache wird allerdings erst nach dem Neustart des Programms wirksam.
Normalerweise genügt ein einfacher Knopfdruck auf den roten Aufnahme-Button, um eine leere Stereo-Spur zu erzeugen und die Aufnahme zu starten. Nur wenn die Standardparameter geändert werden sollen, müssen Einstellungen unter + vorgenommen werden. Für die Aufnahme sind die Punkte und wichtig. Bitte beachten Sie, dass bei Betätigung des Aufnahmeknopfes auch dann neue Tracks erzeugt werden, wenn bereits Tracks existieren. Dies kann besonders deswegen zunächst verwirrend sein, weil man diese Tracks in der Standardgröße des Programmfensters nicht sieht.
Mit + können Sie Audiodateien importieren. Das Programm unterstützt das WAV-Format und das komprimierte Ogg Vorbis-Format. Zu Informationen über dieses Format siehe Abschnitt 13.3.3, „Audiodaten komprimieren“.
Das Menü links neben der Tonspur enthält verschiedene Ansichten und grundlegende Editiermöglichkeiten. Um die Tonspur umzubenennen, wählen Sie und geben einen neuen Namen an. Audacity bietet Ansichten wie , , und . Wählen Sie die Ansicht, die Ihren Bedürfnissen entspricht. Um jeden Kanal einer Stereo-Tonspur separat zu bearbeiten, wählen Sie . Jeder Kanal kann so als gesonderte Tonspur bearbeitet werden. Setzen Sie das (in Bit) und die (in Hz) für jede Tonspur.
Die meisten Werkzeuge unter sind erst nach Auswahl des Kanals und des Bereichs der zu bearbeitenden Tonspur verfügbar. Nachdem Sie Ihre Auswahl getroffen haben, können Sie Änderungen vornehmen und Effekte anwenden.
Je nach Dateityp können Sie unter + unterschiedliche Anzeigeformate für Bereichsselektionen wählen. Die Bereichsgrenzen können automatisch an bestimmte Größen des gewählten Anzeigeformats angepasst werden. Wenn Sie zum Beispiel als Anzeigeformat wählen und + aktivieren, werden Bereichsgrenzen immer in Vielfachen von Frames selektiert.
Alle Editierwerkzeuge sind mit Tooltips versehen und sind daher einfach zu verwenden. Die Funktion unter + kann benutzt werden, um die letzten Bearbeitungsschritte anzuschauen und bei Bedarf durch Mausklick in der Liste rückgängig zu machen. Vorsicht ist beim Button geboten. Dieser löscht Bearbeitungsschritte aus der Liste. Diese Schritte können danach nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Mit der eingebauten Spektralanalyse kommen Sie etwaigen Störgeräuschen schnell auf die Spur. Mit + können Sie sich das Spektrum des gerade selektierten Bereichs anzeigen lassen. Hier kann mit auch eine logarithmische Frequenzskala in Oktaven gewählt werden. Wenn Sie den Mauszeiger im Spektrum bewegen, werden automatisch die Frequenzen der Maxima zusammen mit den entsprechenden Noten angezeigt.
Störende Frequenzen entfernen Sie mit dem aus dem Menü . Nicht nur im Zusammenhang mit der Filterung kann es notwendig sein, den Signalpegel mit neu zu justieren. ist auch nützlich, um die Aussteuerung zu überprüfen. Standardmäßig wird unter immer 0,0 dB angezeigt. Dies entspricht der maximal möglichen Amplitude im gewählten Audioformat. Unter wird die Verstärkung angezeigt, die notwendig wäre, um den selektierten Bereich auf diese maximale Aussteuerung zu verstärken. Wenn diese Zahl negativ ist, liegt eine Übersteuerung vor.
Mit + bzw. speichern Sie das gesamte Projekt ab. Dabei wird
eine XML-Datei mit Endung .aup erzeugt, die das
Projekt beschreibt. Die eigentlichen Audiodaten werden in einem Verzeichnis
gespeichert, das den Namen des Projekts trägt, wobei hier noch der Zusatz
_data angefügt ist.
Es ist auch möglich, das gesamte Projekt oder den selektierten Bereich als Stereo WAV-Datei zu exportieren. Zum Export im Ogg Vorbis-Format lesen Sie bitte die Hinweise in Abschnitt 13.3.3, „Audiodaten komprimieren“.