Mit dem GNOME Kontrollzentrum können Sie Ihre Arbeitsumgebung anpassen. Es wird über + aufgerufen. Die wichtigsten und beliebtesten Module des GNOME Kontrollzentrums werden in den folgenden Abschnitten behandelt. In den einzelnen Modulen erhalten Sie eine Erklärung der Einstellmöglichkeiten über . Das System setzt jede in einem Konfigurationsmodul vorgenommene Änderung sofort um.
Das Modul besteht aus vier Reitern. Der Reiter bestimmt die Tastenwiederholung und das Blinken des Cursors. Tastaturbelegungen können im zweiten Reiter eingestellt werden, indem Sie das Tastaturmodell und die sprachenbedingte Tastaturbelegung angeben. können eingesetzt werden, um besondere Tastatureigenschaften, wie zum Beispiel die Windows-Tasten einzurichten. Eingabepausen können vierten Reiter eingestellt werden (). Dies bewirkt die Ausschaltung des Bildschirmes nach einer gewissen Zeit, um Sie zur Einlegung von Arbeitspausen bei der Arbeit am Bildschirm anzuleiten. Verlassen Sie das Modul über die Schaltfläche oder rufen Sie die Einstellungen zu den Zugangshilfen über den Button auf. Die genaue Funktionalität dieses Moduls ist unter Abschnitt 3.2.8, „Barrierefreiheit“ beschrieben.
Die Mauskonfiguration gliedert sich in drei Karteireiter: , und . Die Konfigurationsmöglichkeiten des Karteireiters beziehen sich auf die . Linkshänder aktivieren die Checkbox , um rechte und linke Maustaste zu vertauschen. Darüber hinaus legen Sie über den Schieberegler fest, welcher Zeitraum (in Sekunden) zwischen zwei Klicks verstreichen darf, damit das System diese noch als Doppelklick erkennt.
Über den Karteireiter verändern Sie das Aussehen und die Größe des Cursors. Es stehen Ihnen drei verschiedene Einstellungen zur Auswahl. Bitte beachten Sie, dass diese Einstellungen erst nach der nächsten Anmeldung wirksam werden. Unter stellen Sie ein, dass auf Druck der Strg-Taste hin eine Markierung um den Cursor animiert wird, damit Sie ihn leichter finden.
Unter regeln Sie und , mit der der Bildschirmcursor auf Ihre Bewegungen reagiert, sowie die Entfernungsschwelle für die Erkennung von drag-and-drop-Vorgängen (Ziehen und Abwerfen).
Die Einstellungen innerhalb dieses Moduls wirken sich auf die Menüs und Werkzeugleisten aller GNOME-kompatiblen Programme aus. Sie haben die Möglichkeit, alle GNOME-Werkzeugleisten von hier aus zentral zu steuern. Legen Sie fest, ob , , oder auf den Knöpfen eingeblendet werden soll. Die Standardeinstellung ist . Für eine intuitivere und schnellere Bedienbarkeit der Programme können Sie die Symbole jederzeit einblenden.
Um die Werkzeugleiste von allen anderen Fensterelementen des Programms zu trennen und frei innerhalb des Programmfensters oder auf der Arbeitsfläche zu bewegen, aktivieren Sie die Checkbox . Anschließend erscheint am linken Rand der Werkzeugleiste eine Grifffläche. Klicken Sie auf diese Fläche und halten die Maustaste gedrückt, kann die Werkzeugleiste beliebig verschoben und am Bestimmungsort fallengelassen werden.
Soweit vorhanden kann jeder Menüeintrag in allen Anwendungsmenüs mit Texteintrag und entsprechendem Symbol angezeigt werden. Aktivieren Sie die Checkbox und überprüfen Sie Ihre Einstellungen anhand der Beispielmenüleiste.
Dieses Modul regelt das Verhalten von Programmfenstern. Bestimmen Sie, wie sich das Fenster bei Kontakt mit dem Mauszeiger oder bei Doppelklick auf die Fensterleiste verhält, und legen Sie fest, welche Taste zum Verschieben eines Programmfensters gedrückt gehalten werden soll.
Sind mehrere Programmfenster auf Ihrer Arbeitsfläche angeordnet, ist standardmäßig dasjenige aktiv, in das Sie mit der Maus klicken. Wenn Sie dieses Verhalten ändern wollen, aktivieren Sie die Checkbox . Aktivieren Sie zusätzlich die darunterliegende Checkbox und regeln Sie die Verzögerung mit dem Schieberegler, wird ein Fenster erst dann aktiviert, wenn die Maus länger als die angegebene Zeitspanne auf dem Fenster verharrt hat.
Um Platz auf Ihrer Arbeitsfläche zu sparen, können Sie Programmfenster durch einen Doppelklick auf die Fensterleiste einrollen, sodass nur noch die Fensterleiste auf der Arbeitsfläche zu sehen ist. Dieses Verhalten ist standardmäßig aktiv. Sie können alternativ auch die Maximierung eines Fensters bei einem Doppelklick einschalten.
Wählen Sie per Radiobutton diejenige Taste, durch deren Drücken Fenster auf der Arbeitsfläche verschoben werden können. Zur Auswahl stehen Strg, Alt und die Windows-Taste.
Legen Sie den Hintergrund Ihrer Arbeitsfläche fest. Standardmäßig werden die hier von Ihnen gemachten Änderungen auf alle virtuellen Arbeitsflächen angewandt. Wollen Sie keine Hintergrundgrafik verwenden, klicken Sie auf und legen Sie einen Hintergrundstil fest. Über das Drop-Down-Menü stehen Ihnen ein horizontaler, ein vertikaler oder gar kein Verlauf zur Verfügung. Entsprechend dem gewählten Hintergrundstil (Verlauf oder einfarbig) legen Sie über den Button im Farbeditor die gewünschten Farben fest.
Falls Sie eine Bilddatei als Hintergrundgrafik verwenden wollen, ziehen Sie sie einfach aus dem Dateimanager bei gedrückter linker Maustaste in das Feld im Moduldialog und lassen es dort fallen. Alternativ klicken Sie auf das Feld , um einen Dialog zu öffnen, über den Sie die im System verfügbaren Hintergrundbilder auswählen können.
Über legen Sie fest, welche Bearbeitungsschritte auf das gewählte Bild angewandt werden sollen, um es optimal an die aktuelle Bildschirmauflösung anzupassen. Wählen Sie zwischen , , und .
Legen Sie über dieses Modul die auf Ihrem Arbeitsplatz zu verwendende Schrift fest und konfigurieren Sie in einem zweiten Schritt optionale Effekte zur Verbesserung der Schriftqualität. Im oberen Teil des Dialogfensters legen Sie über vier Buttons die , , und fest. Sobald Sie auf einen dieser Buttons klicken, öffnet sich ein Wahldialog, in dem Sie Schriftfamilie, -stil und -größe einstellen. Die Optionen für und die weiteren Konfigurationsoptionen unter sind standardmäßig auf die optimalen Werte voreingestellt.
Wählen Sie hier den Stil für alle Bedienelemente auf Ihrer Arbeitsfläche
und innerhalb von GNOME-Programmen. Sie haben die Auswahl zwischen mehreren
vorinstallierten Themen. Sobald Sie in der Übersicht einen Stil auswählen,
übernimmt GNOME die Änderung automatisch. Über den Button
öffnet sich ein weiterer Dialog, in dem
Sie den Stil einzelner Arbeitsflächenelemente wie Fensterinhalt,
Fensterrahmen und Symbole festlegen können. Nehmen Sie hier Änderungen vor
und verlassen Sie den Dialog mit erscheint in
der Themenübersicht ein Thema unter der Bezeichnung
. Klicken Sie auf den Button
, um Ihr neues Thema unter einem eigenen
Namen abzuspeichern. Über das Internet oder aus anderen Quellen sind viele
zusätzliches Themen für GNOME als .tar.gz Dateien
verfügbar. Installieren Sie diese über den Button .
Neue Themen können einfach in das Fenster
gezogen und abgeworfen werden.
Die Einstellungen in diesem Modul vereinfachen die Tastaturbenutzung für Benutzer mit motorischen Störungen. Das Modul ist in drei Karteireiter , und gegliedert. Voraussetzung für die Konfigurierbarkeit der grundlegenden Einstellungen und der Filter ist die Aktivierung der Checkbox über den drei Karteireitern.
Die Funktionen zur Barrierefreiheit der Tastatur können nach einem bestimmten Zeitraum deaktiviert werden. Mit dem Schieberegler stellen Sie ein passendes Zeitintervall in Sekunden ein. Zusätzlich kann das System per Piepston Rückmeldung darüber geben, ob die Funktionen zur Barrierefreiheit per Tastatur an- oder ausgeschaltet wurden.
Manche Tastaturkürzel erfordern es, dass eine Taste permanent gedrückt gehalten wird (dies betrifft Alt, Strg oder Shift), während der übrige Teil des Kürzels eingegeben wird. Werden „klebende“ Tasten verwendet, betrachtet das System diese Tasten nach einmaligem Drücken als gehalten. Wünschen Sie hörbare Rückmeldung vom System, sobald eine Kontrolltaste (Strg oder Alt) gedrückt wird, aktivieren Sie . Wenn aktiviert ist, „kleben“ die Tasten nicht mehr, wenn zwei Tasten wirklich gleichzeitig gedrückt wurden. GNOME geht in diesem Fall davon aus, dass das Tastaturkürzel vollständig eingegeben wurde.
Aktivieren Sie die Checkbox und regeln Sie anschließend mittels der beiden Schieberegler und , nach welchem Zeitintervall die automatische Zeichenwiederholung bei andauerndem Drücken einer Taste in Kraft tritt und mit welcher Geschwindigkeit (angegeben in Zeichen pro Sekunde) diese Zeichen dann ausgegeben werden.
Den Effekt Ihrer Einstellungen können Sie im Eingabefeld unten im Dialogfenster überprüfen. Wählen Sie die beiden Parameter so, wie Sie Ihren normalen Tippgewohnheiten entgegenkommen.
Um versehentliche Eingaben zu vermeiden, können Sie einen Zeitraum festlegen, den eine Taste mindestens gedrückt und gehalten werden muss, bevor die Eingabe vom System angenommen wird. Legen Sie weiterhin fest, ob akustische Signale für das Drücken von Tasten, das Akzeptieren eines Tastendrucks oder die Zurückweisung eines Tastendrucks ausgegeben werden sollen.
Um doppelte Eingaben zu vermeiden, können Sie eine Zeitspanne angeben, die verstreichen muss, bevor eine anhaltend gedrückte Taste eine wiederholte Ausgabe des betreffenden Zeichens bewirkt. Aktivieren Sie gegebenenfalls die Ausgabe eines akustischen Signals, falls eine Taste abgewiesen wird.
Aktivieren Sie bei Bedarf eine akustische Rückmeldung vom System, wenn eine Feststell-Taste gedrückt wird.
Aktivieren Sie die Tastaturmaus, das heißt die Maus wird über die Pfeiltasten des Nummernblocks gesteuert. Legen Sie über die Schieberegler fest, mit welcher Maximalgeschwindigkeit sich der Mauszeiger bewegen darf, welche Zeit bis zum Erreichen der Maximalgeschwindigkeit verstreichen darf und welche Verzögerung zwischen Tastendruck und Cursor-Bewegung auftreten soll.
Dieses Modul nutzen Sie, um globale Tastenkombinationen zu verwalten. Sie legen hier die zu verwendenden Tastenkombinationen bei Texteingaben sowie die Desktop-Tastenkombinationen für die Objekte Ihrer Arbeitsfläche fest.
Im Übersichtsfenster sehen Sie eine Liste aller aktuell verfügbaren Aktionen samt deren Tastaturkürzeln. Um eine Tastenkombination zu ändern oder zu deaktivieren, klicken Sie auf die Zeile des entsprechenden Kürzels. Sie werden zur Eingabe eines neuen Kürzels oder zum Löschen des aktuellen Kürzels durch Drücken der Löschen-Taste aufgefordert. Nehmen Sie die gewünschte Aktion vor, treten Ihre Änderungen augenblicklich in Kraft. Entscheiden Sie sich dafür ein bestehendes Tastenkürzel doch beizubehalten, klicken Sie ein weiteres Mal auf die entsprechende Zeile und verlassen Sie den Dialog mit .
Dieses Modul wird verwendet, um die aktive Unterstützung für behindertengerechte Geräte einzuschalten und einzustellen. Zuerst wird diese Unterstützung systemweit mit eingeschaltet. Da dies verschiedene Einstellungen Ihrer Arbeitsumgebung bedingt, wie zum Beispiel Maus- und Tastaturverhalten oder Schriftgrössen, wirken sich diese Änderungen bis zur folgenden Anmeldung nicht aus. Wählen Sie die Art der gewünschten Unterstützung aus. Die Wahlmöglichkeiten sind: , und . Mehr Informationen über dieses Thema befindet sich in Abschnitt 3.5, „Unterstützung für behindertengerechten Zugang“.
Dieses Modul dient dazu, bestimmte Systemereignisse und Programmmeldungen mit charakteristischen Tonsignalen zu verknüpfen. Das Dialogfenster gliedert sich in drei Karteireiter (, und ). Damit bestimmte Ereignisse auf der Arbeitsfläche akustisch an Sie als Benutzer weitergegeben werden können, aktivieren Sie bitte die beiden Checkboxen des Karteireiters .
Im Karteireiter legen Sie fest, welche Ereignisse und Programmmeldungen mit welchen Klängen verknüpft werden sollen. In der Listenansicht sind alle Programme aufgeführt, deren Meldungen bereits mit Klängen verknüpft sind. Um einen Klang zu testen, klicken Sie in der Liste auf die entsprechende Meldung in der Spalte und anschließend auf . Wollen Sie den Klang ändern, klicken Sie auf und anschließend auf . Im folgenden Dialog wählen Sie die gewünschte Datei aus, verlassen den Auswahldialog mit .
Im Reiter kann festgelegt werden, ob ein hörbarer Klang für alle möglichen Arten von Systemereignissen eingeschaltet werden sollte, und ob dieser durch eine sichtbare Meldung begleitet werden soll. Sichtbare Meldungen könnten aus einer blinkenden Fenstertitelleiste oder dem Blinken des gesamten Bildschirms bestehen.
Um die Interoperabilität Ihrer GNOME-Arbeitsumgebung zu verbessern, legen Sie den Web-Browser, Mail-Client und die Terminalanwendungen fest, die standardmäßig aufzurufen sind, wenn eine andere GNOME-Anwendung diese Dienste braucht. Wählen Sie den Namen der Anwendung und passen Sie nach Bedarf den Aufruf an. Wenn Sie zum Beispiel Ihren voreingestellten Browser auf einstellen, dann wird diese Anwendung immer dann aufgerufen, wenn Sie auf einen Link in einer E-Mail Nachricht anwählen. Diese Einstellung betreffen jedoch lediglich GNOME Anwendungen.
Der Dialog ermöglicht die Einstellung des Verhaltens Ihrer Arbeitsumgebung während des Anmeldevorganges. Legen Sie im Reiter fest, ob das Splash-Logo von GNOME angezeigt werden soll, während die Arbeitsumgebung nach der Anmeldung geladen wird. Wenn markiert ist, erscheint ein Bestätigungsdialogsfenter am Ende einer Sitzung, das Sie auffordert, die Abmeldung nochmals zu bestätigen. Markieren Sie , wenn Sie den genauen Zustand Ihrer Sitzung beim nächsten Anmeldevorgang wieder hergestellt haben wollen. Mit werden die Programme verwaltet, die zusätzlich beim Anmeldevorgang aufgerufen werden sollen (zum Beispiel bestimmte Applets oder Terminals). Der Reiter führt eine Liste aller Programme, die beim Starten jeder Sitzung aufgerufen werden. Sie können nach Belieben Anwendungen entfernen oder die Reihenfolge ihres Aufrufes verändern.