Unter Linux wurde bislang keine ernst zu nehmenden Viren
entdeckt. Viren können darüberhinaus keinen ernsthaften Schaden
ausrichten, wenn sie nicht von root aufgerufen werden. Sämtliche für
Linux erhältlichen Virenscanner durchsuchen e-Mail Nachrichten nach
Viren für Windows (im Falle, wenn Linux als Router oder Server
eingesetzt wird). Sie sollten dennoch wichtige Daten und Einstellungen
regelmässig sichern.
.exe-Dateien entdecken. Wo sind alle Anwendungen hin?
Unter Linux haben ausführbare Dateien normalerweise keine Dateierweiterung.
Die meisten Programme befinden sich in /usr/bin und
/usr/X11R6/bin.
Mit dem Befehl ls -l /usr/bin sehen Sie zum Beispiel
alle ausführbaren Dateien im Verzeichnis /usr/bin in grüner Farbe. Sie erkennen es
auch am x in der ersten Spalte
-rwxr-xr-x 1 root root 64412 Jul 23 15:23 /usr/bin/ftp
Um bestimmde Dienste beim Systemstart zu starten, verwenden Sie das YaST Modul . Eine ausführliche Bschreibung dieses Moduls und einige Hintergrundinformationen über den Systemstartvorgang und Runlevel-Konzept unter Linux befindet sich im Administrationshandbuch
Um GNOME so einrichten, dass es beim Start automatisch eine beliebige Anwendung aufruft, öffnen Sie das GNOME Kontrollzentrum und wählen Sie +. Wählen Sie den Reiter und geben Sie die Anwendung an, die gestartet werden soll.
In KDE starten Sie den Konqueror und greifen auf das Verzeichnis
.kde/Autostart in Ihrem Heimverzeichnis an. Ziehen
Sie das Symbol für die Anwendung in das Konqueror fenster und wählen
Sie . Die Anwendung wird das
nächste mal gestartet, wenn sie sich bei KDE einbuchen.
Bevor Sie versuchen, eine Anwendung im Quellcode zu kompilieren, schauen Sie nach, ob sie nicht doch als intallierbares RPM vorliegt. Suchen Sie auf Webauftritten, wie http://packman.links2linux.org/ or http://rpmfind.net.
Kurz: Archiv auspacken mit tar xvzf
name.tar.gz, die Datei INSTALL oder
README lesen und befolgen. Meist sind die folgenden
Befehle auszuführen: ./configure;
make; make install. Beachten Sie
bitte, dass wir für die Schritte der Kompilierung, sowie der
selbstkompilierten Programme keinen Installationssupport geben
können.
Nein, das ist in den allermeisten Fällen nicht notwendig, und ungeübten Benutzern wird dringend von der Neukompilierung des Kernels abgeraten. Wenn Sie es dennoch tun, tun Sie es auf eigenes Risiko – wir können in diesem Fall auch keinen Installationssupport anbieten!
Linux Dateisysteme lassen von vornherein fast keine Fragmente
entstehen. Je voller Ihre Festplatte wird, desto fragmentierter wird die
Platte sogar unter Linux werden. Achten Sie nur darauf, dass Ihre
Partitionen nicht zu mehr als 80% voll werden. Benutzen Sie hierzu
df -h, um Angaben über belegten und
freien Plattenplatz einzusehen.
Sie können unter einem Linux-System jederzeit Festplatten bzw. freie
Partitionen von Festplatten einbinden, um mehr Platz zur Verfügung zu
haben. Wenn Sie zum Beispiel in /opt mehr Platz
benötigen, können Sie dort eine zusätzliche Festplatten-Partition einhängen
mount. Die genaue Vorgehensweise:
Festplatte einbauen und Linux starten. Beachten Sie die entsprechende Anleitung der Festplatte.
Als Benutzer root
einloggen.
Partitionieren Sie mit fdisk. Schlagen Sie zu mehr informationen hierüber in den Man-Pages mit man fdisk nach.
Formatieren Sie die Partition mit mke2fs
/dev/PARTITIONSBEZEICHNER.
Folgende Befehle eingeben:
cd /opt mkdir /opt2 mount /dev/hdb1 /opt2 cp -axv . /opt2
Überprüfen Sie nun sorgfältig, ob alle Daten kopiert wurden. Danach können Sie das alte Verzeichnis verschieben und einen neuen leeren Mountpoint anlegen:
mv /opt /opt.old mkdir /opt
Tragen Sie die neue Partition mit einem Editor zusätzlich in die
/etc/fstab ein; das könnte aussehen wie in der
Datei Beispiel A.1, „Auszug aus /etc/fstab: zusätzliche Partition“.
Jetzt sollten Sie den Rechner herunterfahren und neu booten.
Wenn der Rechner neu gebootet hat, vergewissern Sie sich bitte mit
dem Befehl mount, ob /dev/hdb1
auch wirklich unter /opt eingehängt wurde. Wenn
alles wunschgemäß funktioniert, können Sie jetzt die alten Daten unter
/opt.old entfernen:
cd / rm -fr opt.old
Mit dem Befehl df -hT.
-h konvertiert die Grössen in für Menschen lesbarere
Darstellungen (wie zum Beispiel 1K, 234M oder 2G) und -T gibt
den Typ des Dateisystems aus.