Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
Dieses Kapitel führt Sie durch die ersten Erfahrungen mit Ihrem frisch installierten Linux-System. Hier erfahren Sie alles über verschiedene Bestandteile Ihrer Systemumgebung. Nach diesem Schnellkurs sollten Sie in der Lage sein, Ihr SUSE LINUX-System zu nutzen und sich daran zu erfreuen.
Dieses Kapitel betrachtet besonders das installierte System. Es behandelt keine Fragen zur Installation oder zu den Vorgängen zur Einrichtung von Hardware unter SUSE LINUX. Ausführliche Informationen zu diesen Themen finden Sie im Administrationshandbuch. Einige der am häufigsten auftretenden Fragen werden in der SUSE LINUX-FAQ am Ende dieses Buches erörtert.
Falls Ihr Computer nicht in einer Netzwerkumgebung betrieben wird und Sie der einzige Benutzer sind, wird Ihr System automatisch in die Arbeitsumgebung hochfahren. Nachdem Sie Ihren Rechner eingeschaltet haben, müssen Sie sich nicht mehr anmelden. Diese Funktion, Auto-Anmeldung genannt, wird allerdings nur durch den KDM-Manager angeboten. Sie kann jederzeit mit dem im Administrationshandbuch beschriebenen Benutzerverwaltungsmodul von YaST abgeschaltet werden.
Wenn mehr als ein Benutzerkonto auf Ihrem Computer eingerichtet ist, muss sich jeder Benutzer anmelden. Nachdem Ihr SUSE LINUX-System hochgefahren ist, werden Sie zur Eingabe Ihres Benutzernamens und Passwortes aufgefordert.
Je nach dem, welche Arbeitsumgebung eingerichtet ist, ist das Programm zur Verwaltung des Anmeldevorganges entweder GDM für GNOME-Arbeitsumgebungen oder KDM für KDE. GDM und KDM unterscheiden sich geringfügig in ihrer Arbeitsweise, weswegen sie getrennt behandelt werden. In Abschnitt 1.3, „Arbeitsfläche“ finden sich Einzelheiten über die Arbeitsumgebungen oder schlagen Sie in den getrennten Kapiteln über GNOME oder KDE in Kapitel 3, Die GNOME-Arbeitsumgebung oder Kapitel 4, Der KDE-Desktop nach.
Ein GDM Anmeldeschirm besteht aus zwei Hauptbestandteilen: dem Eingabefeld für Benutzername und Passwort und einem Menü, wie in Abbildung 1.1, „GDM Anmeldefenster“ abgebildet.
Das Menü enhält drei Einträge:
Wählen Sie die Sprache der aufzurufenden GNOME-Sitzung. Sie können die Sprache vorübergehend für die nächste Sitzung wechseln oder als Ihre feste Voreinstellung auswählen.
Legen Sie den Typ der Sitzung fest (GNOME, KDE, usw.). Wechseln Sie diese Einstellung nur dann, wenn Sie eine andere als die Voreinstellung nutzen wollen. Zukünftige Sitzung werden immer des selben Typs wie die vorherige sein, bis Sie den Typ der Sitzung manuell wechseln. In diesem Fall werden Sie gefragt, ob die Änderungen nur auf die folgende Sitzung angewendet oder für alle zukünftigen Sitzungen voreingestellt werden sollen.
Hier können Sie einige systembezogene Aktionen ausführen lassen, wie zum Beispiel das System herunterfahren, es neu starten oder den Anmelde-Manager einstellen.
Um die Sitzung zu beenden, wählen Sie aus dem Menü . Bestimmen Sie dann, ob Sie den gegenwärtigen Zustand Ihrer Sitzung speichern oder verwerfen möchten. Beim Abmelden können Sie nur die Sitzung beenden, den Rechner neu starten oder herunterfahren. Speichern Sie die Sitzung, wenn Sie nach der nächsten Anmeldung genau die gleichen Einstellungen möchten.
Der KDM Anmeldedialog besteht aus zwei Hauptbestandteilen. Wie in Abbildung 1.2, „Der KDM Anmeldedialog“ abgebildet, hat er Eingabefelder für Benutzername und Passwort und ein Menü.
Das Menü bietet die folgenden Wahlmöglichkeiten:
Legen Sie den Typ der Sitzung fest. Nehmen Sie nur dann Änderungen vor, wenn Sie einen anderen Sitzungstyp als den voreingestellten (KDE) benutzen wollen. Nachfolgende Sitzungen werden automatisch den gleichen Typ haben, bis Sie den Typ der Sitzung wieder manuell ändern.
ermöglicht es Ihnen, sich auf einem entfernten Rechner anzumelden. schaltet entweder den Computer ganz aus oder startet Ihr System neu.
Um die Sitzung zu beenden, wählen Sie aus dem Hauptmenü. Legen Sie dann fest, ob Sie Ihre Sitzung beenden und das System weiter laufen lassen wollen oder es beim Abmelden neu starten oder herunterfahren soll. Falls Ihr System über Energieverwaltungsfunktionen verfügt, können Sie den Computer auch in den Ruhezustand versetzen lassen. Das System ist dann sehr viel schneller wieder benutzbar als nach einem kompletten Neustart.