Alle Leitungen des KPilot können im Menü -> aktiviert und konfiguriert werden. Einige interessante Leitungen sind folgende:
Diese Leitung regelt die Verbindung der Adressen-Applikation des Handheld mit dem Rechner. Im KDE steht das Programm KAdressbuch zur Verfügung, um die Adressen weiter zu verwalten. Dieses finden Sie im Hauptmenü oder Sie rufen es mit dem Befehl kaddressbook auf. Für weitere Informationen, siehe Kapitel 7. Adressverwaltung mit KAdressbook.
Mit dieser Leitung können Sie Notizen, die Sie mit dem Programm KNotes angelegt haben, auf den Handheld in die Merkzettel übertragen. Rufen Sie dieses Programm über das Hauptmenü oder mit dem Befehl knotes auf.
Diese Leitung ist für die Synchronisierung der Termine des Handhelds zuständig. Als Desktop-Programm wird das Programm KOrganizer verwendet. Mehr Informationen dazu finden Sie im Kapitel 6. Terminverwaltung mit KOrganizer.
Für Aufgaben wird diese Leitung verwendet. Als Desktop-Programm wird das Programm KOrganizer verwendet.
Wenn diese Leitung aktiviert ist, wird die Uhrzeit des Handheld bei jedem Sync nach der aktuellen Rechneruhrzeit gestellt. Sinnvoll ist dies vor allem dann, wenn die Uhr des Rechners mit Hilfe eines Zeitservers laufend korrigiert wird.
Um KPilot verwenden zu können, müssen Sie zuerst Ihren Handheld konfigurieren. Die Konfiguration hängt davon ab, auf welche Art die Tischhalterung (cradle) mit dem Rechner verbunden ist. Man unterscheidet zwischen USB und seriell.
Die einfachste Möglichkeit ist der Aufruf des Konfigurationsassistenten. Sie erreichen ihn im Menü . Nachdem Sie den Punkt ausgewählt haben, öffnet sich ein Fenster. Als ersten Schritt wird der Benutzername und das Gerät benötigt, an der der Handheld angeschlossen ist. Über können Sie dies vom Programm erledigen lassen. Falls die automatische Erkennung fehlschlagen sollte ziehen Sie Abschnitt 5.2.1.2. “Einrichtung des /dev/pilot Device” zu Rate.
Nach der Bestätigung mit bestimmen Sie, welche Programme für die Synchronisation zwischen Handheld und Ihrem Computer verwendet werden sollen. Zur Auswahl stehen die Programmsuite von KDE (Standard), Evolution oder dass keine Synchronisation erfolgen soll. Treffen Sie Ihre Entscheidung und beenden Sie das Fenster mittels .
Die Konfiguration Ihrer Tischhalterung hängt davon ab, ob der Anschluss USB oder seriell ist. Je nachdem kann auf eine Einrichtung des symbolischen Links /dev/pilot verzichtet werden.
Eine USB Tischhalterung wird für gewöhnlich automatisch erkannt, d. h. ein symbolischer Link braucht nicht angelegt werden.
Bei der seriellen Tischhalterung müssen Sie wissen, an welcher Schnittstelle diese hängt. Die Geräte heißen /dev/ttyS?. Die Zählung beginnt ebenso wie bei USB mit dem Wert 0. Um eine Tischhalterung, das am ersten seriellen Port hängt zu konfigurieren, benötigen Sie folgenden Befehl:
ln -s /dev/ttyS0 /dev/pilot
Die Leitung zum KDE-Adressbuch ist so voreingestellt, dass sie zunächst nur aktiviert werden muss. Mit einem nachfolgenden Sync werden alle Daten mit dem Handheld abgeglichen. Sie haben die Möglichkeit, das Verhalten dieser Leitung näher zu spezifizieren. Dies betrifft Aktionen bei Adresskonflikten, die Speicherung archivierter Einträge und die Zuordnung von bestimmten Feldern im Handheld zu Einträgen in KDE-Adressbuch.
Sowohl Aufgaben, als auch Termine werden im KDE-Desktop mit Hilfe von KOrganizer verwaltet. Starten Sie das Programm aus dem Hauptmenü oder mit dem Befehl korganizer. Die KPilot-Leitungen für Terminplaner und Aufgaben müssen nach ihrer Aktivierung zunächst konfiguriert werden.
KOrganizer legt seine Daten im Verzeichnis ~/.kde/share/apps/korganizer ab. Das Verzeichnis .kde/ wird im Dateibrowser, der durch gestartet wird, nicht angezeigt, da es mit einem Punkt beginnt. Sie müssen den Pfad daher entweder manuell eingeben oder aber den Browser so einrichten, dass auch versteckte Dateien angezeigt werden. Standardmäßig können Sie den Browser mit der Funktionstaste F8 auf dieses Verhalten umstellen.
Im Verzeichnis ~/.kde/share/apps/korganizer müssen Sie eine Datei wählen, die von KOrganizer als Kalender-Datei erkannt wird. Als Beispiel soll die Datei palm.ics gewählt werden. Der komplette Dateiname ist für einen Benutzer tux dann /home/tux/.kde/share/apps/korganizer/palm.ics wie auch in Abbildung 5.3. “Pfad zur KOrganizer Konfigurationsdatei” ersichtlich.
Beachten Sie, dass das Programm KOrganizer während des Datenabgleichs mit dem Handheld nicht laufen darf, da KPilot sonst den Abgleich nicht durchführt.