Konqueror ist Webbrowser, Dateimanager, Dokumentenanzeiger und Bildbetrachter in einem. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie mit Konqueror optimal Ihre Dateien verwalten. Starten Sie Konqueror durch Klick auf das Häuschen-Symbol in der Kontrollleiste. Der Inhalt Ihres Heimat-Verzeichnisses wird angezeigt.
Das Fenster des Dateimanagers gliedert sich in folgende Elemente: die Menüleiste am oberen Rand, darunter die Werkzeugleiste gefolgt vom Adressfeld. Der untere Teil des Fensters teilt sich vertikal in den Navigationsbereich und das Hauptfenster, das die entsprechenden Inhalte anzeigt.
Über das Menü können Sie zusätzliche Konqueror-Fenster öffen. Mit wird immer das Heimat-Verzeichnis geöffnet, über erhalten Sie ein zweites Fenster mit identischem Inhalt. Sie können auch direkt eine Datei oder in der Browserfunktion auch einen Link (Verknüpfung) per E-Mail verschicken. Rufen Sie einen dieser Menüpunkte auf, öffnet sich der KMail-Composer. Sie müssen nur noch den Empfänger angeben und einen Text verfassen. Die Datei ist bereits angehängt, der Link wird gegebenenfalls im E-Mail-Text angezeigt. Außerdem können Sie direkt aus dem Menü drucken.
Die meisten Punkte in werden erst dann aktiv, wenn Sie eine Datei im Hauptfenster mit der Maus markiert haben. Neben den bekannten Funktionen wie Ausschneiden, Kopieren, Einfügen, Umbenennen, in den Mülleimer werfen und Löschen gibt es noch den Menüpunkt . Damit können Sie neue Verzeichnisse anlegen, neue Dateien und Geräte erstellen. Ferner können Sie unter die Eigenschaften einer Datei oder Verzeichnisses betrachten oder ändern. Bei letzterem sind vor allem die Berechtigungen interessant. Sie können nur dem Besitzer, der Gruppe, zu der dieser gehört, oder allen Benutzern Lese-, Schreib- und Ausführungsrecht gewähren oder verweigern. Dateien im Hauptfenster können entweder ausgewählt werden, indem man eine oder mehrere mit gedrückter linker Maustaste überstreicht, oder in dem man aufruft.
Über das Menü kann zwischen verschiedenen Anzeigemodi umgeschaltet werden. Wenn ein Verzeichnis sehr voll ist, empfiehlt sich eventuell die Textansicht oder auch die Baumansicht. Wenn Sie HTML-Seiten betrachten wollen, aktivieren Sie die Option . Falls in einem Verzeichnis diese Datei enthalten ist, wird sie geladen und angezeigt.
Über die Punkte , , und verändern Sie die Darstellung im Hauptfenster. Darüber hinaus können Sie über den Fensterhintergrund farbig oder mit einem Bild unterlegen.
Im Menü finden Sie Navigationsfunktionen wie , , oder . Sie erreichen diese Funktionen allerdings schneller und bequemer über die Werkzeugleiste. Ferner können Funktionen aufrufen, die auch über das Kontrollzentrum verfügbar sind wie beispielsweise Programme, Geräte, Einstellungen, Mülleimer usw. Am Ende dieses Menüs finden sich die zuletzt betrachteten Verzeichnisse.
Lesezeichen können Internet-Adressen (URLs) oder Pfade zu bestimmten Dateien oder Verzeichnissen auf Ihrem Rechner sein. Wählen Sie aus, wird das, was aktuell in der Adresszeile steht, als Lesezeichen unter die Adresszeile gelegt. Ein Klick auf dieses Lesezeichen bringt Sie jederzeit an die gewünschte Stelle. Um der Übersichtlichkeit willen sollten Sie die Lesezeichen in Ordnern verwalten. Der Ordner SUSE existiert bereits. Dort finden Sie die wichtigsten SUSE Webseiten. Mit öffnen Sie den Lesezeichen-Editor. Sie können hier veraltete Lesezeichen löschen, umbenennen, durch Drag and Drop von einem Ordner in eine anderen ziehen und dergleichen mehr.
Diverse Funktionen wie , ein Terminalfenster öffnen und nach Dateien suchen finden Sie in diesem Menü.
Über lässt sich die aktuelle Ansicht auf bestimmte Dateitypen einschränken. Besitzen Sie beispielsweise verschiedene Bilderformate in einem Verzeichnis, möchten jedoch nur PNG-Bilder anzeigen lassen, können Sie in diesem Untermenü die Anzeige eingrenzen.
Mit dem Menüpunkt wird ein Verzeichnis nach Bildern durchsucht, eine Minivorschau erstellt und über ein HTML-Dokument verknüpft. Beim Aufruf dieser Funktion wird eine Dialogbox geöffnet, in der Sie diverse Einstellungen wie Schriftart, Bilder pro Zeile usw. vornehmen können.
Im Einstellungsmenü können Sie Aussehen und Funktionen von Konqueror-Fensters bestimmen. Durch lassen Sie die Menüleiste verschwinden. Durch Drücken der Tasten Strg-M erscheint sie wieder. Im Untermenü können Sie verschiedene Leisten ausblenden oder anzeigen lassen.
Über sogenannte Ansichtsprofile ändern Sie die Ansicht nach vordefinierten Mustern. Unter können Sie auf eines der vordefinierten Ansichten umschalten. Das Webbrowser-Profil sehen Sie zum Beispiel, wenn Sie auf das Konqueror-Symbol in der Kontrollleiste klicken. Eigene Profile können Sie über hinzufügen.
Darüber hinaus können Sie , um individuelle Tastaturabkürzungen zu verwenden, die Werkzeugleiste anpassen und über globale Einstellungen für den Dateimanager vornehmen.
Über das Menü können Sie das Hauptfenster in eine linke und rechte, oder obere und untere Hälfte teilen. Ferner können Sie Unterfenster einrichten, in dem Sie ein neues hinzufügen, ein aktuelles duplizieren, als eigenständiges Fenster verselbstständigen oder schließen.
Über das -Menü wird das Konqueror-Handbuch oder die -Funktion aufgerufen. Diese Funktion steht Ihnen auch über das Fragezeichen-Symbol zur Verfügung, für gewöhnlich rechts oben im Fensterrahmen. Der Mauspfeil wird bei der Auswahl dieser Funktion mit einem Fragezeichen versehen. Klicken Sie jetzt auf ein Symbol, wird ein kurzer Hilfetext angezeigt (sofern verfügbar). Die Hilfe bietet außerdem eine kurze Einführung in Konqueror und die Möglichkeit, Probleme und Wünsche an die Entwickler zu berichten. Mit und erhalten Sie Informationen zu Version, Lizenz, Autoren und Übersetzer des jeweiligen Projekts.
Die Werkzeugleiste bietet den schnellen Zugriff auf häufig benötigte Funktionen, die Sie auch über das Menü aufrufen könnten. Wenn Sie den Mauszeiger ein paar Sekunden über dem jeweiligen Symbol verweilen lassen, erscheint ein kurzer Beschreibungstext. Ein Rechtsklick auf eine leere Stelle in der Werkzeugleiste öffnet ein eigenes Menü, über das Sie die Position der Werkzeugleiste ändern, von Symbolen auf Text umschalten, die Symbolgröße ändern und die verschiedenen Leisten ein- und ausblenden können. Mit starten Sie den Konfigurationsdialog. Ganz rechts in der Werkzeugleiste finden Sie das Konqueror-Symbol, das animiert wird, sobald ein Verzeichnis oder eine Webseite geladen wird.
Der Adress-Zeile ist ein schwarzes Symbol mit einem weißen X vorangestellt. Ein Klick auf dieses Symbol löscht den Inhalt der Zeile und Sie können eine neue Adresse eingeben. Gültige Adressen sind entweder Pfad-Angaben, wie sie erscheinen, wenn das Heimat-Verzeichnis angezeigt wird, oder URLs von Webseiten. Nachdem Sie eine Adresse eingegeben haben, drücken Sie entweder die Return-Taste oder klicken Sie auf das -Symbol rechts neben der Eingabezeile. Über den schwarzen Pfeil rechts neben der Adress-Zeile rufen Sie die zuletzt aufgerufenen Verzeichnisse oder Webseiten auf. Diese Funktion erspart Ihnen einige Tipparbeit, wenn Sie bestimmte Inhalte immer wieder abrufen. Falls Sie häufig benötigte Verzeichnisse besitzen, ist es bequemer, Lesezeichen anzulegen.
Im Hauptfenster wird der Inhalt des ausgewählten Verzeichnisses angezeigt. Durch einen Mausklick auf ein Symbol wird die entsprechende Datei entweder im Konqueror angezeigt oder in das entsprechende Programm zur Weiterbearbeitung geladen. Klicken Sie auf ein RPM-Paket, wird der Inhalt dieser Datei angezeigt. Über die Schaltfläche können Sie das Paket nach Eingabe des Root-Passworts installieren.
Ein Rechtsklick auf ein Symbol öffnet ein Menü, das sich je nach Dateityp unterscheiden kann. Damit werden die üblichen Operationen angeboten wie , , und . Außerdem können Sie über geeignete Anwendungen aus einer Liste von Programme auswählen.
Viele Aktionen lassen sich allerdings am schnellsten mit „Drag and Drop“ durchführen. Sie können beispielsweise ganz einfach Dateien von einem Konqueror-Fenster in ein anderes verschieben, indem Sie es mit der linken Maustaste an die entsprechende Stelle ziehen. Sie werden dann gefragt, ob es verschoben oder kopiert werden soll.