In dieser Gruppe befinden sich YaST-Module zur Einrichtung verschiedenster Netzwerkdienste. Dazu gehören unter anderem die Namensauflösung, die Benutzerauthentifizierung sowie Dateiserver-Dienste.
Mit diesem Konfigurationsmodul können Sie Ihre Mail-Einstellungen anpassen, wenn Sie Ihre E-Mails mit Sendmail, Postfix oder über den SMTP-Server Ihres Providers versenden. Mail herunterladen können Sie mit dem Programm fetchmail, zu dem Sie hier ebenfalls die Daten des POP3- oder IMAP-Servers Ihres Providers eintragen können.
Alternativ können Sie in einem Mail-Programm Ihrer Wahl, z.B. KMail oder Evolution, einfach Ihre POP- und SMTP-Zugangsdaten eingeben, wie Sie es bisher gewohnt waren (Empfang mit POP3, Versand mit SMTP). Sie benötigen dann dieses Modul nicht.
Falls Sie Ihre Mail-Einstellungen über YaST vornehmen wollen, verlangt das System im ersten Dialog des E-Mail-Moduls die Angabe der gewünschten Verbindungsart ins Internet. Sie haben folgende Alternativen:
Haben Sie eine Standleitung ins Internet, wählen Sie diese Option. Ihr Rechner wird ununterbrochen online sein, so dass keine separate Einwahl nötig ist. Befindet sich Ihr System innerhalb eines lokalen Netzwerks mit zentralem Mail-Server zum E-Mail-Versand, wählen Sie ebenfalls diese Option, um permanenten Zugang zu Ihren E-Mails zu gewährleisten.
Dieser Menüpunkt betrifft alle Benutzer, die sich gelegentlich von einem Rechner ins Internet einwählen, der keinem Netzwerk angehört.
Wenn Sie keinen Internetzugang haben und auch keinem Netz angehören, können Sie keine E-Mails verschicken oder empfangen.
Zusätzlich können Sie per Checkbox eine Virusüberprüfung Ihrer eingehenden und ausgehenden E-Mails durch AMaViS aktivieren. Das entsprechende Paket wird automatisch installiert, sobald Sie die Mail-Filterung aktivieren. In den weiteren Dialogen legen Sie den ausgehenden Mail-Server (meistens der SMTP-Server Ihres Providers) und die Parameter für eingehende Mail fest. Verwenden Sie eine Einwahlverbindung, können Sie verschiedene POP- bzw. IMAP-Server zum Mail-Empfang durch unterschiedliche Benutzer angeben. Schließlich können Sie über diesen Dialog optional zusätzlich Aliasnamen vergeben, Masquerading einstellen oder virtuelle Domains anlegen. Mit verlassen Sie die Mail-Konfiguration.
In YaST stehen viele weitere Netzwerkmodule zur Verfügung:
Mit YaST können Sie in wenigen Arbeitsschritten einen eigenen DHCP-Server einrichten. Kapitel 27, DHCP beschreibt die Grundlagen von DHCP sowie die einzelnen Schritte zur Konfiguration mit Hilfe von YaST.
Für größere Netzwerke empfiehlt sich die Einrichtung eines DNS-Servers zur Namensauflösung von IP-Adressen. Die Konfiguration mittels YaST wird in Abschnitt 24.1, „Konfiguration mit YaST“ beschrieben. Die Grundlagen von DNS werden in Kapitel 24, Domain Name System erläutert.
Dieses Modul dient zur Konfiguration von Hostname und DNS für den Fall, dass diese Einstellungen nicht schon während der Konfiguration eines Netzwerkgeräts angegeben wurden. Ebenso kann das Modul verwendet werden, wenn Sie den Hostnamen und den Domainnamen verändern wollen. Wenn Sie Ihren DSL-, Modem- oder ISDN-Zugang korrekt konfiguriert haben, sind in der Liste von Name-Servern bereits diejenigen eingetragen, die automatisch aus den Daten Ihrers Providers ermittelt wurden. Falls Sie sich in einem lokalen Netzwerk befinden, wird Ihnen der Hostname oft automatisch mittels DHCP zugewiesen. Lassen Sie in diesem Fall den Hostnamen unverändert.
Möchten Sie einen eigenen Webserver betreiben, können Sie mit Hilfe von YaST Apache einrichten. Informationen zu Apache finden Sie in Kapitel 30, Der Webserver Apache.
Während des Bootvorgangs sowie generell in kleineren Netzwerken kann die
Auflösung von Hostnamen auch mit diesem Modul eingerichtet werden. Die
hier vorhandenen Einträge spiegeln den Inhalt der Datei
/etc/hosts wider. Weitere Informationen dazu finden
Sie in Abschnitt 22.5.1.6, „/etc/hosts“.
Anstelle von NIS kann man für die Benutzerauthentifizierung im Netz auch LDAP verwenden. Hintergrundinformationen zu LDAP sowie eine ausführliche Beschreibung der Konfiguration eines Clients mit YaST finden Sie im Kapitel 29, LDAP – Ein Verzeichnisdienst.
NFS gibt Ihnen die Möglichkeit, unter Linux einen Dateiserver zu betreiben, auf den die Benutzer Ihres Netzwerks zugreifen können. Auf einem Dateiserver kann man bestimmte Anwendungen, Daten oder auch Speicherplatz bereitstellen. Mit dem Modul können Sie Ihren Rechner als NFS-Server einrichten und dazu festlegen, welche Verzeichnisse exportiert, d.h. von den Benutzern des Netzwerks verwendet werden können. Benutzer mit den entsprechenden Dateirechten können dann solche Verzeichnisse einhängen und in ihren eigenen Verzeichnisbaum integrieren. Eine Beschreibung dieses YaST-Moduls und sowie Hintergrundinformationen zu NFS finden Sie im Kapitel 26, Dateisysteme mit NFS verteilen.
Sobald Sie mehr als ein System betreiben, wird die lokale
Benutzerverwaltung (über die Dateien /etc/passwd
und /etc/shadow) unhandlich und wartungsintensiv.
In solchen Fällen sollten die Benutzerdaten auf einem Server zentral
verwaltet werden, von wo sie auf die Clients verteilt werden. Für diese
Aufgabe eignet sich neben NIS auch LDAP und Samba. Detailinformationen
zu NIS und zur Konfiguration mit YaST finden Sie im Kapitel 25, Benutzung von NIS
NTP (engl. Network Time Protocol) ist ein Protokoll zur Synchronisation von Hardware-Uhren über ein Netzwerk. Hintergrundinformationen zu NTP und eine Beschreibung der Konfiguration mit YaST finden Sie im Kapitel 28, Zeitsynchronisation mit xntp.
Legen Sie fest, welche Netzwerkdienste (wie finger, talk, ftp usw.) beim Booten von SUSE LINUX gestartet werden. Über diese Dienste können sich externe Hosts mit Ihrem Rechner verbinden. Für jeden Dienst können Sie unterschiedliche Parameter einstellen. Der übergeordnete Dienst, der die einzelnen Netzdienste verwaltet (inetd oder xinetd) ist allerdings standardmäßig nicht aktiviert.
Nach dem Start diese Moduls wählen Sie zunächst aus, ob inetd oder xinetd aktiviert werden soll. Die Daemons inetd und xinetd können ihrerseits entweder den Start einer Standardauswahl von Netzwerkdiensten veranlassen, oder Sie stellen selbst eine Auswahl von derartigen Diensten zusammen, indem Sie mit , und die entsprechenden Änderungen vornehmen.
![]() | Konfiguration von Netzwerkdiensten (inetd) |
|---|---|
Die Zusammenstellung und Anpassung von Netzwerkdiensten ist eine komplexe Aufgabe, die sehr umfassende Kenntnise über die Mechanismen voraussetzt, auf denen diese Dienste bei Linux beruhen. | |
Mit diesem Modul können Sie die systemweiten Proxy-Einstellungen bearbeiten. Genaueres zu diesem Thema finden Sie im Kapitel 33, Der Proxy-Server Squid.
Um die Wartung Ihres Systems über eine VNC-Verbindung von einem entfernten Rechner zu ermöglichen, können Sie mit diesem YaST-Modul die entsprechende Verbindung freigeben. Siehe hierzu Abschnitt 3.3.2, „Clients zur VNC-Installation“.
Dieses Modul benötigen Sie, wenn der Zugriff auf das Internet über ein Gateway im lokalen Netzwerk erfolgt. Bei DSL-Anschlüssen ist die Angabe eines Gateways lediglich für die korrekte Konfiguration der Netzwerkkarte von Bedeutung; die Eintragungen sind hier nur Platzhalter ohne sonstige Funktion.
In einem heterogenen Netzwerk mit Linux- und Windows-Machinen kann die Kommunikation zwischen beiden Welten von Samba gehandhabt werden. Informationen zu Samba sowie zur Client- und Serverkonfiguration finden Sie im Kapitel 32, Samba.