Einige der Stromsparfunktionen führt das APM-BIOS selbstständig aus. Stand-by und Suspend kann man auf vielen Laptops mit Tastenkombinationen oder mit Schließen des Deckels aktivieren. Dazu ist zunächst keinerlei Funktion seitens des Betriebssystems nötig. Wer diese Betriebsarten jedoch per Befehl einleiten möchte, ist darauf angewiesen, dass vor dem Suspend noch bestimmte Aktionen ausgeführt werden. Zur Anzeige des Akkuladestands benötigt man spezielle Programmpakete und einen geeigneten Kernel.
SUSE LINUX-Kernel enthalten fest eingebaute APM-Unterstützung. Diese wird
aber nur aktiviert, falls ACPI nicht im BIOS implementiert ist und ein
APM-BIOS gefunden wird. Um die APM-Unterstützung einzuschalten, muss ACPI am
Bootprompt mit acpi=off ausgeschaltet werden. Ob APM
aktiviert wurde, lässt sich leicht mit dem Befehl
cat /proc/apm nachprüfen. Wenn hier
eine Zeile mit diversen Zahlen erscheint, ist alles in Ordnung. Jetzt sollte
ein shutdown -h zum Ausschalten des
Computers führen.
Da nicht alle BIOS-Implementierungen standardkonform sind, kann es beim
Einsatz von APM Probleme geben. Manche davon lassen sich mit speziellen
Bootparametern umgehen. Alle Parameter werden am Bootprompt in der Form
apm=parameter eingegeben:
APM-Unterstützung ein- oder ausschalten
Während des Ausführens von BIOS-Funktionen Interrupts zulassen.
BIOS hat eine nicht ordnungsgemäß funktionierende „GetPowerStatus“-Funktion.
Den Prozessor vor dem Shutdown in den Real Mode zurückschalten.
APM Ereignisse im Syslog protokollieren.
Nach dem Shutdown das System ausschalten.
nZeit in 1/100 Sekunden, in der nach einem Suspend-Ereignis weitere Suspend-Ereignisse ignoriert werden.
nProzentsatz der Systeminaktivität, ab der die BIOS-Funktion idle aufgerufen wird (0=immer, 100=nie).
nZeitraum in 1/100 Sekunden, über den die System(in)aktivität ermittelt wird.
Der früher verwendete apmd (APM-Daemon) wird nicht mehr verwendet. Dessen Funktionalität ist im neuen powersaved enthalten, das auch ACPI und CPU-Frequenzregulierung beherrscht.