12.4. Installation der Software

PostScript Printer Description“ (PPD) ist die Computersprache, die Eigenschaften (z. B. Auflösung) und Optionen (z. B. Duplex-Einheit) von Druckern beschreibt. Diese Beschreibungen sind notwendig, um die verschiedenen Optionen des Druckers unter CUPS nutzen zu können. Ohne PPD-Datei werden die Druckdaten „roh“ an den Drucker weitergegeben, was man im allgemeinen nicht wünscht. Mit SUSE LINUX sind schon viele PPD-Dateien vorinstalliert, um gerade auch Drucker ohne PostScript-Unterstützung verwenden zu können.

Falls ein PostScript-Drucker konfiguriert ist, wird empfohlen, die passende PPD-Datei zu besorgen; viele solcher PPDs sind im Paket manufacturer-PPDs enthalten, das bei einer Standardinstallation automatisch installiert wird; vgl. Abschnitt 12.7.4, „PPD-Dateien in verschiedenen Paketen“ und Abschnitt 12.8.2, „Geeignete PPD-Datei für PostScript-Drucker fehlt“.

Neue PPD-Dateien sind im Verzeichnis /usr/share/cups/model/ abzulegen oder werden mit YaST dem Drucksystem hinzugefügt; vgl. Abschnitt 12.5.1.2, „Manuelle Konfiguration“ . Dann wird eine solche PPD-Datei bevorzugt bei der Installation gewählt.

Wenn ein Druckerhersteller zusätzlich zur Änderung von Konfigurationsdateien noch verlangt, dass ganze Software-Pakete installiert werden, ist Vorsicht angebracht. Durch eine solche Installation würde man zum einen den SUSE LINUX-Support verlieren, und zum anderen kann es dann sein, dass Druck-Kommandos anders als bisher funktionieren und Geräte anderer Hersteller gar nicht angesprochen werden können. Deshalb ist von der Installation von Hersteller-Software abzuraten.


SUSE LINUX Administrationshandbuch 9.3