Ob PCMCIA beim Booten gestartet wird, lässt sich mit dem Runleveleditor von YaST einstellen. Sie starten dieses Modul über +.
In der Datei /etc/sysconfig/pcmcia sind die
folgenden drei Variablen definiert:
PCMCIA_PCICenthält den Namen des Moduls, das den PCMCIA-Controller ansteuert. Im Normalfall ermittelt das Startskript diesen Namen selbstständig. Nur wenn dies fehlschlägt, sollte das Modul hier eingetragen werden. Ansonsten sollte diese Variable leer bleiben.
PCMCIA_CORE_OPTS
ist für Parameter für das Modul pcmcia_core gedacht;
sie werden aber nur selten benötigt. Diese Optionen sind in der
Manualpage pcmcia_core(4) beschrieben. Da diese Manualpage sich auf das
gleichnamige Modul aus dem pcmcia-cs Paket von David Hinds bezieht,
enthält sie mehr Parameter als das Modul aus dem Kernel wirklich
anbietet, nämlich alle, die mit cb_ beginnen und
pc_debug.
PCMCIA_BEEPschaltet die akustischen Signale des Cardmanager ein und aus.
Die Zuordnung von Treibern zu PC-Karten für den Cardmanager befindet
sich in den Dateien /etc/pcmcia/config und
/etc/pcmcia/*.conf. Zuerst wird
config gelesen und dann die
*.conf in alphabetischer Reihenfolge. Der zuletzt
gefundene Eintrag für eine Karte ist ausschlaggebend. Details über die
Syntax dieser Dateien befinden sich in der Manualpage
pcmcia(5).
Die Zuordnung von Treibern zu CardBus-Karten findet in Dateien
/etc/sysconfig/hardware/hwcfg-<Gerätebeschreibung>
statt. Diese Dateien werden bei der Konfiguration einer Karte von YaST
angelegt. Genaueres zu den Gerätebeschreibungen finden Sie in
/usr/share/doc/packages/sysconfig/README und in der
Manualpage getcfg(8).
Ethernet-, Wireless LAN- und TokenRing-Netzwerkkarten lassen sich wie
gewöhnliche Netzwerkkarten mit YaST einrichten. Falls Ihre Karte nicht
erkannt wurde, muss lediglich bei den Hardwareeinstellungen
PCMCIA als Kartentyp ausgewählt werden. Alle weiteren
Details zur Netzwerkeinrichtung befinden sich
unter Abschnitt 22.4, „Einbindung ins Netzwerk mit YaST“.
Auch bei ISDN-PC-Karten erfolgt die Konfiguration größtenteils wie bei
sonstigen ISDN-Karten mit YaST. Es spielt keine Rolle, welche der dort
angebotenen PCMCIA ISDN-Karten ausgewählt wird; wichtig ist nur, dass es
eine PCMCIA-Karte ist. Bei der Einrichtung der Hardware und der Wahl des
Providers ist darauf zu achten, dass der Betriebsmodus immer auf
hotplug, nicht auf onboot steht. So
genannte ISDN-Modems gibt es auch bei PCMCIA-Karten. Dies sind Modem- oder
Multifunktionskarten mit einem zusätzlichen ISDN-Connection-Kit; sie werden
wie ein Modem behandelt.
Bei Modem-PC-Karten gibt es im Normalfall keine PCMCIA-spezifischen
Einstellungen. Sobald ein Modem eingeschoben wird, steht es unter
/dev/modem zur Verfügung. Es gibt auch bei
PCMCIA-Karten so genannte Softmodems. Diese werden in der Regel nicht
unterstützt. Falls es Treiber gibt, müssen diese individuell ins System
eingebunden werden.
Das passende Treibermodul wird vom Cardmanager oder Hotplug geladen. Sobald
also eine SCSI- oder IDE-Karte eingeschoben wird, stehen die daran
angeschlossenen Geräte zur Verfügung. Die Gerätenamen werden dynamisch
ermittelt. Informationen über vorhandene SCSI- bzw. IDE-Geräte sind unter
/proc/scsi bzw. unter /proc/ide
zu finden.
Externe Festplatten, CD-ROM-Laufwerke und ähnliche Geräte müssen eingeschaltet sein, bevor die PCMCIA-Karte in den Steckplatz eingeschoben wird. SCSI-Geräte müssen aktiv terminiert werden.
![]() | Entnahme von SCSI oder IDE-Karten |
|---|---|
Bevor eine SCSI- oder IDE-Karte entnommen wird, müssen sämtliche Partitionen der daran angeschlossenen Geräte (mit dem Befehl umount) ausgehängt werden. Wurde dies vergessen, kann erst nach einem Reboot des Systems erneut auf diese Geräte zugegriffen werden. | |