14.3. Konfiguration

Ob PCMCIA beim Booten gestartet wird, lässt sich mit dem Runleveleditor von YaST einstellen. Sie starten dieses Modul über System+Runlevel-Editor.

In der Datei /etc/sysconfig/pcmcia sind die folgenden drei Variablen definiert:

PCMCIA_PCIC

enthält den Namen des Moduls, das den PCMCIA-Controller ansteuert. Im Normalfall ermittelt das Startskript diesen Namen selbstständig. Nur wenn dies fehlschlägt, sollte das Modul hier eingetragen werden. Ansonsten sollte diese Variable leer bleiben.

PCMCIA_CORE_OPTS

ist für Parameter für das Modul pcmcia_core gedacht; sie werden aber nur selten benötigt. Diese Optionen sind in der Manualpage pcmcia_core(4) beschrieben. Da diese Manualpage sich auf das gleichnamige Modul aus dem pcmcia-cs Paket von David Hinds bezieht, enthält sie mehr Parameter als das Modul aus dem Kernel wirklich anbietet, nämlich alle, die mit cb_ beginnen und pc_debug.

PCMCIA_BEEP

schaltet die akustischen Signale des Cardmanager ein und aus.

Die Zuordnung von Treibern zu PC-Karten für den Cardmanager befindet sich in den Dateien /etc/pcmcia/config und /etc/pcmcia/*.conf. Zuerst wird config gelesen und dann die *.conf in alphabetischer Reihenfolge. Der zuletzt gefundene Eintrag für eine Karte ist ausschlaggebend. Details über die Syntax dieser Dateien befinden sich in der Manualpage pcmcia(5).

Die Zuordnung von Treibern zu CardBus-Karten findet in Dateien /etc/sysconfig/hardware/hwcfg-<Gerätebeschreibung> statt. Diese Dateien werden bei der Konfiguration einer Karte von YaST angelegt. Genaueres zu den Gerätebeschreibungen finden Sie in /usr/share/doc/packages/sysconfig/README und in der Manualpage getcfg(8).

14.3.1. Netzwerkkarten

Ethernet-, Wireless LAN- und TokenRing-Netzwerkkarten lassen sich wie gewöhnliche Netzwerkkarten mit YaST einrichten. Falls Ihre Karte nicht erkannt wurde, muss lediglich bei den Hardwareeinstellungen PCMCIA als Kartentyp ausgewählt werden. Alle weiteren Details zur Netzwerkeinrichtung befinden sich unter Abschnitt 22.4, „Einbindung ins Netzwerk mit YaST“.

14.3.2. ISDN

Auch bei ISDN-PC-Karten erfolgt die Konfiguration größtenteils wie bei sonstigen ISDN-Karten mit YaST. Es spielt keine Rolle, welche der dort angebotenen PCMCIA ISDN-Karten ausgewählt wird; wichtig ist nur, dass es eine PCMCIA-Karte ist. Bei der Einrichtung der Hardware und der Wahl des Providers ist darauf zu achten, dass der Betriebsmodus immer auf hotplug, nicht auf onboot steht. So genannte ISDN-Modems gibt es auch bei PCMCIA-Karten. Dies sind Modem- oder Multifunktionskarten mit einem zusätzlichen ISDN-Connection-Kit; sie werden wie ein Modem behandelt.

14.3.3. Modem

Bei Modem-PC-Karten gibt es im Normalfall keine PCMCIA-spezifischen Einstellungen. Sobald ein Modem eingeschoben wird, steht es unter /dev/modem zur Verfügung. Es gibt auch bei PCMCIA-Karten so genannte Softmodems. Diese werden in der Regel nicht unterstützt. Falls es Treiber gibt, müssen diese individuell ins System eingebunden werden.

14.3.4. SCSI und IDE

Das passende Treibermodul wird vom Cardmanager oder Hotplug geladen. Sobald also eine SCSI- oder IDE-Karte eingeschoben wird, stehen die daran angeschlossenen Geräte zur Verfügung. Die Gerätenamen werden dynamisch ermittelt. Informationen über vorhandene SCSI- bzw. IDE-Geräte sind unter /proc/scsi bzw. unter /proc/ide zu finden.

Externe Festplatten, CD-ROM-Laufwerke und ähnliche Geräte müssen eingeschaltet sein, bevor die PCMCIA-Karte in den Steckplatz eingeschoben wird. SCSI-Geräte müssen aktiv terminiert werden.

[Warning]Entnahme von SCSI oder IDE-Karten

Bevor eine SCSI- oder IDE-Karte entnommen wird, müssen sämtliche Partitionen der daran angeschlossenen Geräte (mit dem Befehl umount) ausgehängt werden. Wurde dies vergessen, kann erst nach einem Reboot des Systems erneut auf diese Geräte zugegriffen werden.


SUSE LINUX Administrationshandbuch 9.3