13.2. Mobilität

SUSE LINUX unterstützt die automatische Einbindung mobiler Speichergeräte per Firewire (IEEE 1394) oder USB. Unter den Begriff mobile Speichergeräte fallen jegliche Art von Firewire/USB-Festplatten, USB-Flash-Drives oder Digitalkameras. Sobald diese Geräte über die entsprechende Schnittstelle mit dem System verbunden sind, werden sie über Hotplug automatisch erkannt und konfiguriert. subfs/submount sorgt dafür, dass die Geräte an den entsprechenden Stellen im Dateisystem eingehängt werden. Als Benutzer bleibt Ihnen das manuelle Ein- und Aushängen, das Sie von früheren SUSE LINUX Versionen her kennen, komplett erspart. Sobald kein Programm mehr auf ein solches Medium zugreift, können Sie es einfach abziehen.

Externe Festplatten (USB und Firewire)

Sobald eine externe Festplatte vom System korrekt erkannt wurde, können Sie deren Icons unter Arbeitsplatz (KDE) oder Computer (GNOME) in der Übersicht der eingehängten Laufwerke sehen. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf das Icon, wird Ihnen der Inhalt des Laufwerks angezeigt. Sie können hier Dateien und Ordner anlegen, editieren oder löschen. Möchten Sie die Festplatte unter einem anderen Namen als dem vom System vergebenen ansprechen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Icon und wählen den entsprechenden Menüeintrag aus dem Kontextmenü. Diese Namensänderung beschränkt sich allerdings nur auf die Anzeige im Dateimanager — die Bezeichnung, unter der das Gerät unter /media/usb-xxx oder /media/ieee1394-xxx eingehängt ist, bleibt davon unberührt.

USB-Flash-Drives

USB-Flash-Drives werden vom System exakt gleich behandelt wie externe Festplatten. Auch das Umbenennen der Einträge im Dateimanager ist möglich.

Digitalkameras (USB und Firewire)

Vom System erkannte Digitalkameras erscheinen ebenfalls als externe Laufwerke in der Übersicht des Dateimanagers. Unter KDE können Sie über die URL camera:/ die gespeicherten Bilder auslesen und anschauen. Zur weiteren Verarbeitung der Bilder verwenden Sie digikam oder gimp. Unter GNOME werden Ihre Bilder in Nautilus im jeweiligen Dateiordner angezeigt. Zur Verwaltung und einfachen Bearbeitung der Bilder eignet sich GThumb. Fortgeschrittene Bildbearbeitung erfolgt mit Gimp. Mit Ausnahme von GThumb sind alle erwähnten Programme im Benutzerhandbuch beschrieben. Es gibt auch ein Kapitel über Digitalkameras

[Important]Mobile Datenträger absichern

Ähnlich wie Laptops sind mobile Festplatten oder Flash-Drives diebstahlgefährdet. Um zu verhindern, dass die enthaltenen Daten von Dritten missbraucht werden, empfiehlt sich das Anlegen einer Kryptopartition wie in Abschnitt 34.3, „Partitionen und Dateien verschlüsseln“ beschrieben.


SUSE LINUX Administrationshandbuch 9.3