8.7. Der grafische SUSE-Bildschirm

Ab SUSE LINUX 7.2 wird die erste Konsole in einem Grafik-Modus angezeigt, wenn beim Booten die Kerneloption „vga=<value>“ verwendet wird. Bei einer Installation mittels YaST wird diese Option automatisch aktiviert, und zwar in Abhängigkeit von der angegebenen Bildauflösung und der Grafikkarte. Um diesen SUSE-Bildschirm zu deaktivieren, gibt es drei Möglichkeiten:

Deaktivierung des SUSE-Bildschirms im Bedarfsfall

Geben Sie zur Deaktivierung den Befehl echo 0 >/proc/splash ein. Um den SUSE-Bildschirm wieder zu aktivieren, geben Sie den Befehl echo 1 >/proc/splash ein.

Deaktivierter SUSE-Bildschirm als Standardeinstellung

Fügen Sie den Kernelparameter splash=0 in Ihre Bootloader-Konfiguration ein. In Kapitel 8, Der Bootloader finden Sie weitere Informationen hierzu. Wenn Sie dagegen eine Konsole im Textmodus bevorzugen (was in den früheren Versionen der Standard war), dann erweitern Sie die Konfiguration um den Kernelparameter vga=normal.

Vollständige Deaktivierung des SUSE-Bildschirms

Kompilieren Sie den Kernel neu und deaktivieren Sie zuvor die Option Use splash screen instead of boot logo unter framebuffer support.

[Tip]Tipp

Durch die Deaktivierung der Unterstützung für den Framebuffer wird automatisch auch der Splash-Screen deaktiviert. Beachten Sie jedoch, dass SUSE für Ihr System keinen Support gewährt, wenn Sie einen selbst kompilierten Kernel verwenden.


SUSE LINUX Administrationshandbuch 9.3