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Zusammenfassung
SUSE LINUX bietet die Möglichkeit, ein bestehendes System ohne Neuinstallation zu aktualisieren. Dabei muss unterschieden werden zwischen der Aktualisierung einzelner Softwarepakete und einem Update des gesamten Systems. Einzelne Pakete können auch von Hand mit dem Paketmanager rpm installiert werden.
Es ist ein bekanntes Phänomen, dass Software von Version zu Version wächst. Deshalb empfiehlt es sich vor dem Update mit df nachzuschauen, wie sehr die einzelnen Partitionen bereits ausgelastet sind. Wenn Sie den Eindruck haben, es könnte knapp werden, führen Sie vor dem Update ein Datenbackup durch und partitionieren Sie das System neu. Es kann kein genereller Tipp gegeben werden, wie viel Platz jeweils im Einzelnen benötigt wird – der Platzbedarf ist abhängig von der Art der bestehenden Partitionierung, von der ausgewählten Software und von der Versionsnummer des bestehenden Systems auf die aktuelle SUSE LINUX Distribution.
Vor Beginn eines Updates sollten sicherheitshalber die alten
Konfigurationsdateien auf ein separates Medium (Streamer, Wechselplatte,
ZIP-Laufwerk, CD-ROM etc.) kopiert werden. In erster Linie handelt es sich
um die Dateien, die in /etc gespeichert sind;
weiterhin sind z. T. die Verzeichnisse und Dateien unter
/var sowie unter /opt zu
kontrollieren und ggf. zu sichern. Zudem kann es nichts schaden, die
aktuellen Benutzerdaten unter /home (die
HOME-Verzeichnisse) auf ein Backup-Medium zu schreiben. Das
Sichern der Daten ist als Systemadministrator root durchzuführen; nur root hat die Rechte, alle lokalen Dateien zu
lesen. Bevor Sie den Update-Vorgang einleiten, notieren Sie sich die
Rootpartition; mit dem Kommando df / können Sie den
Gerätenamen der Rootpartition herausfinden; in dem Fall von
Beispiel 4.1, „Überblick mit df -h“ ist /dev/hda2 die zu
notierende Root-Partition.
Beispiel 4.1. Überblick mit df -h
Dateisystem Größe Benut Verf Ben% montiert auf /dev/hda1 1,9G 189M 1.7G 10% /dos /dev/hda2 8,9G 7,1G 1,4G 84% / /dev/hda5 9,5G 8,3G 829M 92% /home
Die Ausgabe zeigt, dass die Partition /dev/hda2 unter
/ in das Dateisystem eingehängt
(gemountet) ist.
Nach den unter Abschnitt 4.1.1, „Vorbereitungen“ genannten Vorarbeiten leiten Sie den Bootvorgang ein.
Starten Sie das System wie zur Installation, wie unter Abschnitt 1.1, „Systemstart zur Installation“ beschrieben. Wählen Sie in YaST eine Sprache und dann den Eintrag . Wählen Sie nicht .
YaST ermittelt, ob mehr als eine Rootpartition vorhanden ist;
falls nein, geht es weiter mit dem Systembackup. Falls mehrere
Partitionen vorhanden sind, müssen Sie die richtige Partition auswählen
und mit bestätigen (beim Beispiel in
Abschnitt 4.1.1, „Vorbereitungen“ hatten Sie
/dev/hda2 notiert).
YaST liest die alte fstab
ein, die sich auf dieser Partition befindet, um dann die dort
eingetragenen Dateisysteme zu analysieren und schließlich zu
mounten.
Danach besteht die Möglichkeit, eine Sicherungskopie der Systemdateien während des Updates erstellen zu lassen. Diese Option verlangsamt den Update-Vorgang, sollte aber gewählt werden, wenn Sie kein aktuelles Systembackup haben.
Entweder kann im folgenden Dialog festgelegt werden, dass nur die bereits installierte Software erneuert wird, oder dass dem System wichtige neue Softwarekomponenten hinzugesellt werden (Upgrade-Modus). Es ist empfehlenswert, die vorgegebene Zusammenstellung zu akzeptieren (zum Beispiel ). Etwaige Unstimmigkeiten können Sie mit YaST später beseitigen.
Unabhängig von einem Gesamt-Update können Sie jederzeit einzelne Pakete aktualisieren; dabei müssen Sie selbst freilich darauf achten, dass das System konsistent bleibt: Update-Empfehlungen finden Sie unter http://www.novell.com/linux/download/updates/ aufgelistet.
In der Paketauswahl von YaST können Sie nach Herzenslust schalten und walten. Wählen Sie ein Paket zum Update aus, das für den Betrieb des Systems eine zentrale Rolle spielt, werden Sie von YaST gewarnt. Derartige Pakete sollten im speziellen Update-Modus aktualisiert werden. Beispielsweise enthalten etliche Pakete shared libraries, die möglicherweise zum Zeitpunkt des Updates von laufenden Prozessen verwendet werden. Ein Update im laufenden System würde daher dazu führen, dass diese Programme nicht mehr korrekt funktionieren können.