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Zusammenfassung
Das Service Location Protocol (kurz: SLP) wurde entwickelt, um die Konfiguration vernetzter Clients innerhalb eines lokalen Netzwerkes zu vereinfachen. Um einen Netzwerkclient inklusive aller gewünschten Dienste zu konfigurieren, braucht sein Administrator traditionell detailliertes Wissen über die in seinem Netz verfügbaren Server. Mit SLP wird die Verfügbarkeit eines bestimmten Diensttyps allen Clients im lokalen Netz bekanntgegeben. Anwendungen, die SLP unterstützen, können die per SLP verteilte Information nutzen und sind damit automatisch konfigurierbar.
SUSE LINUX unterstützt die Installation von per SLP vermittelten Installationsquellen und enthält viele Systemdienste mit integrierter Unterstützung für SLP. YaST und Konqueror verfügen beide über entsprechende Frontends für SLP. Nutzen Sie SLP, um zentrale Funktionen wie Installationsserver, YOU-Server, Dateiserver oder Druckserver auf Ihrem SUSE LINUX den vernetzten Clients zur Verfügung zu stellen.
Viele Applikationen unter SUSE LINUX verfügen bereits über integrierte
SLP-Unterstützung durch die Nutzung der
libslp-Bibliothek. Möchten Sie darüber hinaus weitere
Dienste über SLP verfügbar machen, die keine SLP-Unterstützung
einkompiliert haben, stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten offen:
/etc/slp.reg.dLegen Sie für jeden neuen Dienst eine separate Registrierungsdatei an. Ein Beispiel einer solchen Datei für die Registrierung eines Scanner-Dienstes folgt:
## Register a saned service on this system ## en means english language ## 65535 disables the timeout, so the service registration does ## not need refreshes service:scanner.sane://$HOSTNAME:6566,en,65535 watch-port-tcp=6566 description=SANE scanner daemon
Die wichtigste Zeile dieser Datei ist die so genannte
Service-URL, die mit service:
eingeleitet wird. Sie enthält den Diensttyp
(scanner.sane) und die Adresse, unter der der Dienst
auf dem Server verfügbar ist. $HOSTNAME wird
automatisch durch den vollständigen Hostnamen ersetzt. Durch einen
Doppelpunkt getrennt, folgt nun der TCP-Port, auf dem der betroffene
Dienst lauscht. Geben Sie von der Service-URL durch Kommata abgetrennt
nun noch die Sprache an, in der sich der Dienst ankündigen soll und die
Lebensdauer der Registrierung in Sekunden. Der Wert für die Lebensdauer
der Registrierung kann zwischen 0 und
65535 annehmen. Mit 0 wäre die
Registrierung unwirksam, mit 65535 wird sie nicht
eingeschränkt.
Die Registrierungsdatei enthält außerdem die beiden Variablen
watch-tcp-port und description
enthalten. Erstere koppelt die SLP-Ankündigung des Dienstes daran, ob
der entsprechende Dienst auch aktiv ist (der slpd überprüft
den Status des Dienstes). Die
letzte Variable enthält eine genauere Beschreibung des Dienstes, die in
geeigneten Browsern angezeigt wird.
/etc/slp.regEinziger Unterschied zu dem oben beschriebenen Verfahren ist die Bündelung aller Dienste innerhalb einer zentralen Datei.
Soll aus eigenen Skripten ein SLP-Registrierung eines Dienstes erfolgen, nutzen Sie das Kommandozeilen-Frontend slptool.