Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
Wie bereits in Kapitel 25, Benutzung von NIS erwähnt, dient NFS neben NIS dazu, ein Netzwerk für Anwender transparent zu machen. Durch NFS lassen sich Dateisysteme im Netz verteilen. Unabhängig davon, an welchem Rechner im Netz ein Anwender arbeitet, findet er so stets die gleiche Umgebung vor.
Wie NIS ist auch NFS ein asymmetrischer Dienst. Es gibt NFS–Server und NFS–Clients. Allerdings kann ein Rechner beides sein, d.h. gleichzeitig Dateisysteme dem Netz zur Verfügung stellen („exportieren“) und Dateisysteme anderer Rechner mounten („importieren“). Im Regelfall jedoch benutzt man dafür Server mit großer Festplattenkapazität, deren Dateisysteme von Clients gemountet werden.
![]() | Notwendigkeit eines DNS-Systems |
|---|---|
Theoretisch können alle Exporte ausschließlich über IP-Adressen stattfinden. Um jedoch Unterbrechungen zu vermeiden, sollten Sie ein funktionierendes DNS-System haben. Dies wird zumindest für Logging-Zwecke benötigt, da der mountd-Daemon Rückwärts-Auflösungen vornimmt. | |
Jeder Benutzer (der die Rechte dazu erteilt bekommt), kann NFS-Verzeichnisse von NFS-Servern in seinen eigenen Dateibaum einhängen. Dies lässt sich am einfachsten mit dem Modul in YaST erledigen. Dort muss lediglich der Hostname des als NFS-Server fungierenden Rechners eingetragen werden, das Verzeichnis, das von dem Server exportiert wird und den Mountpunkt, unter dem es auf dem eigenen Computer eingehängt werden soll. Wählen Sie dazu im ersten Dialogfenster und tragen Sie dann die genannten Angaben ein. Siehe Abbildung 26.1, „Konfiguration des NFS-Clients“.