Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
Mit einem Anteil von über 60 Prozent (laut http://www.netcraft.com) ist Apache der weltweit am weitesten verbreitete Webserver. Für Web-Anwendungen wird Apache häufig zusammen mit Linux, der Datenbank MySQL und den Programmiersprachen PHP und Perl eingesetzt. Für diese Kombination hat sich die Abkürzung LAMP eingebürgert.
In diesem Kapitel wird der Webserver Apache vorgestellt. Neben Hinweisen zur Installation und Konfiguration finden Sie hier auch die Beschreibung einiger Module sowie eine Reihe von Varianten für virtuelle Hosts.
Dieser Abschnitt vermittelt ein grundlegendes Verständnis von Webservern und den Protokollen, die sie benutzen. Außerdem werden die wichtigsten Eigenschaften vorgestellt.
Ein Webserver liefert auf Anfrage eines Clients HTML-Seiten an diesen aus. Diese Seiten können in einem Verzeichnis auf dem Server abgelegt sein (sogenannte passive oder statische Seiten) oder als Antwort auf die Anfrage neu generiert werden (aktive Inhalte).
Bei den Clients handelt es sich meist um Webbrowser wie Konqueror und Mozilla. Die Kommunikation zwischen Browser und Webserver findet über das HyperText Transfer Protocol (HTTP) statt. Die aktuelle Version HTTP 1.1 ist im RFC 2068 sowie im Update RFC 2616 dokumentiert, diese RFCs findet man unter der URL http://www.w3.org.
Ein Client fordert über eine URL eine Seite vom Server an, zum Beispiel http://www.novell.com/de-de/linux/suse/index.html Eine URL besteht aus folgenden Komponenten:
Häufig benutzte Protokolle:
In diesem Fall www.novell.com. Die Domain kann man
nochmals unterteilen, der erste Teil www verweist auf
einen Computer, der zweite Teil novell.com ist die
eigentliche Domain. Beides zusammen wird auch als FQDN
(Fully Qualified Domain Name) bezeichnet.
In diesem Beispiel /de-de/linux/suse/index.html.
Dieser Teil gibt den kompletten Pfad zur Ressource an.
Die Ressource kann eine Datei sein, wie hier der Fall ist.
Es kann sich auch um ein CGI-Skript, eine JavaServer-Seite usw. handeln.
Dabei wird die Weiterleitung der Anfrage an die Domain
www.novell.com von den entsprechenden Mechanismen des
Internet, wie dem Domain Name System (DNS) übernommen, die den Zugriff auf
eine Domain an einen oder mehrere dafür zuständige Rechner weiterleiten.
Apache liefert dann die Ressource aus seinem Dateiverzeichnis aus, hier die
Seite index.html. Die Datei kann auf der
obersten Ebene des Verzeichnisses oder in einem Unterverzeichnis
liegen.
Der Pfad der Datei ist dabei relativ zur sogenannten „DocumentRoot“ angegeben, die man in der Konfigurationsdatei ändern kann. Abschnitt 30.6.2.1, „DocumentRoot“ beschreibt, wie dabei vorzugehen ist.
Die Angabe der Seite kann fehlen. Apache hängt dann automatisch einen der
gebräuchlichen Namen für solche Seiten an die URL an. Der gebräuchlichste
Name für eine solche Seite ist index.html. Ob Apache
diesen Automatismus ausführt und welche Seitennamen dabei berücksichtigt
werden, lässt sich einstellen. Dies ist in Abschnitt 30.6.2.7, „DirectoryIndex“ beschrieben. In diesem Fall
reicht dann beispielsweise der Aufruf von http://www.suse.de,
um vom Server die Seite http://www.novell.com/de-de/linux/suse/index.html
geliefert zu bekommen.