2.8 DER COSMOS- KONVERTER Z88G

3D- CAD- Programme enthalten mitunter sog. Automesher, die das 3D- Modell in finite Elemente zerlegen können. Das so erzeugte Netz kann sodann in einem wählbaren Format passend für diverse FEA- Programme abgespeichert werden. Oftmals haben derartige Netze aber eine sehr schlechte Knotennummerierung. Dann hilft der Cuthill- McKee Algorithmus Z88H weiter.

Eines dieser FE- Formate ist das COSMOS- Format für das gleichnamige FEA- System.

Z88G ist entwickelt und getestet für Pro/ENGINEER von Parametric Technology, USA. Pro/ENGINEER muß die Option (den Zusatzmodul) Pro/MESH enthalten. Achten Sie darauf, daß Sie in Pro/ENGINEER die Materialdaten und dgl. (z.B. für Stahl, es kommt nur auf den E- Modul und die Querkontraktionszahl an) definiert haben.

Dann können Sie nach Erzeugung Ihres 3D- Modells auf den Menüpunkt FEM gehen, definieren ein Koordinatensystem (das mit Z88 harmonieren muß !) und fügen Kräfte und Verschiebungen ein , und zwar an einzelnen Punkten, die Sie vorher als Bezugspunkte setzen, oder an Flächen.

Verändern ggf. die Netzkontrollwerte. Lassen Sie das Netz erzeugen mit Erzeuge Modell, dabei ist der Elementtyp zu wählen, z.B. Tetraeder. Gegen Sie es dann mit Ausgabe Modell aus, wählen Sie COSMOS/M und dazu linear oder parabolisch. Bei Abfrage des Dateinamens geben Sie z88g.cos ein.

Dann starten Sie den Konverter Z88G. Er erzeugt automatisch die Eingabedateien Z88I1.TXT, Z88I2.TXT und Z88I3.TXT. Ändern Sie ggf. dann von Hand darin einzelne Daten wie Materialgesetze und Integrationsordnung.

Die erzeugten Dateien sollten Sie einem Test mit dem Filechecker Z88V unterziehen. Dann sollten Sie vor einem Rechenlauf mit Z88P plotten. Stellen Sie fest, daß z.B. ein 3D- Modell völlig platt ist, dann haben Sie in Pro/ENGINEER ein Koordinatensystem CS0 definiert, das nicht zu Z88 paßt. Sie brauchen dann nur in Pro/ENGINEER ein neues Koordinatensystem festlegen, das Sie bei der Modellausgabe als Bezug mit angeben.

Es lassen sich die Z88- Typen

Tetraeder Nr.16 (in Pro/ENGINEER Tetraeder parabolisch)

Tetraeder Nr.17 (in Pro/ENGINEER Tetraeder linear)

Scheibe Nr.14 (in Pro/ENGINEER Schalen Dreieck parabolisch)

Scheibe Nr.7 (in Pro/ENGINEER Schalen Viereck parabolisch)

Platte Nr.18 (in Pro/ENGINEER Schalen Dreieck parabolisch)

Platte Nr.20 (in Pro/ENGINEER Schalen Viereck parabolisch)

erzeugen. Da in Pro/ENGINEER bei der Erzeugung nicht in Scheiben- und Plattenelemente unterschieden wird, müssen Sie diese Information beistellen: Wählen Sie in Z88G zwischen Volumen-, Scheiben- und Plattenelementen aus:

(Wählen Sie vor dem Start den Typ der zu erzeugenden Elemente aus. Bei UNIX geht das sinngemäß im Consolmodus)

Z88G sieht ganz harmlos aus, aber bei richtigem Gebrauch ist es ein sehr mächtiges Werkzeug, mit dem Sie im Handumdrehen sehr große FEA- Strukturen an Z88 übergeben können.