Die folgenden Methoden und Protokolle werden in diesem Kapitel behandelt:
Verwenden Sie FTP (File Transfer Protocol), wenn Sie sehr häufig Dateien mit verschiedenen Benutzern austauschen müssen. Es sind viele grafische Client-Anwendungen für FTP unter Windows*, MacOS und Linux erhältlich. Aktivieren Sie abhängig von der Verwendung Ihres FTP-Servers Schreib- und/oder Leserechte. Weitere Informationen zu FTP finden Sie unter Abschnitt 11.4.3, „Kopieren von Dateien mit FTP“.
NFS (Network File System) ist ein Client-Server-System. Ein Server exportiert ein oder mehrere Verzeichnisse, die ein Client importieren kann. Weitere Informationen finden Sie unter Kapitel Verteilte Nutzung von Dateisystemen mit NFS (↑Referenz).
Verwenden Sie NFS, wenn Sie Dateien sehr häufig und für verschiedene Benutzer freigeben müssen. Es fügt sich gut in Ihr Linux-System ein und Sie können in der importierten Verzeichnisstruktur wie in jedem anderen Ordner auf Ihrem lokalen Computer navigieren. Aktivieren Sie abhängig von der Konfiguration Schreib- und/oder Leserechte. Im Allgemeinen ist es für einen Heimbenutzer sinnvoll, Lese- und Schreibzugriff zu gewähren.
Verwenden Sie rsync zur regelmäßigen Übertragung großer Datenmengen, wenn sich diese nicht erheblich ändern. Ein typischer Fall für rsync ist die Verwaltung von Datensicherungen. Weitere Informationen finden Sie auf der Manualpage des Befehls rsync und in Abschnitt 11.4.2, „Übertragen von Dateien mit rsync“.
Samba umfasst ein Client-Server-System und eine Installation des SMB-Protokolls. Normalerweise wird es in Windows-Netzwerken verwendet. Weitere Informationen zu Samba erhalten Sie unter Kapitel Samba (↑Referenz).
Verwenden Sie Samba, wenn Sie Dateien sehr häufig und für verschiedene Benutzer freigeben müssen. Samba als Nur-Linux-Lösung ist sehr unüblich, verwenden Sie stattdessen NFS. Wenn Sie jedoch mit zukünftigen Windows-Installationen kompatibel sein möchten, kann es sich lohnen, einen Samba-Server einzurichten. Weitere Informationen zum Einrichten eines Samba-Servers finden Sie unter Abschnitt 11.7, „Freigabe von Dateien zwischen Linux und Windows mit Samba“.
SSH (Secure Shell) ermöglicht einen sicheren Kanal zwischen einem lokalen und einem entfernten Computer. Die SSH-Suite besteht aus mehreren Befehlen und verwendet öffentliche Schlüssel zur Authentifizierung von Benutzern. Weitere Informationen finden Sie unter Kapitel SSH: Sicherer Netzwerkbetrieb (↑Referenz).
Verwenden Sie SSH, wenn Sie als einziger Benutzer gelegentlich Dateien über ein nicht verbürgtes Netzwerk kopieren. Obwohl es über grafische Bedienoberflächen verfügt, wird SSH vor allem als Kommandozeilen-Dienstprogramm betrachtet.
Ermitteln Sie anhand der folgenden Tabellen, welche Lösung Ihre Anforderungen am besten erfüllt.
Tabelle 11.1. Zugriff auf Dateien von Wechselmedien
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Methode |
Ausgangs-/Zielbetriebssystem |
Weitere Informationen hierzu: |
|---|---|---|
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CD/DVD |
Alle |
Kapitel Burning CDs and DVDs (↑KDE User Guide) |
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USB |
Alle |
Abschnitt „Inserting or Connecting Removable Media“ (Kapitel 1, Getting Started with the KDE Desktop, ↑KDE User Guide) |
![]() | Dateisysteme auf USB-Sticks |
|---|---|
Normalerweise sind USB-Sticks mit dem FAT-Dateisystem formatiert, das Lese- und Schreibzugriff in Linux erlaubt. Es ist jedoch möglich, andere Dateisysteme mit USB-Sticks zu benutzen. Bei Verwendung von NTFS ist nur Lesezugriff möglich. Weitere Informationen zu Dateisystemen finden Sie unter Abschnitt 11.3, „Zugreifen auf Dateien auf verschiedenen Betriebssystemen am selben Computer“. | |
Tabelle 11.2. Kopieren von Dateien
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Methode |
Ausgangs-/Zielbetriebssystem |
Weitere Informationen hierzu: |
|---|---|---|
|
SSH |
Linux/Linux | |
|
SSH |
Linux/Windows |
Abschnitt 11.5, „Kopieren von Dateien zwischen Linux- und Windows-Computern mit SSH“ |
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rsync |
Linux/Linux |
Tabelle 11.3. Freigabe von Dateien
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Methode |
Ausgangs-/Zielbetriebssystem |
Weitere Informationen hierzu: |
|---|---|---|
|
NFS |
Linux/Linux | |
|
FTP |
Linux/Linux | |
|
SMB |
Linux/Linux | |
|
SMB |
Linux/Windows |
Abschnitt 11.7, „Freigabe von Dateien zwischen Linux und Windows mit Samba“ |