Dieses Modul ermöglicht die Installation, Deinstallation und Aktualisierung von Software auf dem Computer. Bei Linux ist Software in Form von Paketen erhältlich. Normalerweise enthält ein Paket alles, was für ein Programm benötigt wird: das Programm selbst, die Konfigurationsdateien und alle Dokumentationen. Außerdem ist normalerweise ein Paket mit den Quelldateien für das Programm verfügbar. Die Quellen sind für die Ausführung des Programms nicht erforderlich, können jedoch installiert werden, um eine angepasste Version des Programms zu kompilieren.
Einige Pakete sind von anderen Paketen abhängig. Das bedeutet, dass die Software des Pakets nur dann ordnungsgemäß funktioniert, wenn ein weiteres Paket ebenfalls installiert wird. Außerdem ist die Installation einiger Pakete nur möglich, wenn bestimmte andere Pakete installiert sind. Dies kann daran liegen, dass die Installationsroutine bestimmte Werkzeuge benötigt. Dementsprechend müssen solche Pakete in der richtigen Reihenfolge installiert werden. Einige Pakete weisen identische oder ähnliche Funktionen auf. Wenn diese Pakete dieselbe Systemressource verwenden, ist eine gleichzeitige Installation nicht ratsam (Paketkonflikt). Abhängigkeiten und Konflikte können zwischen zwei oder mehr Paketen auftreten und zuweilen sehr komplex sein. Die Tatsache, dass eventuell eine bestimmte Paketversion für eine reibungslose Interaktion erforderlich ist, kann die Komplexität des Problems noch weiter erhöhen.
Alle diese Faktoren müssen bei der Installation, Deinstallation und Aktualisierung von Software berücksichtigt werden. YaST stellt für diese Zwecke ein extrem effizientes Werkzeug zur Verfügung: das Software-Installationsmodul, das normalerweise als Paket-Manager bezeichnet wird. Beim Start des Paket-Managers wird das System untersucht und die installierten Pakete werden angezeigt. Wenn Sie weitere Pakete für die Installation auswählen, überprüft der Paket-Manager automatisch die Abhängigkeiten und wählt gegebenenfalls alle anderen erforderlichen Pakete aus (Auflösung von Abhängigkeiten). Wenn Sie in Konflikt stehende Pakete auswählen, wird dies vom Paket-Manager angezeigt und es werden Vorschläge zur Lösung des Problems (Auflösung von Konflikten) übermittelt. Wenn ein Paket zum Löschen ausgewählt wurde, das von anderen Installationspaketen benötigt wird, gibt der Paket-Manager eine Warnmeldung mit detaillierten Informationen und alternativen Lösungen aus.
Abgesehen von diesen rein technischen Aspekten bietet der Paket-Manager einen gut strukturierten Überblick über die Palette der Pakete in SUSE Linux. Die Pakete sind nach Thema geordnet und die Anzeige dieser Gruppen wird durch geeignete Filter eingeschränkt.
Um die Software-Auswahl in Ihrem System mit dem Paket-Manager zu ändern, wählen Sie im YaST-Kontrollzentrum die Option . Das Dialogfeld des Paket-Managers wird in Abbildung 3.2, „YaST-Paket-Manager“ gezeigt. Das Modul umfasst verschiedene Rahmen. Sie können die Rahmengrößen ändern, indem Sie auf die Grenzlinien zwischen den Bereichen klicken und diese verschieben. Der Inhalt dieser Rahmen und ihre Verwendungsmöglichkeiten sind in den folgenden Abschnitten beschrieben.
Der Paket-Manager bietet mehrere Filtermethoden zur Anordnung der Pakete in Kategorien und zur Begrenzung der Anzahl der angezeigten Pakete. Das Filterfenster befindet sich im linken Rahmen des Moduls, unterhalb der Menüleiste. Hier werden die Einstellungen der aktuellen Filtermethode angezeigt. Das Filterauswahlmenü oben im Rahmen bestimmt, was unten angezeigt wird. Wählen Sie den gewünschten Filter aus der Liste im Filtermenü aus.
Beim Start ist der Filter aktiv. Dieser Filter gruppiert die Programmpakete nach ihrem Anwendungszweck, beispielsweise Multimedia- oder Office-Anwendungen. Die verschiedenen Gruppen des Filters (Selektionen) sind unterhalb des Filterauswahlfelds aufgelistet. Die bereits auf dem System installierten Pakete sind vorausgewählt. Klicken Sie auf das Statusfeld am Anfang einer Zeile, um zwischen den Status-Symbolen einer Auswahl umzuschalten. Wählen Sie direkt einen Status aus, indem Sie mit der rechten Maustaste auf die Auswahl klicken und dann das Kontextmenü verwenden. Im Überblick über die einzelnen Pakete auf der rechten Seite werden die aktuell ausgewählten Pakete angezeigt. Dort können weitere Pakete ausgewählt bzw. ausgewählte Pakete abgewählt werden.
Der Filter bietet einen sehr technischen Überblick über die Palette der Pakete und eignet sich für Benutzer, die mit der Paketstruktur von SUSE Linux vertraut sind. Dieser Filter führt zu einer thematischen Sortierung der Programmpakete (z. B. nach Anwendungen, Entwicklung und Hardware) in einer Baumstruktur auf der linken Seite. Je stärker die Zweige erweitert werden, desto spezifischer ist die Auswahl und desto weniger Pakete werden im Einzelpaketfenster auf der rechten Seite angezeigt.
Außerdem können Sie mit diesem Filter alle Pakete ohne jegliche Kategorisierung in alphabetischer Reihenfolge anzeigen. Wählen Sie dazu unten im Baum die Option aus. SUSE Linux beinhaltet eine Vielzahl von Paketen, sodass die Darstellung dieser langen Liste einige Zeit in Anspruch nehmen kann.
Die Funktion ist die einfachste Methode, um ein bestimmtes Paket aufzufinden. Durch Angabe verschiedener Suchkriterien können Sie den Filter soweit einschränken, dass häufig nur ein einziges Paket im Einzelpaketfenster angezeigt wird. Geben Sie eine Suchzeichenkette ein und legen Sie mithilfe der Kontrollkästchen fest, wo nach dieser Zeichenkette gesucht werden soll (im Namen, in der Beschreibung oder in den Paketabhängigkeiten). Fortgeschrittene Benutzer können spezielle Suchmuster mit Platzhalterzeichen und regulären Ausdrücken definieren und die Paketabhängigkeiten in den Feldern und durchsuchen. Diese Funktion kann beispielsweise verwendet werden, um zu bestimmen, welches Paket eine bestimmte Bibliothek enthält.
![]() | Schnellsuche |
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Neben dem Filter bieten alle Listen des Paket-Managers eine Schnellsuche. Geben Sie einfach einen Buchstaben ein, um den Cursor auf das erste Paket in der Liste zu verschieben, dessen Name mit dem betreffenden Buchstaben beginnt. Der Cursor muss sich in der Liste befinden (durch Klicken auf die Liste). | |
Bei einigen Paketen in SUSE Linux sind sprachspezifische Pakete verfügbar, beispielsweise übersetzte Texte für die Benutzeroberfläche von Programmen, Dokumentation und Schriftarten. Dieser Filter zeigt im linken Rahmen eine Liste aller von SUSE Linux unterstützten Sprachen an. Wenn Sie eine davon auswählen, werden im rechten Rahmen alle Pakete angezeigt, die für diese Sprache verfügbar sind. Von diesen Paketen werden alle, die ihre derzeitige Software-Auswahl betreffen, automatisch mit einer Markierung für die Installation versehen.
![]() | Anmerkung |
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Da sprachspezifische Pakete von anderen Paketen abhängen können, wählt der Paket-Manager möglicherweise zusätzliche Pakete für die Installation aus. | |
Nach der Auswahl der Pakete für Installation, Aktualisierung oder Löschen können Sie mithilfe der Filterauswahl den Installationsüberblick anzeigen. Dort sehen Sie, welche Auswirkungen das Klicken auf hat. Mit den Kontrollkästchen auf der linken Seite können Sie die im Einzelpaketfenster anzuzeigenden Pakete filtern. Um beispielsweise zu überprüfen, welche Pakete bereits installiert sind, starten Sie den Paket-Manager und deaktivieren Sie alle Kontrollkästchen mit Ausnahme von .
Der Paketstatus im Einzelpaketfenster kann wie gewöhnlich geändert werden. Es ist jedoch möglich, dass das betreffende Paket nicht mehr den Suchkriterien entspricht. Um solche Pakete aus der Liste zu entfernen, aktualisieren Sie die Liste mit .
Wie bereits erwähnt, wird eine Liste der einzelnen Pakete rechts im Einzelpaketfenster angezeigt. Der Inhalt dieser Liste wird durch den aktuell ausgewählten Filter bestimmt. Wenn beispielsweise der Filter ausgewählt wurde, werden im Einzelpaketfenster alle Pakete der aktuellen Auswahl angezeigt.
Im Paket-Manager weist jedes Paket einen Status auf, der bestimmt, was mit dem Paket geschehen soll, beispielsweise "Installieren" oder "Löschen". Dieser Status wird durch ein Symbol in einem Statusfeld am Anfang der Zeile angezeigt. Sie können den Status durch Klicken wechseln oder indem Sie den gewünschten Status aus dem Menü auswählen, das sich öffnet, wenn mit der rechten Maustaste auf das Element geklickt wird. Je nach der aktuellen Situation sind einige der Status eventuell nicht verfügbar. So kann beispielsweise ein Paket, das noch nicht installiert wurde, nicht auf "Löschen" gesetzt werden. Mit + können Sie sich die Status-Symbole ansehen.
Der Paket-Manager bietet folgende Symbole für den Paketstatus:
Nicht installierenDas Paket ist nicht installiert und wird auch nicht installiert.
InstalliereDas Paket wurde noch nicht installiert, die Installation erfolgt jedoch noch.
BehaltenDas Paket wurde bereits installiert und wird nicht geändert.
AktualisierenDas Paket wurde bereits installiert und wird durch die Version auf dem Installationsmedium ersetzt.
LöschenDas Paket wurde bereits installiert und wird gelöscht.
Tabu - niemals installierenDas Paket ist nicht installiert und soll unter keinen Umständen installiert werden. Es wird so behandelt, als wäre es auf keinem Installationsmedium vorhanden. Wenn ein Paket automatisch zur Auswahl von Abhängigkeiten ausgewählt würde, kann dies durch die Einstellung "Tabu" verhindert werden. Dies kann jedoch zu Inkonsistenzen führen, die manuell behoben werden müssen (Abhängigkeitsprüfung). Daher ist "Tabu" in erster Linie für erfahrene Benutzer gedacht.
GeschütztDas Paket ist installiert und sollte nicht geändert werden. Drittanbieterpakete (Pakete ohne SUSE-Signatur) erhalten automatisch diesen Status, damit sie nicht von späteren Versionen überschrieben werden, die sich auf den Installationsmedien befinden. Dies kann zu Paketkonflikten führen, die manuell aufgelöst werden müssen.
Automatisch installierenDieses Paket wurde automatisch für die Installation ausgewählt, da es von einem anderen Paket benötigt wird (Auflösung von Paketabhängigkeiten). Um die Auswahl eines solchen Pakets aufzuheben, kann der Status "Tabu" erforderlich sein.
Automatisch aktualisierenDieses Paket wurde bereits installiert. Da jedoch ein anderes Paket eine neuere Version dieses Pakets benötigt, wird die installierte Version automatisch aktualisiert.
Automatisch löschenDieses Paket wurde bereits installiert, doch aufgrund von Konflikten mit bestehenden Paketen ist erforderlich, dass dieses Paket gelöscht wird. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn das aktuelle Paket durch ein anderes Paket ersetzt wurde.
Automatisch installieren (nach Auswahl)Das Paket wurde automatisch für die Installation ausgewählt, weil es Teil einer vordefinierten Auswahl ist, wie beispielsweise "Multimedia" oder "Entwicklung".
Automatisch aktualisieren (nach Auswahl)Das Paket wurde bereits installiert, auf dem Installationsmedium befindet sich jedoch eine neuere Version. Dieses Paket ist Teil einer vordefinierten Auswahl, wie beispielsweise "Multimedia" oder "Entwicklung", die für die Aktualisierung ausgewählt wurde, und wird automatisch aktualisiert.
Automatisch löschen (nach Auswahl)Dieses Paket wurde bereits installiert, doch aufgrund einer vordefinierten Auswahl (z. B. "Multimedia" oder "Entwicklung") ist das Löschen des Pakets erforderlich. Dieser Fall tritt nicht besonders häufig ein.
Außerdem können Sie festlegen, ob die Quellen für ein Paket installiert werden sollen. Diese Informationen ergänzen den aktuellen Paketstatus und lassen sich nicht mit der Maus umschalten oder direkt aus dem Kontextmenü auswählen. Stattdessen können Sie die Quellpakete mithilfe eines Kontrollkästchens am Ende der Paketzeile auswählen. Diese Option kann außerdem unter aufgerufen werden.
Installiert auch den Quellcode.
Die Quellen werden nicht installiert.
Die für die verschiedenen Pakete im Einzelpaketfenster verwendeten Schriftfarben bieten zusätzliche Informationen. Installierte Pakete, für die eine neuere Version auf den Installationsmedien verfügbar ist, werden in blauer Farbe angezeigt. Installierte Pakete, deren Versionsnummern höher sind als die auf den Installationsmedien, werden in roter Farbe angezeigt. Da die Versionsnummern für Pakete nicht immer in linear aufsteigender Reihenfolge vergeben werden, sind diese Informationen nicht immer perfekt. Sie sollten jedoch ausreichen, um problematische Pakete anzuzeigen. Überprüfen Sie gegebenenfalls die Versionsnummern im Informationsfenster.
Die Karteireiter im Rahmen rechts unten enthalten Informationen zum ausgewählten Paket. Die Beschreibung des ausgewählten Pakets ist automatisch aktiv Klicken Sie auf andere Karteireiter, um technische Daten (Paketgröße, Gruppe usw.), die Liste der anderen Pakete, von denen das Paket abhängt, oder die Versionsinformationen anzuzeigen.
Während der Auswahl der Software wird im Ressourcenfenster links unten im Modul die voraussichtliche Verwendung aller gemounteten Dateisysteme angezeigt. Das farbige Balkendiagramm wächst mit jeder Auswahl. Solange es grün ist, ist genügend Speicherplatz vorhanden. Die Balkenfarbe ändert sich langsam zu rot, je mehr die Speicherkapazität des Datenträgers ausgelastet ist. Wenn Sie zu viele Pakete für die Installation auswählen, wird eine Warnmeldung angezeigt.
Die Menüleiste oben links im Fenster bietet Zugriff auf die meisten bereits beschriebenen Funktionen und enthält folgende vier Menüs:
Wählen Sie + aus, um eine Liste aller installierten Pakete in einer Textdatei zu speichern. Dies wird empfohlen, wenn ein bestimmter Installationsbereich zu einem späteren Zeitpunkt oder auf einem anderen System reproduziert werden soll. Eine auf diese Weise erstellte Datei kann mit importiert werden und generiert dieselbe Paketauswahl, die gespeichert wurde. In beiden Fällen müssen Sie den Speicherort der Datei festlegen oder den Vorschlag übernehmen.
Um den Paket-Manager zu beenden, ohne die Änderungen an der Paketauswahl zu speichern, klicken Sie auf . Zum Speichern Ihrer Änderungen wählen Sie . In diesem Fall werden alle Änderungen übernommen und das Programm wird beendet.
Die Elemente im Menü beziehen sich immer auf das aktuell im Einzelpaketfenster ausgewählte Paket. Obwohl alle Status-Symbole angezeigt werden, können Sie nur die für das aktuelle Paket möglichen Symbole auswählen. Geben Sie anhand der Kontrollkästchen an, ob die Quellen der Pakete installiert werden sollen. Mit wird ein Untermenü geöffnet, in dem alle Paketstatus-Symbole aufgeführt sind. Diese betreffen jedoch nicht nur das aktuelle Paket, sondern alle Pakete in dieser Liste.
Das Menü bietet Optionen zum Umgang mit Paketabhängigkeiten und Konflikten. Wenn Sie manuelle Pakete für die Installation ausgewählt haben, klicken Sie auf , um die Liste der Pakete anzuzeigen, die der Paket-Manager automatisch ausgewählt hat, um Abhängigkeiten aufzulösen. Wenn noch immer nicht aufgelöste Paketkonflikte vorliegen, wird eine Warnmeldung angezeigt und eine Lösung vorgeschlagen.
Wenn Sie für Paketkonflikte festlegen, werden diese Informationen dauerhaft im System gespeichert. Anderenfalls müssen Sie bei jedem Start des Paket-Managers dieselben Pakete auf setzen. Um die Ignorierung von Abhängigkeiten aufzuheben, klicken Sie auf .
Unter + werden die Funktionen des Paket-Managers kurz erläutert. Eine detaillierte Beschreibung der verschiedenen Paket-Symbole fingen Sie unter . Wenn Sie es vorziehen, die Programme ohne Maus zu bedienen, klicken Sie auf , um eine Liste der Tastaturkürzel anzuzeigen.
und finden Sie unter dem Informationsfenster. Wenn Sie auf klicken, überprüft der Paket-Manager, ob die aktuelle Paketauswahl zu nicht aufgelösten Paketabhängigkeiten oder Konflikten führt. Bei nicht aufgelösten Abhängigkeiten werden die erforderlichen zusätzlichen Pakete automatisch ausgewählt. Bei Paketkonflikten öffnet der Paket-Manager ein Dialogfeld, in dem der Konflikt angezeigt wird und verschiedene Optionen zur Lösung des Problems angeboten werden.
Wenn Sie aktivieren, löst jede Änderung eines Paketstatus eine automatische Überprüfung aus. Diese Funktion ist sehr nützlich, da die Konsistenz der Paketauswahl permanent überwacht wird. Der Vorgang verbraucht jedoch Ressourcen und kann den Paket-Manager verlangsamen. Aus diesem Grund ist die automatische Überprüfung standardmäßig nicht aktiviert. In jedem Fall wird eine Konsistenzprüfung durchgeführt, wenn Sie die Auswahl mit bestätigen.
Im folgenden Beispiel können sendmail und postfix nicht gleichzeitig installiert sein. Abbildung 3.3, „Konfliktverwaltung des Paket-Managers“ zeigt die Konfliktmeldung, in der Sie aufgefordert werden, eine Entscheidung zu treffen. postfix ist bereits installiert. Sie können also auf die Installation von sendmail verzichten, postfix entfernen oder das Risiko eingehen und den Konflikt ignorieren.
![]() | Umgang mit Paketkonflikten |
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Sie sollten beim Umgang mit Paketkonflikten die Vorschläge von YaST befolgen, da anderenfalls die Stabilität und Funktionalität Ihres Systems durch den bestehenden Konflikt gefährdet werden könnten. | |
YaST kann mehrere Installationsquellen verwalten. Diese können zu Installations- oder Aktualisierungszwecken ausgewählt werden. Wenn dieses Modul gestartet wird, wird eine Liste aller zuvor registrierten Quellen angezeigt. Nach einer normalen Installation von CD wird nur die Installations-CD aufgelistet. Klicken Sie auf , um weitere Quellen in diese Liste aufzunehmen. Wie bei Wechselmedien, wie beispielsweise CDs und DVDs, können Sie Netzwerkquellen, wie NFS- und FTP-Server, hinzufügen. Sogar Verzeichnisse auf der lokalen Festplatte können als Installationsmedium ausgewählt werden. Weitere Einzelheiten finden Sie im detaillierten YaST-Hilfetext.
Alle registrierten Quellen weisen in der ersten Spalte der Liste einen Aktivierungsstatus auf. Klicken Sie auf , um die einzelnen Installationsquellen zu aktivieren bzw. zu deaktivieren. Während der Installation von Software-Paketen oder Aktualisierungen wählt YaST einen geeigneten Eintrag aus der Liste der aktivierten Installationsquellen aus. Wenn Sie das Modul mit beenden, werden die aktuellen Einstellungen gespeichert und auf die Konfigurationsmodule und angewendet.
YaST-Online-Update (YOU) ermöglicht die Installation wichtiger Aktualisierungen und Verbesserungen. Diese Patches stehen zum Herunterladen auf dem SUSE-FTP-Server und auf verschiedenen Mirror-Servern zur Verfügung.
Wählen Sie unter einen der verschiedenen Server aus. Wenn Sie einen Server auswählen, wird dessen URL in das Eingabefeld kopiert, wo er bearbeitet werden kann. Außerdem können Sie lokale URLs im Format file:/my/path oder /my/path angeben. Mithilfe von können Sie die bestehende Liste um zusätzliche Server erweitern. Klicken Sie auf , um die Einstellungen des aktuell ausgewählten Servers zu bearbeiten.
Beim Start des Moduls ist aktiv, was die Auswahl der abzurufenden Patches ermöglicht. Um alle verfügbaren empfohlenen Patches und Sicherheitspatches anzuwenden, müssen Sie diese Option deaktivieren. Je nach der Bandbreite der Verbindung und der Menge der zu übertragenen Daten kann dies jedoch die für das Herunterladen benötigte Zeitdauer erheblich verlängern.
Wenn Sie aktivieren, werden alle verfügbaren Patches, installierbaren Pakete und Beschreibungen vom Server heruntergeladen. Wenn diese Option nicht aktiviert ist (Standard), werden nur Patches abgerufen, die noch nicht auf dem System installiert sind.
Außerdem ist eine automatische Aktualisierung des Systems möglich. Klicken Sie auf , um einen Prozess zu konfigurieren, der automatisch nach Aktualisierungen sucht und sie regelmäßig anwendet. Dieses Verfahren funktioniert vollautomatisch. Das System muss zum festgelegten Zeitpunkt in der Lage sein, eine Verbindung zum Aktualisierungsserver herzustellen.
Klicken Sie auf , um die Aktualisierung durchzuführen. Bei einer manuellen Aktualisierung wird dadurch eine Liste aller verfügbaren Patches geladen und der Paket-Manager gestartet, wie in Abschnitt 3.2.1, „Installieren und Entfernen von Software“ beschrieben. Im Paket-Manager ist der Filter für YOU-Patches aktiviert. Die zu installierenden Updates können also ausgewählt werden. Beim Start werden die verfügbaren Sicherheitspatches und empfohlenen Patches vorausgewählt, vorausgesetzt die entsprechenden Pakete sind auf dem System installiert. Dieser Vorschlag sollte angenommen werden.
Treffen Sie Ihre Auswahl und klicken Sie dann im Paket-Manager auf . Alle ausgewählten Aktualisierungen werden nun vom Server heruntergeladen und auf Ihrem Computer installiert. Je nach Verbindungsgeschwindigkeit und Leistungsfähigkeit der Hardware kann dieser Vorgang einige Zeit in Anspruch nehmen. Etwaige Fehler werden in einem Fenster angezeigt. Problematische Pakete können gegebenenfalls übersprungen werden. Vor der Installation wird bei einigen Patches ein Fenster mit Details geöffnet.
Während die Aktualisierungen heruntergeladen und installiert werden, können Sie alle Aktionen im Protokollfenster verfolgen. Nach der erfolgreichen Installation aller Patches beenden Sie YOU mit . Wenn Sie die Aktualisierungsdateien nach der Installation nicht mehr benötigen, wählen Sie , damit die Pakete nach der Aktualisierung automatisch gelöscht werden. Schließlich wird SUSEconfig ausgeführt, um die Systemkonfiguration nach Bedarf anzupassen.
Bei dieser Option werden Patches von CD installiert und nicht von einem FTP-Server. Der Vorteil besteht in einer wesentlich schnelleren Aktualisierung mit CD. Nach dem Einlegen der Patch-CD werden alle auf der CD befindlichen Patches durchsucht und im Dialogfeld angezeigt. Die gewünschten Pakete können dann aus der Liste der Patches für die Installation ausgewählt werden. Das Modul gibt eine Fehlermeldung aus, wenn keine Patch-CD vorhanden ist. Legen Sie die Patch-CD ein und starten Sie das Modul anschließend neu.
Dieses Modul aktiviert eine Aktualisierung der auf Ihrem System installierten Version. Während des Betriebs können Sie nur Anwendungs-Software aktualisieren, nicht jedoch das SUSE Linux-Basissystem. Zur Aktualisierung des Basissystems müssen Sie den Computer von einem Installationsmedium, beispielsweise einer CD, booten. Bei der Auswahl des Installationsmodus in YaST müssen Sie anstatt auswählen.
Das Verfahren zur Systemaktualisierung weist Ähnlichkeiten zu einer Neuinstallation auf. Zunächst untersucht YaST das System, ermittelt eine geeignete Aktualisierungsstrategie und gibt die Ergebnisse in einem Vorschlagsdialogfeld aus. Klicken Sie auf bzw. auf die einzelnen Elemente, um Details zu ändern.
Legen Sie die Aktualisierungsmethode für Ihr System fest. Es stehen zwei Optionen zur Verfügung.
Um das gesamte System auf die neuesten Software-Versionen zu aktualisieren, wählen Sie eine der vordefinierten Auswahlmöglichkeiten aus. Diese Auswahlmöglichkeiten sind dieselben, die auch während der Installation angeboten werden. Sie stellen sicher, dass auch Pakete installiert werden, die vorher nicht vorhanden waren.
Mit dieser Option werden nur Pakete aktualisiert, die bereits auf dem System vorhanden sind. Eine Installation neuer Funktionen wird nicht durchgeführt.
Außerdem können Sie mit Pakete entfernen, die in der neuen Version nicht vorhanden sind. Standardmäßig wird diese Option vorausgewählt, um zu verhindern, dass obsolete Pakete unnötig Festplattenspeicher blockieren.
Klicken Sie auf , um den Paket-Manager zu starten oder einzelne Pakete für die Aktualisierung auszuwählen bzw. ihre Auswahl aufzuheben. Etwaige Paketkonflikte sollten durch die Konsistenzprüfung behoben werden. Die Verwendung des Paket-Managers wird detailliert in Abschnitt 3.2.1, „Installieren und Entfernen von Software“ beschrieben.
Während der Aktualisierung können die Konfigurationsdateien einiger Pakete durch die neue Version ersetzt werden. Da Sie möglicherweise einige der Dateien im aktuellen System bearbeitet haben, erstellt der Paket-Manager normalerweise Sicherungskopien der ersetzten Dateien. Mit diesem Dialogfeld können Sie den Umfang dieser Sicherungen bestimmen.
![]() | Umfang der Sicherung |
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Diese Sicherung beinhaltet nicht die Software. Sie enthält nur die Konfigurationsdateien. | |
Die primäre Sprache und andere aktuell installierte Sprachen im System werden hier aufgeführt. Sie können durch Klicken auf in der angezeigten Konfiguration oder durch + geändert werden. Sie können die Tastaturbelegung und die Zeitzone an die Region anpassen, in der die primäre Sprache gesprochen wird. Weitere Informationen zur Sprachauswahl finden Sie in Abschnitt 3.7.11, „Sprachauswahl“.
Die Systemaktualisierung ist ein sehr komplexes Verfahren. Für jedes Programmpaket muss YaST zuerst prüfen, welche Version auf dem Computer installiert ist, und dann ermitteln, welche Vorgänge ausgeführt werden müssen, um die alte Version korrekt durch die neue Version zu ersetzen. YaST versucht außerdem, alle persönlichen Einstellungen der installierten Pakete zu übernehmen. Einige Konfigurationen können Probleme verursachen, da die alte Konfiguration nicht wie erwartet mit der neuen Programmversion umgehen kann oder da unerwartete Inkonsistenzen zwischen verschiedenen Konfigurationen auftreten.
Je älter die bestehende Version ist und je weiter die Konfiguration der zu aktualisierenden Pakete vom Standard abweicht, desto problematischer wird die Aktualisierung. Manchmal kann die alte Konfiguration nicht richtig übernommen werden. In diesem Fall muss eine völlig neue Konfiguration vorgenommen werden. Vor dem Start der Aktualisierung sollte die bestehende Konfiguration gespeichert werden.
Mit diesem YaST-Modul können Sie Pakete in einem Verzeichnis für XEN installieren. Xen ist ein Virtual Machine Monitor (VMM) für x86-kompatible Computer, mit dem eine sichere Ausführung mehrerer Virtual Machines, jede mit eigenem Betriebssystem, auf einem einzelnen physischen System mit exzellenter Leistung möglich ist. Sie können entscheiden, wo das Root-Verzeichnis liegen soll, wie Verzeichnisse benannt werden sollen und welche Art von System und Software installiert werden soll. Nach der Auswahl dieses Moduls ermittelt YaST die Systemeinstellungen und listet das Standardverzeichnis, die Installationsanweisungen und die zu installierende Software auf. Diese Elemente können durch Klicken auf bearbeitet werden. Alle Änderungen müssen durch Klicken auf bestätigt werden. Wenn Sie alle Änderungen vorgenommen haben, klicken Sie auf , bis Sie die Meldung erhalten, dass die Installation abgeschlossen ist. Beenden Sie das Dialogfeld mit . Detaillierte Informationen zu XEN finden Sie in Kapitel 37, Virtualisierung mit Xen (↑Referenz).
Wenn Probleme bei der Verwendung von SUSE Linux-Installationsmedien auftreten, können Sie die CDs bzw. DVDs mit diesem Modul überprüfen. In seltenen Fällen können bei manchen Geräten Probleme beim Lesen bestimmter Medien auftreten. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Fall eintritt, ist bei selbst erstellten Medien höher. Um zu überprüfen, ob eine SUSE Linux-CD oder -DVD fehlerfrei ist, legen Sie einfach das Medium in das Laufwerk ein und führen Sie dieses Modul aus. Wenn Sie auf klicken, überprüft YaST die MD5-Prüfsumme des Mediums. Dieser Vorgang kann mehrere Minuten in Anspruch nehmen. Wenn Fehler gefunden werden, sollten Sie dieses Medium nicht für die Installation verwenden.