Im Folgenden werden einige nützliche kleine Dienstprogramme von KDE vorgestellt, die Ihren Arbeitsalltag erleichtern sollen. Diese Programme erfüllen verschiedene Aufgaben wie die Verwaltung der Passwörter zum Verschlüsseln und Signieren von Dateien und Emails, die Verwaltung der Zwischenablage, das Formatieren von Disketten, das Komprimieren und Dekomprimieren diverser Archivtypen und die Freigabe Ihres Desktops für andere Benutzer.
In einem Verzeichnis mit sehr vielen Bildern fällt es unter Umständen schwer, den Überblick zu behalten. Konqueror hilft Ihnen bei deren Verwaltung, indem er eine HTML-Datei mit Miniaturbildern erstellt. Öffnen Sie das betreffende Verzeichnis in Konqueror und wählen Sie + aus. Ein Dialogfeld öffnet sich, in dem Sie den Seitentitel, die Anzahl der Bilder pro Zeile, die Hintergrund- und Vordergrundfarbe und einige weitere Einstellungen festlegen können. Klicken Sie danach auf , um die Aktion zu starten. Standardmäßig erstellt Konqueror eine Datei namens images.html. Diese enthält einen übersichtlichen Index mit Miniaturbildern Ihrer Sammlung und kann in Konqueror geöffnet werden. Um ein Bild in Vollbildgröße anzuzeigen, klicken Sie einfach auf dessen Miniaturbild.
Können Sie sich wirklich alle Passwörter für geschützte Ressourcen merken, die für Sie von Bedeutung sind? KWallet merkt sich die Passwörter für Sie. Es sammelt alle Passwörter und speichert sie in einer verschlüsselten Datei. Sie müssen sich nur das Passwort für KWallet merken. Damit öffnen Sie Ihre digitale Brieftasche und zeigen die darin enthaltenen Einträge an. Sie können die Einträge durchsuchen, löschen und neue Einträge erstellen. Die manuelle Eintragung von Passwörtern ist allerdings normalerweise gar nicht notwendig. KDE erkennt Ressourcen mit Authentifizierung und startet KWallet dann automatisch.
![]() | Schützen Sie Ihr Passwort für KWallet |
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Ein vergessenes KWallet-Passwort kann nicht wiederhergestellt werden. Darüber hinaus kann jeder Ihre digitale Brieftasche einsehen, der Ihr Passwort kennt. | |
Wenn Sie KWallet zum ersten Mal starten, wird ein Begrüßungsbildschirm angezeigt. Wählen Sie dort zwischen (Standardkonfiguration) und (Erweiterte Konfiguration). Die Standardkonfiguration wird empfohlen. Bei dieser Konfiguration können Sie auf der folgenden Seite angeben, ob Sie Ihre persönlichen Daten in KWallet speichern möchten. Einige KDE-Anwendungen wie Konqueror oder KMail können auch Webformulardaten und Cookies in KWallet speichern. Wenn Sie dies möchten, wählen Sie (Ja, persönliche Informationen in digitaler Brieftasche speichern) und beenden Sie die Konfiguration mit (Fertig).
Wenn Sie sich für die erweiterte Konfiguration entschieden haben, wird zusätzlich eine Seite mit Sicherheitseinstellungen angezeigt. Für die meisten Benutzer sind die Standardeinstellungen durchaus geeignet, erfahrene Benutzer können diese aber auch ändern. Wenn Sie (Nicht verwendete Brieftaschen automatisch schließen) auswählen, wird die digitale Brieftasche nach einer gewissen Zeit der Inaktivität geschlossen. Wenn Sie Netzwerkpasswörter von lokalen Passwörtern trennen möchten, wählen Sie (Netzwerkpasswörter und lokale Passwörter in getrennten Dateien speichern). Beenden Sie die Konfiguration mit (Fertig).
Nach der Konfiguration wird KWallet in der Kontrollleiste angezeigt. Klicken Sie dort mit der rechten Maustaste auf das KWallet-Symbol und wählen Sie (Brieftasche konfigurieren) aus, wenn Sie die Konfiguration ändern möchten. Es wird ein Dialogfeld geöffnet. Sie können hier verschiedene Einstellungen ändern, beispielsweise wie KWallet eine Brieftasche schließt, welche Brieftasche automatisch gewählt ist sowie Optionen der KWallet-Verwaltung.
Zum Speichern und Anzeigen der Daten in Ihrer Brieftasche öffnen Sie das Verwaltungsfenster von KWallet. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf das KWallet-Symbol in der Kontrollleiste und wählen Sie (Brieftasche konfigurieren) aus. Ihre Passwörter werden standardmäßig im Ordner kdewallet gespeichert. Klicken Sie auf kdewallet, um diesen Ordner zu öffnen. Sie werden zunächst nach Ihrem KWallet-Passwort gefragt. Nach einer erfolgreichen Anmeldung wird das Hauptfenster angezeigt. Es teilt sich in vier Bereiche auf: Links oben sehen Sie eine Zusammenfassung, rechts oben eine Liste mit Unterordnern, links unten eine Liste mit Ordnereinträgen und rechts unten den Inhalt des ausgewählten Eintrags (siehe auch Abbildung 7.2, „Das Verwaltungsfenster von KWallet“).
Führen Sie die folgenden Schritte aus, um einen neuen Eintrag hinzuzufügen:
Prozedur 7.1. Hinzufügen von Einträgen in Ihrer Brieftasche
Neue Einträge können nur in den Bereichen (Zuordnungen) und (Passwörter) hinzugefügt werden. (Zuordnungen) beinhaltet Schlüssel- und Wertepaare, (Passwörter) kann dagegen mehrzeilige Einträge enthalten.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Ordnereintrag.
Sie werden nach dem Namen des neuen Eintrags gefragt. Geben Sie einen Namen ein und bestätigen Sie ihn mit .
Der neue Eintrag wird den bestehenden Ordnereinträgen hinzugefügt. Klicken Sie auf den neuen Eintrag, um ihn auf der rechten Seite anzuzeigen. Zunächst ist der Eintrag noch leer.
Um ein neues Schlüssel-Werte-Paar einzufügen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf (Zuordnungen) und wählen Sie (Neuer Eintrag) aus. Alle Einträge werden in einer tabellarischen Ansicht angezeigt.
Geben Sie einen Namen für den Schlüssel ein. Aktivieren Sie (Werte anzeigen), um die Spalte mit den Werten anzuzeigen. Klicken Sie in die Zelle, um den Wert einzugeben.
Bestätigen Sie Ihre Einstellungen mit .
Ihr Passwort können Sie jederzeit mit + speichern.
KWallet erfordert nicht besonders viel Aufmerksamkeit. Es läuft über die Kontrollleiste im Hintergrund und wird bei Bedarf automatisch aktiviert. Praktisch an KWallet ist darüber hinaus, dass Sie Ihre digitalen Brieftaschen auch auf andere Computer, beispielsweise auf Ihren Laptop verschieben können. Dazu brauchen Sie die Brieftaschen lediglich aus dem Verwaltungsfenster von KWallet in einen Datei-Manager zu ziehen. Wenn Sie Ihre Brieftaschen auf diese Weise auf einen USB-Stick speichern, haben Sie Ihre Passwörter stets parat.
KGet ist der Download-Manager für KDE. Damit können Sie Ihre Dateiübertragungen in einem Fenster verwalten. Sie können Übertragungen hinzufügen, anhalten, wiederaufnehmen, löschen und in die Warteschlange stellen.
KGet starten Sie mit Alt-F2 und dem Befehl kget. Wenn das Programm zum ersten Mal gestartet wird, erscheint ein Dialogfeld. Sie müssen dieses Dialogfeld bestätigen, um KGet in Konqueror zu integrieren. Dadurch wird dem Systemabschnitt der Kontrollleiste das KGet-Symbol, ein Symbol mit einem Abwärtspfeil, hinzugefügt.
Klicken Sie auf diesen Pfeil, um ein Dialogfeld mit Ihren Übertragungen anzuzeigen. Zum Hinzufügen einer Übertragung wählen Sie + aus. Es wird daraufhin ein Dialogfeld geöffnet. Geben Sie die gewünschte URL ein und bestätigen die Eingabe mit . Danach geben Sie den Speicherort für die übertragene Datei an. Sobald die Informationen vollständig sind, wird der neue Eintrag der Liste im Hauptfenster von KGet hinzugefügt und die Übertragung wird gestartet.
Alternativ können Sie Übertragungen auch mittels Drag & Drop hinzufügen. Ziehen Sie dazu die gewünschte Datei (z. B. von einem FTP-Server) aus Konqueror in das Hauptfenster von KGet.
In KGet können Sie auch die Übertragungszeiten einstellen. Aktivieren Sie dazu +. Danach werden alle neu hinzugefügten Übertragungen angehalten und in eine Warteschlange gestellt. Zum Starten der Zeitsteuerung doppelklicken Sie auf einen Eintrag. Es wird daraufhin ein Dialogfeld geöffnet. Wählen Sie (Erweitert) aus. Das Dialogfeld zeigt nun auch die Einstellungen für die zeitliche Steuerung der Übertragung an. Geben Sie den gewünschten Übertragungszeitpunkt (Jahr, Monat, Tag und Uhrzeit) an und aktivieren Sie das -Symbol. Danach können Sie das Dialogfeld schließen.
Nachdem Sie die Übertragungszeiten für alle Einträge festgelegt haben, wechseln Sie wieder in den Online-Modus. Deaktivieren Sie dazu +. Die Übertragungen werden nun zum festgelegten Zeitpunkt gestartet.
Das KDE-Programm Klipper dient als Zwischenablage für Text, den Sie zuvor markiert haben (z. B. mit gedrückter linker Maustaste). Den Text aus der Zwischenablage können Sie in eine andere Anwendung einfügen, indem Sie mit der mittleren Maustaste (bzw. bei einer Maus mit nur zwei Tasten mit beiden Tasten gleichzeitig) auf die gewünschte Stelle klicken. Der Text wird dadurch aus der Zwischenablage an die ausgewählte Stelle kopiert.
Klipper wird standardmäßig mit KDE geladen und verfügt über ein eigenes Symbol in der Kontrollleiste. Über dieses Symbol können Sie den Inhalt der Zwischenablage anzeigen. Wenn Sie auf das Symbol klicken, werden das Kontextmenü von Klipper sowie die letzten sieben Einträge (der Verlauf) der Zwischenablage angezeigt. Bei größeren Textausschnitten enthält das Menü nur die erste Zeile des Textes. Der neueste Eintrag befindet sich an erster Stelle der Liste und wird durch ein schwarzes Häkchen als aktiv hervorgehoben. Wenn Sie einen älteren Eintrag aus der Zwischenablage kopieren möchten, wählen Sie ihn aus und klicken Sie mit der mittleren Maustaste auf die gewünschte Stelle in der Zielanwendung.
Neben dem Inhalt der Zwischenablage enthält das Kontextmenü von Klipper folgende Menüeinträge:
Wenn dieser Menüeintrag ausgewählt ist, wird ein schwarzes Häkchen davor angezeigt. Wenn Sie zum Beispiel eine URL markieren, wenn Aktionen aktiviert sind, wird ein Fenster geöffnet, in dem Sie den Browser für die Anzeige der URL auswählen können. Wenn Sie diese Funktion stört, deaktivieren Sie den Menüeintrag.
Dieser Menüeintrag löscht alle Einträge der Zwischenablage.
Dieser Menüeintrag öffnet das Konfigurationsfenster von Klipper. Sie können das Programm mit Kurzbefehlen oder regulären Ausdrücken steuern. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Klipper-Handbuch. Ehemalige Windows-Benutzer wissen die Kurzbefehle Strg-C und Strg-X zum Kopieren und Ausschneiden sowie Strg-V zum Einfügen, die auf der Registerkarte (Allgemein) aktiviert werden können, vermutlich sehr zu schätzen. Für diese Funktion müssen Sie den Eintrag (Inhalt der Zwischenablage und Auswahl synchronisieren) unter (Zwischenablage/Auswahlverhalten) aktivieren. Danach können Sie die Maus oder die gewohnten Tastenkurzbefehle verwenden.
Dieser Menüeintrag öffnet ein Untermenü, über das Sie das Klipper-Handbuch aufrufen, einen Fehlerbericht an die Entwickler senden oder Informationen über Klipper und KDE anzeigen können.
Wenn Sie auf (Beenden) klicken, werden Sie gefragt, ob Klipper auch bei der nächsten Anmeldung automatisch gestartet werden soll. Wenn Sie auswählen, müssen Sie das Programm aus dem Hauptmenü starten, wenn Sie es wieder verwenden möchten. Wenn Sie auf klicken, bleibt das Programm geladen.
Um Platz auf der Festplatte zu sparen, gibt es Archivierungsprogramme, die Dateien und Verzeichnisse auf einen Bruchteil ihrer Originalgröße verkleinern. Zur Verwaltung solcher Archive kann das Programm Ark verwendet werden. Es unterstützt alle gängigen Archivformate wie zip, tar.gz, tar.bz2, lha und rar.
Ark starten Sie aus dem Hauptmenü oder von der Befehlszeile mit dem Befehl ark. Falls Sie bereits über ein Archiv verfügen, verschieben Sie dieses aus einem offenen Konqueror-Fenster in das Ark-Fenster, um seinen Inhalt anzuzeigen. Eine Übersicht des Archivinhalts können Sie auch in Konqueror anzeigen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das Archiv klicken und (Vorschau im Archivprogramm) auswählen. In Ark können Sie das Archiv mit + auch direkt öffnen. Siehe Abbildung 7.3, „Ark: Vorschau eines Datei-Archivs“.
An einem geöffneten Archiv können Sie in Ark verschiedene Aktionen ausführen. Dazu bietet das Menü (Aktion) verschiedene Optionen wie (Datei hinzufügen), (Ordner hinzufügen), (Löschen), (Dekomprimieren), (Anzeigen), (Bearbeiten mit) und (Öffnen mit) an.
Zur Erstellung eines neuen Archivs wählen Sie + aus. Geben Sie danach einen Namen für das neue Archiv und das Archivformat an und bestätigen Sie Ihre Einstellung mit oder der Eingabetaste. Ark öffnet daraufhin ein leeres Fenster, in das Sie die gewünschten Dateien und Verzeichnisse aus dem Datei-Manager ziehen können. Ark komprimiert den Inhalt dieses Fensters und speichert das Archiv im angegebenen Format. Weitere Informationen über Ark finden Sie unter +.
Mit KSnapshot können Sie Aufnahmen des aktuellen Bildschirms oder einzelner Anwendungsfenster, auch als Screenshots bezeichnet, erstellen. KSnapshot starten Sie aus dem Hauptmenü oder von der Befehlszeile mit dem Befehl ksnapshot. Das Dialogfeld von KSnapshot besteht aus zwei Teilen (siehe Abbildung 7.4, „KSnapshot“). Der obere Bereich enthält eine Vorschau des aktuellen Bildschirms sowie drei Schaltflächen zum Erstellen und Speichern der Screenshots. Im unteren Bereich legen Sie fest, wie die Screenshots erstellt werden.
Mit (Aufnahmeverzögerung) legen Sie den Zeitraum in Sekunden fest, der zwischen der Auswahl von (Neue Aufnahme) und der Erstellung des Screenshots vergeht. Wenn (Nur Fenster aufnehmen, das den Cursor enthält) ausgewählt ist, wird nur das Fenster „aufgenommen“, in dem sich zur Zeit der Mauszeiger befindet. Anderenfalls wird der Screenshot vom gesamten Bildschirm erstellt. Diese Standardeinstellung können Sie ändern, indem Sie eine Option aus (Aufnahmemodus) auswählen. Um den Screenshot zu speichern, klicken Sie auf , wählen Sie ein Verzeichnis aus und geben Sie einen Dateinamen ein. Zum Drucken des Screenshots klicken Sie auf .
PDF gehört zu den wichtigsten Dateiformaten. KPDF ist ein KDE-Programm, mit dem Sie Dateien dieses Formats anzeigen und ausdrucken können.
KPDF starten Sie mit Alt-F2 und dem Befehl kpdf. Zum Laden einer PDF-Datei wählen Sie in KPDF den Befehl +. Die geladene Datei wird im Hauptfenster von KPDF angezeigt. Auf der linken Seite dieses Fensters befindet sich eine Seitenleiste mit Miniaturbildern und einem Inhaltsverzeichnis. Die Miniaturbilder zeigen die einzelnen Seiten der Datei im Überblick. Das Inhaltsverzeichnis besteht aus Lesezeichen, mit deren Hilfe Sie im Dokument navigieren können. Wenn das Inhaltsverzeichnis leer ist, unterstützt die aktuelle PDF-Datei keine Lesezeichen.
Mit + können Sie auch zwei Seiten im Hauptfenster anzeigen. Die Seitendarstellung richtet sich auch nach den letzten beiden Optionen im Menü (Ansicht).
Eine praktische Option ist auch das Auswahlwerkzeug aus der Symbolleiste. Damit können Sie einen für Sie interessanten Bildschirmausschnitt markieren. Ziehen Sie mit diesem Werkzeug ein Rechteck um den gewünschten Bereich und geben Sie im Popup-Menü an, ob Sie den Ausschnitt als Text oder als Grafik verwenden möchten. Der markierte Bildschirmausschnitt wird in die Zwischenablage kopiert. Wenn Sie möchten, können Sie ihn sogar in eine Datei speichern.
Mit Newstickern sind Sie stets bestens informiert. Ein Newsticker-Programm, mit dem Sie die neuesten Nachrichten empfangen können, ist Akregator. Er stellt eine Verbindung zu einem Server mit Newsticker-Dateien her und lädt die aktuellste Datei herunter. Die Datei enthält meist nur Schlagzeilen, manchmal aber auch einen kurzen Text mit weiteren Informationen. Siehe Abbildung 7.5, „Akregator mit Nachrichten“. Wenn Sie eine Nachricht interessiert, klicken Sie darauf, um Sie auf einer separaten Seite anzuzeigen.
Akregator bietet einige vordefinierte Newsticker für KDE an, auf die Sie zurückgreifen können, solange Sie mit diesem Programm noch nicht vertraut sind. Weitere Newsticker können Sie manuell hinzufügen oder von Websites, auf denen diese angekündigt werden, übernehmen. Eine Website mit Newsticker-Unterstützung erkennen Sie zum Beispiel an einem kleinen orangen Rechteck in der rechten unteren Ecke. Wenn Sie darauf klicken, öffnet sich ein Popup-Menü, in dem Sie die Option (Ticker in Akregator empfangen) auswählen können. Auf einigen Websites ist nicht explizit angegeben, ob sie die Zustellung von Nachrichten unterstützen. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Website mit Schlüsselwörtern wie feed oder rss zu durchsuchen. Vielleicht haben Sie Erfolg und finden einen Link.
Zum Hinzufügen eines Newsticker führen Sie die folgenden Schritte aus:
Prozedur 7.2. Hinzufügen eines Newsticker in Akregator
Ermitteln Sie die URL des gewünschten Newsticker. Normalerweise ist diese auf Websites mit Newsticker-Unterstützung angegeben. Links finden Sie außerdem in KNewsticker, einem Applet für die KDE-Kontrollleiste.
Öffnen Sie Akregator mit Alt-F2 und dem Befehl akregator. Ein Fenster mit einer Liste aller Newsticker Ihrer Konfiguration wird geöffnet. Wenn Sie dieses Fenster schließen, wird es mit dem Systemabschnitt der Kontrollleiste verankert.
Wählen Sie + und erstellen Sie einen neuen Ordner. Es empfiehlt sich, Ihre Newsticker in Kategorien einzuteilen.
Geben Sie einen Namen für den Ordner ein.
Klicken Sie auf den Ordner und wählen Sie + aus.
Geben Sie die URL des Newsticker ein, zum Beispiel http://www.novell.com/newsfeeds/rss/coolsolutions.xml. Ein Fenster wird geöffnet, in dem Sie den Namen des Newsticker, die URL und das Aktualisierungsintervall ändern können. Auf der Registerkarte (Newsticker-Archiv) können Sie einstellen, wie lange die Artikel aufbewahrt werden.
Bestätigen Sie Ihre Einstellungen mit . Akregator lädt nun die aktuellsten Artikel herunter.
Wenn alle Nachrichten heruntergeladen sind, können Sie auf einzelne Einträge klicken. Je nach Newsticker wird daraufhin eine kurze Übersicht oder nur ein Link angezeigt. Klicken Sie auf (Vollständiger Artikel), wenn Sie den gesamten Artikel lesen möchten.
Mit (Nachrichten abholen) können Sie manuell überprüfen, ob neue Nachrichten vorhanden sind. Alternativ können Sie mit + ein Aktualisierungsintervall festlegen. Dieser Befehl öffnet ein Fenster, in dem Sie das Intervall unter + einstellen können. Bestätigen Sie diese Einstellung mit .
Den vollständigen Artikel können Sie nicht nur in Akregator, sondern auch in einem externen Browser lesen. Wenn Sie auf klicken, können Sie das gewünschte Programm auswählen.
Kopete ist eine Online-Messenger-Anwendung, mit der mehrer Personen über das Internet miteinander chatten können. Kopete unterstützt zurzeit alle gängigen Messenger-Protokolle, wie ICQ, MSN, Yahoo, SMS, Jabber und IRC.
Geben Sie zum Konfigurieren von Kopete Ihre persönlichen Benutzerdaten ein. Klicken Sie auf +. Geben Sie unter (Konten) Ihre Benutzerdaten ein. Um einen solchen Dienst verwenden zu können, müssen Sie sich zuvor bei einem Anbieter registrieren, der Instant Messaging-Dienste anbietet. Klicken Sie auf (Neu), um einen Konfigurationsassistenten zu öffnen, der Sie beim Ausfüllen Ihres Benutzerprofils unterstützen kann.
Im nächsten Schritt werden die verfügbaren Messaging-Dienste aufgeführt. Wählen Sie den Dienst aus, bei dem Sie sich registriert haben, und klicken Sie auf (Fortfahren). Geben Sie anschließend die Benutzerdaten ein, die Sie bei der Registrierung bei dem Messaging-Dienst erhalten haben. Diese bestehen normalerweise aus dem Kurznamen oder der Email-Adresse und einem Passwort. Schließen Sie die Konfiguration des Messenger-Kontos durch Klicken auf (Beenden) ab.
Das nächste Element im Konfigurationsdialogfeld ist (Erscheinungsbild). Hiermit wird die Art und Weise festgelegt, wie Kopete angezeigt werden soll. Unter stehen verschiedene Arten von Smileys zur Auswahl.
Mit (Chat-Fenster) und (Farben & Schriften) können Sie das Erscheinungsbild der Chat-Fenster für die Kommunikation mit anderen Teilnehmern anpassen. Treffen Sie eine Auswahl aus den klassischen Designs der entsprechenden Anbieter oder erstellen Sie ein benutzerdefiniertes Design, indem Sie Schriftart oder Farbe an Ihre Vorlieben anpassen.
Fügen Sie Kontaktpersonen hinzu, mit denen Sie chatten möchten. Wenn Sie bereits ein Konto auf einem anderen PC erstellt haben, werden diese Daten importiert und automatisch zu Ihrer Kontaktliste hinzugefügt. Um einen Kontakteintrag manuell hinzuzufügen, klicken Sie auf +. Ein neuer Assistent wird angezeigt, der Sie bei der Erstellung unterstützt. Sie müssen jedoch online sein und über Kopete eine Verbindung zum ausgewählten Messaging-Dienst herstellen, um einen Kontakt zu Ihrer Liste hinzufügen zu können.
Auf diese Funktion greifen Sie über + zu. Geben Sie der Gruppe einen Namen und bestätigen Sie den Vorgang mit . In der Kontaktliste wird ein neuer Ordner angezeigt, in dem die gewünschten Kontakte gespeichert werden können. Ziehen Sie die Kontakte in den gewünschten Ordner und legen Sie sie dort ab. Wenn Sie die Kontakte in Gruppen einteilen, erhalten Sie einen besseren Überblick.
Leere Gruppen können durch Aktivieren von + deaktiviert werden.
Sie müssen eine Verbindung über das Internet herstellen, um mit anderen Teilnehmern chatten zu können. Wenn dies geschehen ist, sollten Sie Ihren Status durch Klicken auf ++ festlegen. Dadurch wird eine Verbindung zwischen Kopete und dem ausgewählten Messaging-Dienst hergestellt. Nach der erfolgreichen Anmeldung sind Sie für andere Teilnehmer sichtbar.
Im Hauptfenster der Anwendung wird eine Liste der Kontakte angezeigt. Sie müssen Kontakte festgelegt haben, um mit anderen Personen chatten zu können (weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 7.3.9.2, „Hinzufügen von Kontakten“). Wenn Sie mit der rechten Mausteste auf einen als "online" gekennzeichneten Kontakt klicken, wird ein Menü mit verschiedenen Optionen geöffnet. Senden Sie dieser Person eine Nachricht oder starten Sie eine Chat-Sitzung. In einem Chat können Sie weitere Teilnehmer zur Echtzeitdiskussion einladen. Die Verbindung mit allen Teilnehmern wird geschlossen, wenn der Ersteller der betreffenden Chat-Sitzung diese schließt.
Um Ihre frühere Chat-Sitzung anzuzeigen, wählen Sie einen Kontakt aus und wechseln Sie zu +. Mit diesem Menüelement wird ein Dialogfeld geöffnet, in dem Sie Ihre Chat-Sitzungen mit der betreffenden Person durchsuchen und anzeigen können.
Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf einen Benutzernamen klicken, können Sie andere Optionen anzeigen. Ein Popup-Menü wird geöffnet. Eine wichtige Option ist (Chat starten). Mit (Kontakt umbenennen) und (Kontakt entfernen) können Sie die entsprechenden Aktionen ausführen. Das Popup-Menü enthält außerdem ein Untermenüelement mit dem Benutzernamen. Hier können Sie den Benutzer sperren oder Informationen über den Benutzer abrufen.
KDE unterstützt Benutzer mit körperlichen Behinderungen bei ihrer täglichen Arbeit am Computer. In diesem Zusammenhang bietet KDE verschiedene Optionen an, insbesondere den Befehl + (Regionaleinstellungen & Eingabehilfen, Eingabehilfen) im KDE-Kontrollzentrum. Für spezielle Bedürfnisse werden eine Reihe weiterer Programme angeboten.
Personen mit eingeschränkter Sehfähigkeit haben nur wenige Möglichkeiten, die Lesbarkeit ihres Desktops zu verbessern. Die Verwendung einer größeren Schrift ist nicht immer eine brauchbare Lösung. Die Desktop-Lupe KMag löst dieses Problem. Starten Sie dieses Programm mit dem Befehl kmag, um einen Teil des Bildschirms vergrößert im KMag-Fenster anzuzeigen.
Über die Symbolleiste können Sie einige wichtige Optionen wie den Vergrößerungsfaktor, die Aktualisierungsrate und das Verhalten von KMag einstellen. Sie haben die Möglichkeit, nur den Bildschirmausschnitt rund um den Mauszeiger zu vergrößern, ein Fenster für die Auswahl des vergrößerten Bereichs einzublenden oder den gesamten Bildschirm zu vergrößern. Mit F5 kehren Sie sofort in den normalen Modus zurück. Durch erneutes Drücken der Taste wechseln Sie wieder in den Vergrößerungsmodus.
KTTS (KDE Text To Speach) erzeugt Sprache aus Text. Auch andere Anwendungen können dieses System nutzen. KTTS ermöglicht die Sprachausgabe der Inhalte von Textdateien, KDE-Benachrichtigungen und teilweise oder im Ganzen auch von Webseiten in Konqueror. Vergewissern Sie sich vor der Konfiguration von KTTS, dass festival und das Paket mit den Eingabehilfen von KDE installiert sind.
![]() | Weitere Sprachen |
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Aus Lizenzgründen enthält diese Distribution eventuell nur das englische Sprachpaket. Weitere Informationen über | |
Drücken Sie zum Starten von KTTS Alt-F2 und geben Sie kttsmgr ein. Falls Sie KTTS noch nicht konfiguriert haben, ist die Sprecherliste noch leer. Klicken Sie auf , um einen Sprecher hinzuzufügen. Wählen Sie im daraufhin angezeigten Dialogfeld ein Sprachsynthesizer-Plugin nach Name oder Sprache aus. Sobald der Synthesizer ausgewählt ist, werden das Synthesizerfeld und das Sprachfeld aktualisiert. Klicken Sie zum Beispiel in das Synthesizerfeld und wählen Sie (Festival interaktiv) aus. Wenn Sie das Dialogfeld mit schließen, wird der Synthesizer automatisch konfiguriert.
In unserem Beispiel wird der Sprecher (Festival interaktiv) hinzugefügt. Um ihn zu konfigurieren, wählen Sie ihn aus und klicken Sie auf . Das in Abbildung 7.8, „Konfigurieren der Sprecher“ gezeigte Dialogfeld wird geöffnet. Wählen Sie in diesem Dialogfeld die Stimme aus (sofern mehrere zur Auswahl stehen), stellen Sie die Lautstärke, die Geschwindigkeit und die Tonlage ein und testen Sie die Einstellung. Bestätigen Sie die Einstellung danach mit .
KTTS verfügt über einige weitere Registerkarten. Auf der Registerkarte aktivieren bzw. deaktivieren Sie die Sprachausgabe. Bei Benachrichtigungen handelt es sich um Meldungen, die von einer Anwendung an das KDE-Benachrichtigungssystem gesendet werden. Diese können mit (Sprachausgabe von Nachrichten (KNotify)) konfiguriert werden. Um KTTS in den Systemabschnitt der Kontrollleiste einzufügen, wählen Sie die betreffende Option aus.
Die Registerkarte (Sprecher) wurde bereits erläutert. Unter wählen Sie als Soundsystem entweder aRts oder GStreamer aus. (Aufträge) zeigt einen Überblick der aktuellen Sprechaufträge. Sie können Aufträge unterbrechen, wiederaufnehmen, neu starten, entfernen oder ihre Reihenfolge ändern.
KMouth ist ein Programm für Sprachbehinderte, das den Computer sprechen lässt. Auch für dieses Programm müssen Sie wie in Abschnitt 7.3.10.2, „KTTS - der KDE-Sprachausgabe-Manager“ einen Sprachsynthesizer installieren und konfigurieren.
Wenn Sie KMouth zum ersten Mal starten, öffnet sich ein Einrichtungsassistent. Dort können Sie den Befehl angeben, der zur Sprachausgabe von Text verwendet werden soll. Falls Sie Ihr Sprachausgabesystem bereits für KTTS konfiguriert haben, ist dieser Schritt nicht mehr erforderlich.
Auf der zweiten Seite können Sie einige Textpassagenbücher auswählen. Ein Textpassagenbuch ist eine Sammlung häufig benutzter Sätze oder Satzteile. Der Benutzer braucht diese dann nicht mehr jedes Mal einzugeben, wenn er sie verwenden will. KMouth unterstützt verschiedene Sprachen und Themenbereiche (Höflichkeit, Grüße, „Wie geht's?“ und Persönliches). Sie können alle oder nur einige davon auswählen.
Auf der dritten Seite wählen Sie ein Wörterbuch aus, das zur Wortergänzung verwendet wird. Als Textgrundlage können Sie entweder die KDE-Dokumentation der jeweiligen Sprache oder das OpenOffice.org-Wörterbuch auswählen. Sobald Sie den Assistenten mit (Fertig) schließen, generiert KMouth das Wörterbuch und öffnet das Hauptdialogfeld.
Das in Abbildung 7.9, „Verwenden von KMouth“ gezeigte Hauptdialogfeld enthält die Themenbereiche der Textpassagenbücher, den Verlauf der gesprochenen Sätze und ein Texteingabefeld. Um Ihren Computer sprechen zu lassen, geben Sie den gewünschten Satz im Textfeld ein oder wählen Sie einen Satz aus der Liste aus und klicken Sie auf (Sprechen).
Durch Eintragung eigener Sätze im Textpassagenbuch können Sie die Anwendung verbessern. Wählen Sie dazu + aus, um das in Abbildung 7.10, „Verwenden von Textpassagenbüchern in KMouth“ gezeigte Dialogfeld zu öffnen. Dieses Dialogfeld listet die Sätze mit den ihnen zugewiesenen Kurzbefehlen auf. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Textpassagenbuch oder eine Textpassage, um ein Menü einzublenden und wählen Sie dort (Neue Textpassage) aus. Geben Sie Ihren Satz in das Textfeld ein und weisen Sie ihm mit der Feststelltaste einen Kurzbefehl zu. Speichern Sie danach Ihre Einstellungen mit +. Das neu hinzugefügte Textpassagenbuch wird in der Symbolleiste angezeigt.
Standardmäßig bietet SUSE Linux verschiedene gängige Schriften in unterschiedlichen Dateiformaten wie Bitmap, TrueType usw. Diese Schriften werden als Systemschriften bezeichnet. Zusätzlich zu diesen Schriften können Sie eigene Schriften aus Schriftsammlungen installieren, die meist auf CD-ROMs angeboten werden. Diese vom Benutzer installierten Schriften stehen allerdings nur demjenigen Benutzer zur Verfügung, der die Schriften installiert hat.
Mit KFontinst bietet das KDE-Kontrollzentrum ein einfaches Tool zur Verwaltung von System- und Benutzerschriften Siehe Abbildung 7.11, „Schriftenverwaltung im Kontrollzentrum“.
Um nachzuprüfen, welche Schriften zurzeit verfügbar sind, geben Sie im Adressfeld einer Konqueror-Sitzung die URL fonts:/ ein. Daraufhin werden zwei Fenster mit den Schriftordnern Personal (Persönlich) und System angezeigt. Die benutzerinstallierten Schriften befinden sich im Ordner Personal (Persönlich). Im Ordner System befinden sich die Systemschriften, für deren Installation Sie Root-Berechtigungen benötigen.
Zur Installation eigener Schriften als Benutzer führen Sie folgende Schritte aus:
Starten Sie das Kontrollzentrum und öffnen Sie das Modul zur Schriftenverwaltung mit dem Befehl +.
Wählen Sie aus der Symbolleiste oder dem Kontextmenü der Liste die Option (Schriften hinzufügen).
Wählen Sie im daraufhin geöffneten Dialogfeld eine oder mehrere Schriften aus, die Sie installieren möchten.
Die ausgewählten Schriften werden in Ihrem persönlichen Schriftenordner installiert. In einer Vorschau können Sie die ausgewählten Schriften überprüfen.
Zur Aktualisierung der Systemschriften müssen Sie zunächst in den wechseln und Ihr Root-Passwort eingeben. Danach gehen Sie genauso vor wie bei der Installation von Benutzerschriften.