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Zusammenfassung
DNS (engl. Domain Name System) wird benötigt,
um die Domain- und Hostnamen in IP-Adressen aufzulösen. So ist die IP-Adresse 192.168.0.0 beispielsweise dem Hostnamen earth zugeordnet. Bevor Sie einen
eigenen Nameserver einrichten, sollten Sie die allgemeinen Informationen zu
DNS in Abschnitt 38.3, „Namensauflösung“ lesen. Die folgenden
Konfigurationsbeispiele beziehen sich auf BIND.
Das YaST DNS-Modul dient der Konfiguration eines eigenen DNS-Servers im lokalen Netz. Beim ersten Start des Moduls wird ein Wizard gestartet, der von Ihnen als Administrator einige grundlegende Entscheidungen verlangt. Nach Abschluss der initialen Konfiguration ist der Server grob vorkonfiguriert und prinzipiell einsatzbereit. Der Expertenmodus dient fortgeschritteneren Konfigurationsaufgaben.
Der Wizard gliedert sich in drei Dialoge auf, von denen Sie an geeigneter Stelle in die Expertenkonfiguration abzweigen können.
Den in Abbildung 40.1, „Installation des DNS-Servers: Forwarders“ gezeigten Dialog erhalten Sie beim ersten Start dieses Moduls. Entscheiden Sie sich, ob Sie die eine Liste von Forwarders vom PPP-Daemon bei der Einwahl per DSL oder ISDN erhalten möchten () oder sie selber eingeben ().
Mit diesem unterteilten Dialog können Zonendateien verwaltet werden.
Eine Erklärung findet sich unter
Abschnitt 40.4, „Zonendateien“. Geben Sie für eine neue Zone unter
einen Namen an. Beim Hinzufügen einer
Reverse Zone muss der Name auf .in-addr.arpa enden.
Wählen Sie schließlich den (Master oder
Slave). Siehe Abbildung 40.2, „Installation des DNS-Servers: DNS-Zonen“. Mit können weitere Einstellungen einer vorhandenen
Zone konfiguriert werden. Zum Entfernen einer Zone klicken Sie auf
.
Im letzten Dialog können Sie den DNS-Port (Port
53) in der Firewall öffnen,
die während der Installation aktiviert wird,
und entscheiden, ob DNS gestartet werden soll.
Von diesem Dialog gelangen Sie bei Bedarf auch in
den Dialog zur Expertenkonfiguration. Siehe
Abbildung 40.3, „Installation des DNS-Servers: Wizard beenden“.
Beim ersten Start des Moduls öffnet YaST ein Fenster mit mehreren Konfigurationsmöglichkeiten. Nach dessen Beendigung ist der DNS-Server prinzipiell einsatzbereit:
Unter der Überschrift können Sie einstellen, ob der DNS-Server bei Systemstart (wenn das System bootet) oder manuell gestartet werden soll. Über den Button können Sie den DNS-Server starten bzw. über den DNS-Server wieder stoppen und mit können die aktuellen Einstellungen gespeichert werden. Sie können den DNS-Port in der Firewall öffnen () und über die Firewall-Einrichtung in den Einzelheiten verändern.
Dieser Dialog ist derselbe, den Sie auch beim Start im Wizard-Konfiguration erhalten (siehe Forwarder-Einstellungen).
Innerhalb dieser Rubrik stellen Sie ein,
was und wie der DNS-Server protokollieren soll.
Unter spezifizieren Sie, wohin der
DNS-Server die Meldungen schreibt. Sie können es dem System
überlassen ( nach
/var/log/messages), oder Sie legen die Datei
explizit fest (). Haben Sie
letzteres gewählt, können Sie noch die maximale Dateigröße in Megabyte
und die Anzahl dieser Logfiles angeben.
Unter können Sie weitere Optionen einstellen: protokolliert jede Anfrage. Die Protokolldatei kann daher schnell sehr groß werden. Sie sollten diese Option nur für Debugging-Zwecke aktivieren. Um zwischen DHCP-Server und DNS-Server ein Zonenupdate durchzuführen, wählen Sie . Um den Datenverkehr beim Transfer der Zonendaten (Zonentransfer) vom Master zum Slave zu protokollieren, aktivieren Sie die Option . Siehe Abbildung 40.4, „DNS-Server: Protokollieren“.
Dieser Dialog ist in mehrere Bereiche unterteilt und ist dafür
zuständig, Zonen-Dateien zu verwalten (siehe Abschnitt 40.4, „Zonendateien“). Unter
tragen Sie den neuen Namen einer Zone ein. Um reverse Zonen zu erzeugen
muss der Zonenname auf .in-addr.arpa enden. Wählen
Sie den Typ (Master oder Slave) mit aus.
Durch können Sie weitere Einstellungen für eine
bestehende Zone festlegen. Wenn Sie eine Zone entfernen wollen, wählen
Sie .
Diesen Dialog erhalten Sie, wenn Sie in dem unter DNS-Zonen beschriebenen Schritt als Zonentyp angewählt haben. Geben Sie unter den Masterserver an, der vom Slave abgefragt werden soll. Falls Sie den Zugriff beschränken möchten, können Sie vorher definierte ACLs in der Liste auswählen. Siehe Abbildung 40.5, „DNS-Server: Slave Zonen-Editor“.
Diesen Dialog erhalten Sie, wenn Sie in dem unter DNS-Zonen beschriebenen Schritt als Zonentyp angewählt haben. Sie unterteilt sich in mehrere Ansichten: (die zuerst geöffnete Ansicht), , , und .
Dieser Dialog legt alternative Nameserver für diese Zonen fest. Achten Sie darauf, dass der eigene Nameserver in der Liste enthalten ist. Um einen neuen Eintrag vorzunehmen, geben Sie unter den entsprechenden Namen ein und bestätigen Sie mit . Siehe Abbildung 40.6, „DNS-Server: Zonen-Editor (NS-Einträge)“.
Um einen neuen Mailserver für die aktuelle Zone zur bestehenden Liste einzufügen, geben Sie die zugehörige Adresse und die Priorität ein. Bestätigen Sie mit . Siehe Abbildung 40.7, „DNS-Server: Zonen-Editor (MX-Einträge)“.
Der in Abbildung 40.8, „DNS-Server: Zonen-Editor (SOA)“ gezeigte Dialog wird zum Anlagen von SOA-Einträgen (Start of Authority) verwendet. Die Bedeutung der einzelnen Optionen kann in Beispiel 40.6, „Datei /var/lib/named/welt.zone“ nachgelesen werden.
Dieser Dialog verwaltet eine Liste von Zuordnungen von Namen zu IP-Adressen. Geben Sie im Eingabefeld unter den Hostnamen ein und wählen Sie den Typ aus (gleichnamiges Dropdown-Menü). ist der Haupteintrag; ist ein Alias und unter wird der Eintrag (Name) durch den Wert (Value) überschrieben.